Obwohl der FC Solothurn wieder nach einem Eigenfehler in der 16. Minute zum dritten Mal im dritten Spiel in Rücklage geriet, hielt er dem Druck stand und zog seinen Kopf mit einem verdienten 4:2-Sieg aus der Schlinge. „Wir haben den Sieg verdient, ohne zu brillieren“, bilanzierte FCS-Trainer Hans-Peter „Bidu“ Zaugg.

Und er ergänzte nicht ohne Spur Selbstkritik: „Es ist ganz wichtig, dass wir diese drei Punkte holten, wir unsere Tore schossen: jetzt sind wir in der Rückrunde angekommen und ich bin zufrieden, dass wir gewonnen haben, obwohl wir besser spielen können“. Diesmal ging nach dem erneuten Verlusttreffer ein Ruck durch die Mannschaft. Die Reaktion zum Ausgleich wurde umgehend, bereits eine Minute später eingeleitet.

Der Platzklub baute sofort Druck auf. Chatton kam links seitlich zum Schuss. Diesen Ball wehrte Gästehüter Hornung nach vorne ab. Stauffer verwertete den Abpraller ohne zu zögern. Dieser erste kleine Erfolg tat gut. Die Einheimischen konnten sich von einer Last befreien. Sie wurden mutiger, wagten mehr und rissen die Initiative an sich. Gegen die athletischen und vif aufspielenden Gäste war dies wichtig. Daraus ergab sich die 2:1-Führung (34.). Chatton sah halblinks Hunziker in Position laufen. Dieser übernahm und nützte die freie Schussbahn zum zweiten Pfosten ansatzlos – 2:1.

Solothurns zweite Reaktion

Auch ein harter Penaltyentscheid – SR Schelb entschied erst nach einer Intervention seines Assistenten Giulini auf Elfmeter, nachdem es schien, Du Buisson habe gegen Wyder im eigenen Strafraum sauber geklärt  – gerieten die Solothurner nicht ins Wanken (58.). Auch hier erfolgte die positive Antwort ohne Umschweife: Chatton traf auf Stauffer zum 3:2. „Stauffer zog bei diesem dritten Treffer konsequent nach aussen“, lobte Zaugg.

Nur vier Minuten später klingelte es erneut hinter Hornung. Nach einem Eckball brachten die Oberländer den Ball nicht weg. Waylon Grosjean stand beim linken Pfosten bereit, flach den Endstand zu besiegeln. An Einsatz und Kampfbereitschaft fehlte es nicht. Trotzdem gerieten die Ambassadoren in der Schlussphase nochmals unter Druck.

„Wir konnten den Ball zu wenig behalten und waren zu wenig clever“, bemängelte Zaugg. „Es war ein Arbeitssieg, denn heute spielten wir schlechter als bei den Niederlagen in den zwei ersten Spielen, wobei es uns unser heutiger Gegner nicht leicht machte“, fasste der Solothurner Teamverantwortliche zusammen. Eines zeigte dieser Sieg: Solothurn ist schwer auszumachen. Vier verschiedene Spieler reihten sich in die Torschützen ein. Die Zaugg-Truppe zeigte auf, wenn das Selbstvertrauen stimmt, sie ein Spiel variieren kann.

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker von Pius Rüegger: