Eishockey NLB

Tigers erlegen Langenthal: Langnau gewinnt das NLB-Spitzenspiel mit 5:2

Trotz früher Führung müssen sich die Oberaargauer gegen den NLA-Absteiger aus Langnau deutlich und verdient mit 5:2 geschlagen geben. Das Heimteam kränkte zuerst in der Verteidigung, dann auch noch im Powerplay.

Nach dem Spiel sagte Langenthal-Verteidiger Joël Fröhlicher: «Ich glaube, die Teams stellen sich besser auf uns ein.» Sie würden versuchen mit Speed gegen das starke SCL-Forechecking anzugehen und auf rasche Konter zu spekulieren. Ungefähr so profitierten dann auch die SCL Tigers im Spitzenkampf. Langenthal führte zwar mit 1:0 nach einem Treffer von Stefan Tschannen in der dritten Minute, kassierte dann aber zwei äusserst ärgerliche Gegentreffer nach katastrophalen Stellungsfehlern. Zuerst ging Tom Gerber vor Marc Eichmann vergessen, dann war es Tobias Bucher, der in der Mitte alleine gelassen wurde und im Alleingang Marc Eichmann bezwang. Nach einem Drittel verzeichneten die Tigers zwar nur sieben Schüsse, führten aber dennoch mit 2:1.

Der Jubel war schnell vorbei

So gesehen war nach dem Treffer von Stefan Tschannen fertig mit Jubel, Trubel, Heiterkeit – und es sollte kein Ende nehmen. Zuerst fiel der Teamroutinier Noël Guyaz verletzt aus, wenig später wurde Yves Müller aus unerklärlichen Gründen auf die Strafbank geschickt. Zu allem Übel nutzte Tobias Bucher mit einem Weitschuss die Überzahl aus und erzielte das vorentscheidende 3:1 für die Tigers. Als dann Pascal Gemperli noch einen Treffer annulliert wurde – dem Torhüter hatte es zuvor die Maske abgezogen – war erst richtig klar: Das Glück war dem SC Langenthal im Spitzenkampf gegen die Tigers nie gutgesinnt.

Keine Frage des Glücks

Nur Glück fehlte den Langenthalern aber nicht. Die Tigers waren besser. Denn selbst als Langenthal dann doch noch auf 2:3 herankam, behielten sie die Überhand in der Partie und verzeichneten denn auch die besseren Chancen. Im Schlussabschnitt glich die Szenerie einem Déjà-vu. Wie schon im ersten Aufeinandertreffen auf Schoren endete das Schlussdrittel mit einem 2:0 für Langnau.

Mehrere Baustellen

Langenthal kränkte in diesem Spitzenkampf denn auch gleich an mehreren Orten. Einerseits schmerzten die Ausfälle der beiden Erstlinienverteidiger Noël Guyaz und Marc Schefer, andererseits bekundeten sie nach der lange anhaltenden Torflaute erneut eher in der Defensive Mühe. «Wenn wir die Checks nicht fertigmachen, dann schleichen die Gegner weg. So können Konter entstehen», erklärte Joël Fröhlicher. Man müsse unbedingt das System konsequenter spielen. «Und ausserdem hatten wir genügend Möglichkeiten in Überzahl, um die Partie dennoch für uns zu entscheiden.» Der 5:2-Vollerfolg war denn auch der sechste Sieg in Serie. Damit übernehmen sie vom SC Langenthal den Leaderthron.

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