«Baden ist wohl das stärkste Team der ganzen Liga, auch wenn das die Tabelle nicht widerspiegelt», erklärte Max Rüetschli, Trainer des FC Grenchen, die Stärke des Gegners aus dem Aargau. Da die Solothurner ihrerseits vor der Partie den dritten Rang belegten, durfte man von einen Spitzenkampf sprechen. Ein Kampf war es in den ersten Minuten für die Grencher eindeutig. Das enorme Pressing der Aargauer liess den Gastgebern kaum Zeit, um aus der eigenen Platzhälfte zu kommen. In der 30. Minute folgte ein Schock: Cristian Miani, der beste Torschütze der Grenchner mit zwölf Toren in neun Spielen, musste ausgewechselt werden. Die Diagnose: zwei Wochen out wegen einer Leistenzerrung. «Dies war sicher ein herber Rückschlag, aber wir fanden trotzdem immer besser ins Spiel und kamen zu mehr Chancen», erläutert Rüetschli.

Auch Grosjean fiel aus

Am auffälligsten war in dieser Phase Mario Sampaio, welcher wegen einer langen Verletzungspause zuvor selber nur ein Training vorher bestreiten konnte. Auch Trainer Rüetschli musste ihm diesen Einsatz gross anrechnen: «Mario kann noch mehr, wenn er wirklich fit ist, aber er hat sehr gut gekämpft und wir brauchten seinen Einsatz im Mittelfeld.» Grenchen kam in der zweiten Hälfte nun auch immer mehr zu guten Torchancen. Eine der besten war sicherlich der Schuss von Samuel Zayas, bei dem Badens Bachmann grosse Mühe bekundete. In der 80. Minute mussten die Grenchner Anhänger aber dann schon wieder einen Schock verdauen. Goalie Jeffrey Grosjean, welcher manche Chance der Badener vereitelte, blieb angeschlagen liegen und musste ebenfalls ausgewechselt werden. Ebenfalls mit Verdacht auf eine Leistenzerrung.

So musste der erst 17-jährige Daniel Bleuler ran, der vorher noch nie eine Partie auf einem solchen Niveau bestritten hatte. Und der Youngster bestand seine Feuertaufe meisterlich. So hielt er in der 90. Minute nach einem Eins-gegen-Eins meisterlich und wurde dafür mit einem tosenden Applaus von den Rängen belohnt. Max Rüetschli zieht deshalb auch eine positive Bilanz: «Ich denke, wir haben diesen Punkt verdient. Das Spiel hätte gegen Schluss auf beide Seiten kippen können, aber wir haben die vielen Offensiv-Anstrengungen der Badener sehr gut unterbunden und hatten selber auch einige Chancen.»