Tennis Interclub NLA
Froburg Trimbach kommt in der dritten Runde mit einem blauen Auge davon

Der TC Froburg Trimbach kassiert gegen Aufsteiger Winterthur die erste Niederlage der laufenden NLA-Interclubsaison, kann den Schaden beim 4:5 aber in Grenzen halten. Bereits am Samstag (11 Uhr) wartet das nächste Heimspiel gegen Genf.

Fabio Baranzini
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Trimbachs Mann der Begegnung: Adam Moundir gewann sein Einzel in Extremis und legte im Doppel mit Pedro Martinez nach.

Trimbachs Mann der Begegnung: Adam Moundir gewann sein Einzel in Extremis und legte im Doppel mit Pedro Martinez nach.

Fabio Baranzini

Irgendwie war am dritten Spieltag in den Einzelpartien der Wurm drin bei Froburg Trimbach. Obwohl die Hausherren in ihrem ersten Heimspiel der laufenden Interclubsaison gegen die Aufsteiger aus Winterthur auf fünf von sechs Positionen stärker klassiert waren, gerieten sie schon früh in Rücklage. Pedro Martinez, die Weltnummer 76 in Diensten von Trimbach, fand nie richtig zu seinem Spiel.

Dem Powertennis des grossgewachsenen Tschechen Lukas Rosol (ATP 214), der einst Rafael Nadal in Wimbledon schlagen konnte, hatte Martinez nichts entgegenzusetzen. 3:6, 3:6 lautete das Resultat am Ende. Der 24-jährige Spanier zollte wohl seinem Mammutprogramm der vergangenen Tage Tribut. Nach dem Finalspiel beim ATP Turnier in Kitzbühl letzten Samstag spielte er am Sonntag in Mannheim eine Interclubbegegnung und reiste dann in die Schweiz, wo er am Montag und am Dienstag bereits die ersten Einsätze für Trimbach absolvierte.

Der 1:5-Rückstand kam bedrohlich nah

Weil nach Martinez auch Lokalmatador Mischa Lanz gegen Riccardo Maiga mit 3:6, 3:6 verlor, gerieten die Trimbacher schon früh in dieser Begegnung unter Druck. Immerhin Jonas Schär wurde auf Position sechs seiner Favoritenrolle gerecht und sicherte Trimbach den ersten Punkt.

Jonas Schärz verbuchte in seiner dritten Einzel-Begegnung den zweiten Sieg.

Jonas Schärz verbuchte in seiner dritten Einzel-Begegnung den zweiten Sieg.

Fabio Baranzini

Trotzdem drohte in der zweiten Einzelserie des Tages plötzlich der Super-GAU. Phasenweise kam das 1:5 aus Trimbacher Sicht bedrohlich nahe. Denn schnell war klar, dass Yann Marti auf Position drei nicht mit seinem russischen Kontrahenten Andrey Kuznetsov würde mithalten können. Und auch Pablo Andujar, als Weltnummer 73 der nominell stärkste Spieler der Liga, tat sich gegen den Schweizer Henri Laaksonen schwer. Er vergab beim Stand von 6:5 und eigenem Aufschlag zwei Satzbälle und verlor wenig später den ersten Durchgang im Tiebreak.

Pablo Andujar verlor sein Einzel gegen Henri Laaksonen, im Doppel holte er den Punkt zusammen mit Christian Villagran.

Pablo Andujar verlor sein Einzel gegen Henri Laaksonen, im Doppel holte er den Punkt zusammen mit Christian Villagran.

Fabio Baranzini

Auch der bislang sichere Trimbacher Punktelieferant Adam Moundir geriet in seinem Einzel in Rücklage. Er lag mit Satz und Break zurück, als er sich gegen Gian Grünig noch einmal ins Spiel zurückkämpfen und nach Sätzen ausgleichen konnte. Doch auch im entscheidenden Champions-Tiebreak geriet Moundir früh ins Hintertreffen. Bald stand es 6:9 – drei Matchbälle für Winterthur. Doch mit dem Rücken zur Wand setzte Moundir zu einem fulminanten Schlussfurioso an, wehrte vier Matchbälle ab und verwandelte seinerseits den ersten Matchball zum viel umjubelten Sieg. Der «worst case» wurde in Extremis abgewendet.

Zwei wichtige Siege im Doppel

Peter Gubler, der Teamverantwortliche der Trimbacher, fiel ein Stein vom Herzen. «Dieser Sieg von Adam Moundir war unglaublich wichtig. Ein 1:5 hätte ich mir nicht ausmalen wollen», sagte Gubler. Doch auch das 2:4 nach den Einzelpartien war aus Trimbacher Sicht nicht ideal. Denn im Kampf um die Finalrundenplätze dürfte es in diesem Jahr auf jeden einzelnen Punkt ankommen. «Es ist unglaublich eng in dieser Saison. Es gibt kein einziges schwaches Team und man muss sich jeden Punkt hart erkämpfen. Auch wir können uns mit den beiden Siegen zum Auftakt gar nichts kaufen», weiss Gubler.

Die Devise für die Trimbacher war entsprechend klar: Im Doppel sollen zwei weitere Punkte her. Dabei setzte man auf die Paarungen Moundir/Martinez auf Position zwei und die Routiniers Andujar und Cristian Villagran auf Position drei. Und diese Rechnung ging auf. Beide Paarungen zeigten eine gute Leistung und sicherten Trimbach zwei wichtige Punkte.

Pedro Martinez unterlag dem Tschechen Lukas Rosol klar in zwei Sätzen.

Pedro Martinez unterlag dem Tschechen Lukas Rosol klar in zwei Sätzen.

Fabio Baranzini

Dabei avancierte Adam Moundir mit seinen zwei Siegen zum «Mann der Begegnung» für die Trimbacher. «So wie diese Partie gelaufen ist, können wir mit diesen vier Punkten zufrieden sein», bilanzierte Peter Gubler. Klar ist aber auch: Im Kampf um die Finalrundenplätze ist weiterhin alles offen. Die Trimbacher sind also am Wochenende im Heimspiel gegen Genf (Samstag 11 Uhr) und auswärts gegen Sonnenberg (Sonntag 12 Uhr) wieder gefordert.

Adam Moundir wehrte gegen Gian Grünig drei Matchbälle ab und setzte sich im Champions-Tiebreak 12:10 durch.

Adam Moundir wehrte gegen Gian Grünig drei Matchbälle ab und setzte sich im Champions-Tiebreak 12:10 durch.

Fabio Baranzini

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