Tennis
Am Liveticker gezittert und als Belohnung wartet der Halbfinal

Die NLA-Equipe des TC Froburg Trimbach schafft dank einer starken Gruppenphase den Sprung in die Halbfinals. Dort wartet allerdings am Samstag mit Qualifikationssieger Sonnenberg ein harter Brocken.

Fabio Baranzini
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Der Spanier Pedro Martinez (ATP 76) lief in der Qualifikation acht Mal für den TC Froburg Trimbach auf. Seine Bilanz: fünf Siege und drei Niederlagen.

Der Spanier Pedro Martinez (ATP 76) lief in der Qualifikation acht Mal für den TC Froburg Trimbach auf. Seine Bilanz: fünf Siege und drei Niederlagen.

Fabio Baranzini

Peter Gubler und sein Team waren am Mittwochnachmittag zum Zuschauen verdammt. Der Spielplan der NLA-Meisterschaft, in der heuer ausnahmsweise sieben statt sechs Teams antraten, sah vor, dass die Trimbacher in der siebten und letzten Runde spielfrei hatten. Das Schicksal der Trimbacher lag also in den Händen der Konkurrenz.

Doch die Trimbacher hatten gut vorgelegt. Am Dienstag gewannen sie ihr letztes Gruppenspiel auf der heimischen Anlage gegen die unbequemen Westschweizer des CT Neuchâtel dank einer tollen Teamleistung mit 6:3 – und das erst noch ohne die beiden nominell stärksten Spieler Pablo Andujar und Pedro Martinez, die beide zu den Top 80 der Welt gehören. Damit klassierten sich die Trimbacher mit 27 Zählern aus sechs Partien auf dem zweiten Zwischenrang.

So war bereits am Dienstabend klar, dass die Trimbacher den Ligaerhalt geschafft hatten. Das Minimalziel war also bereits erreicht. Aber ob es auch mit der Qualifikation für die Finalrunde klappt, war zu jenem Zeitpunkt noch nicht klar. Dafür mussten erst die Resultate der Begegnungen vom Mittwoch abgewartet werden. Und so warfen der Teamverantwortliche Peter Gubler und seine Mannschaft gestern Nachmittag immer wieder einen Blick auf ihre Smartphones, um im Liveticker den Stand der letzten Begegnungen zu verfolgen.

Kurz vor 15 Uhr dann die grosse Erleichterung: Froburg Trimbach hat es geschafft. Das Team steht in der Finalrunde der diesjährigen NLA-Interclubsaison. Die Aufgabe des Winterthurers Roman Vögeli im Spiel gegen Nicolas Parizzia brachte den definitiven Entscheid.

Denn dank dieser Aufgabe konnten die Neuenburger in der Begegnung gegen Winterthur zum 2:2 ausgleichen. Damit war bereits früh klar, dass weder Winterthur noch Neuenburg Trimbach in der Rangliste überholen kann. Winterthur hätte dafür gegen Neuenburg einen 8:1-Sieg benötigt, Neuenburg hätte gar 9:0 gewinnen müssen.

Als Aussenseiter in die Halbfinals

Die Qualifikation für die Finalrunde ist verdient. Die Trimbacher haben der starken Konkurrenz getrotzt und aus den sechs Qualifikationsspielen vier Siege geholt. Eine beachtliche Leistung. Der einzige «Tolggen» im Reinheft der Trimbacher war in der Gruppenphase die 1:8-Klatsche am vergangenen Sonntag auswärts gegen Titelaspirant Sonnenberg.

Ansonsten spielte die Equipe konstant gut und verdiente sich damit die erste Halbfinalqualifikation seit drei Jahren. «Wir haben in der Gruppenphase einen guten Teamspirit gezeigt und vor allem die Schweizer Spieler haben unsere Erwartungen übertroffen. Leider konnten unsere beiden Spanier auf den ersten Positionen nicht ganz das liefern, was wir uns erhofft hatten. Ansonsten hätten wir die Halbfinalqualifikation noch klarer geschafft», bilanziert der Teamverantwortliche Peter Gubler.

In der Endabrechnung klassiert sich der TC Froburg Trimbach auf dem vierten Platz hinter den drei Zürcher Klubs Sonnenberg, Seeblick und GC. Damit ist klar, dass im Halbfinal vom Samstag die Neuauflage des Duells mit Sonnenberg wartet. «Unsere Chancen gegen Sonnenberg sind nicht allzu gross, aber wenn unsere beiden Spanier ihre Leistung abrufen können und ihre Spiele gewinnen, liegt durchaus etwas drin für uns», blickt Peter Gubler auf die Halbfinalbegegnung voraus. Sämtliche Finalspiele vom kommenden Wochenende werden in Winterthur ausgetragen.

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