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Thurgau offeriert Olten den Sieg – aber der EHCO lehnt ab

Am Ende blieb dem EHC Olten wenigstens die getrübte Freude über einen Punkt.

Am Ende blieb dem EHC Olten wenigstens die getrübte Freude über einen Punkt.

Der EHC Olten verliert bei Schlusslicht Thurgau nach einem eher fahrlässigen Auftritt mit 1:2 n.V. Unmittelbar vor Schluss des Spiel winkte den Gästen die Chance, in doppelter Überzahl den Siegtreffer zu markieren. Aber dies gelang nicht.

Nein, mit der Leistung, die der EHC Olten gestern Abend ablieferte, war selbst beim HC Thurgau nicht mehr als ein Punkt zu gewinnen. Und dies, obwohl die Gäste den Sieg quasi auf dem Silbertablett präsentiert bekamen.

130 Sekunden waren in der Güttingersreuti noch zu spielen, da wanderte mit Topscorer Derek Damon der zweite Thurgauer auf die Strafbank. Eine doppelte Überzahl also für den EHCO. Letzterer aber verspielte die goldene Chance zum späten Sieg etwas gar fahrlässig. Die Sekunden zerrannen und damit die Aussicht, die budgetierten drei Zähler mit nach Hause zu nehmen.

Ende von Wiebes Serie

Dabei standen diese 93 Sekunden bisweilen für den gesamten Auftritt der Oltner. Selbst ein Shayne Wiebe, bislang die Zuverlässigkeit in Person, leistete sich gleiche mehrere, wenn auch kleine technische Nachlässigkeiten. Zudem fehlte die letzte Überzeugung vor dem Tor. Wer eine solche Möglichkeit zur Siegsicherung auslässt, das mussten sich die Gäste wohl selbst eingestehen, der hat den Erfolg ganz einfach nicht verdient. Dass die Thurgauer so in der Verlängerung zum erst dritten Triumph der laufenden Saison kamen, war daher verdient.

Die Partie zwischen dem nach Punkten schwächsten und stärksten Team im Monat Oktober begann harzig. Lange Phasen mit wenig zusammenhängenden Aktionen wechselten sich ab mit Kombinationen. Letztere jedoch lieferten vornehmlich die Gäste. Wenn die Thurgauer gefährlich wurden, dann war dies gewiss gewollt, aber häufig auch mit dem Faktor Zufall verbunden. Nicht so beim EHCO, der allein die letzte Entschlossenheit vermissen liess. So verpasste Topscorer Shayne Wiebe bereits in der dritten Minute alleine vor Caminada die Möglichkeit, seine Serie von sechs Spielen, in welchen er zumindest einmal getroffen hatte, frühzeitig auf deren sieben auszubauen.

Beinahe wäre das 0:2 gefallen

Auch der zweite Abschnitt brachte grundsätzlich die klareren Chancen für Olten; doch sowohl Lüthi, Wüst, Weber als auch Truttmann verpassten alleine vor dem stark spielende HCT-Hüter. Im Gegensatz zu den ersten 20 Minuten waren es jetzt aber die Thurgauer, die das Spiel zunehmend kontrollierten.

Dafür stand nicht zuletzt die Druckphase zwischen der 31. und 33. Minute, als sich die Gäste mit Händen und Füssen gegen einen zweiten Verlusttreffer wehren mussten. Den ersten hatten sie nach gut 25 Minuten durch Irmen kassiert, der den dritten Gäste-Ausschluss zum 1:0 nutzte. Und hätte wieder Irmen vor Bäumle nicht zu eigensinnig agiert (34.), so wäre der Tabellenletzte gar mit zwei Längen Vorsprung in die zweite Pause gegangen.

Denkzettel für das Basel-Spiel

Wer auf eine Reaktion des Favoriten aus Olten gewartet hatte, sah sich vorerst getäuscht. Die Gastgeber verwalteten den Vorsprung souverän, ehe indes Bloch auf die Strafbank musste. Acht Sekunden vor Ablauf der Strafe lenkte Schild einen Parati-Schuss unhaltbar ab – 1:1. Der EHCO war auf einmal zurück, und nicht nur das. Fortan rollte eine richtiggehende Strafenflut über die Gastgeber. Höhepunkt war der finale, 93-sekündige Doppelausschlusses. Dass man in dieser Phase die Entscheidung verpasste und zudem phasenweise etwas légère agierte, muss als Denkzettel in die nächste Partie gegen Basel mitgenommen werden.

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