Nordische Kombination

Tim Hug will beim zweiten Olympia-Anlauf überzeugen

Beim Springen gefordert: Tim Hug hatte auf der Normalschanze noch nicht die gewünschte Weite erreicht.

Beim Springen gefordert: Tim Hug hatte auf der Normalschanze noch nicht die gewünschte Weite erreicht.

Der Nordische Kombinierer erwartet von sich eine klare Leistungssteigerung gegenüber seinem ersten Auftritt von der Normalschanze. Wegweisend für ein gutes Abschneiden wird ein weiter Sprung von der Grossschanze sein.

Am Ende des ersten Olympia-Wettkampfs konnte Hug den Skisprung-Komplex «RusSki Gorki» dank einer zufriedenstellenden Laufleistung doch noch mit einem guten Gefühl verlassen. Sein Sprung von der Normalschanze war ihm zuvor allerdings völlig missraten, sodass der Gerlafinger am Ende des Tages nicht über Platz 27 hinauskam.

Stärken in der Loipe

Das Potenzial des Weltcupsiegers von Tschaikowski (Russ) ist freilich grösser. Passt beim Springen alles zusammen, kann er dank seinen Fähigkeiten in der Loipe einen Top-15-Platz anpeilen. «Ich weiss, dass ich in der Loipe parat bin», lautet Hugs Erkenntnis nach dem ersten Auftritt in Russland.

Auf dem grossen Bakken konnte er im Gegensatz zur Normalschanze schon vor den Olympischen Spielen Erfahrungen sammeln. Vor Jahresfrist im Weltcup erreichte er im Springen Platz 22. Ein ähnliches Ergebnis heute wäre für das anschliessende Langlauf-Rennen über 10 km eine vielversprechende Ausgangslage.

Start von Frenzel ungewiss

Als Favorit für den zweiten Wettkampf der Kombinierer galt bis gestern Eric Frenzel. Der Dominator im Weltcup hat sich bereits bei erster Gelegenheit vom grossen Druck befreit und am vergangenen Mittwoch Gold gewonnen. Der 25-jährige Deutsche wäre der zweite Kombinierer nach dem Finnen Samppa Lajunen (2002), der an Olympischen Spielen beide Einzel-Wettbewerbe gewinnt.

Am Sonntag wurde jedoch bekannt, dass Frenzel um seine Teilnahme bangen muss. Der Sachse leide an einer Virusinfektion mit leichter Nasennebenhöhlen-Entzündung, teilte der deutsche Verband mit. Erst kurz vor dem heutigen Wettkampf wird nach einer weiteren Untersuchung entschieden, ob Frenzel starten kann oder nicht.

Mehrere Favoriten

Unabhängig von der Teilnahme Frenzels zum Kreis der Sieganwärter zählen nach ihren Podestplätzen im ersten Wettkampf Akito Watabe (Jap) und Magnus Krog (No). Kann der Norweger Haavard Klemetsen an seine im Weltcup gezeigten Sprungleistungen anknüpfen, wird er – wie sein laufstarker Teamkollege Magnus Moan – ebenfalls im Kampf um den Sieg mitmischen können.

Mit Spannung erwartet wird der Auftritt des vierfachen Weltmeisters Jason Lamy Chappuis, der letzte Woche auf der aufgeweichten Loipe rund um die Skisprung-Schanzen von Platz 8 auf 35 durchgereicht wurde. Die französische Equipe hatte sich in der Materialwahl völlig vergriffen, der 26-fache Weltcupsieger war chancenlos.

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