Tennis
24 Stunden nach Sieg gegen Genf kassiert Froburg Trimbach eine Klatsche gegen Sonnenberg

Auch nach fünf Runden liegt die Qualifikation für die Finalrunde für das NLA-Interclubteam des TC Froburg Trimbach noch im Bereich des Möglichen. Dafür braucht es aber weitere Punkte am Dienstag (12 Uhr, in Trimbach) gegen Neuenburg.

Fabio Baranzini
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Mischa Lanz (N2) gewann am Samstag sein Einzel gegen Genf, gestern war er chancenlos gegen Giovanni Fonio (N1).

Mischa Lanz (N2) gewann am Samstag sein Einzel gegen Genf, gestern war er chancenlos gegen Giovanni Fonio (N1).

Fabio Baranzini

Zwei Tage, zwei Begegnungen. Grosse Freude am Samstag und grosse Ernüchterung am Sonntag. Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die das NLA-Team des TC Froburg Trimbach an diesem Wochenende durchlebte. Denn viel weiter voneinander entfernt hätten die Gefühlslagen am Samstag- und am Sonntagabend nicht liegen können. Aber der Reihe nach.

Am Samstag bestritten die Trimbacher ihr zweites NLA-Heimspiel der Saison. Dabei duellierten sie sich mit dem Westschweizer Traditionsklub Genève Eaux-Vives. Ein Team, das mit Trimbach absolut auf Augenhöhe liegt, jedoch mit zwei 4:5 Niederlagen nicht optimal in die Meisterschaft gestartet war. Und auch den spielfreien Donnerstag, der durchaus hätte ein Vorteil sein können beim äusserst dicht gedrängten Spielplan in dieser Saison, konnten die Romands gegen Trimbach nicht zu ihren Gunsten ausspielen.

Im Gegenteil. Es waren die Trimbacher, die nach den Einzelbegegnungen überraschend deutlich mit 5:1 führten. Besonders hervorzuheben gilt es dabei Yann Marti, Lokalmatador Mischa Lanz und Adam Moundir, die auf den Positionen drei, vier und fünf für Trimbach jeweils gegen einen stärker eingestuften Gegner punkten konnten.

Mit der Führung im Rücken liessen die Hausherren nichts mehr anbrennen und feierten am Ende einen ungefährdeten 6:3-Sieg. «Die Einzel liefen grossartig und wenn Pablo Andujar einen seiner beiden Matchbälle verwertet hätte, hätten wir gar 6:0 geführt. Aber auch so dürfen wir mit dem 6:3-Sieg gegen Genf sehr zufrieden sein», bilanzierte der Trimbacher Teamverantwortliche Peter Gubler.

Yann Marti (N2) feierte am Samstag für Trimbach gegen Genfs besser klassierten Johan Nikles (N1) einen Achtungserfolg.

Yann Marti (N2) feierte am Samstag für Trimbach gegen Genfs besser klassierten Johan Nikles (N1) einen Achtungserfolg.

Fabio Baranzini

Das Selbstvertrauen dürfte bei den Trimbachern nach dem dritten Sieg in der vierten Begegnung gestimmt haben, als sie am Sonntag die Reise zum TC Sonnenberg nach Zürich antraten. Allerdings machten sich bei den Trimbachern die Strapazen der letzten Tage bemerkbar. Fünf Begegnungen in sieben Tagen sind – vor allem bei der dünnen Personaldecke der Trimbacher – eine hohe Belastung.

Und das wussten die Zürcher, die am Samstag in den Genuss eines Ruhetags gekommen waren, auf beeindruckende Art und Weise auszunutzen. Die Equipe, die das nominell wohl stärkste Kader dieser Meisterschaft stellt, liess gegen Trimbach die Muskeln spielen. Alle sechs Einzelpartien endeten zu Gunsten der Zürcher. Die Trimbacher konnten dabei nicht einmal einen Satzgewinn verbuchen. Immerhin gelang dem spanischen Duo Pablo Andujar/Carlos Taberner noch ein Sieg im Doppel gegen Ehrat/Fonio. Aber zu mehr als einem Zähler reichte es für die Trimbacher nicht.

«Wir haben eine richtige Klatsche kassiert», fand Peter Gubler nach der Begegnung klare Worte. «Unser Team war sicher etwas angeschlagen und hatte einige Mühe mit dem blauen und etwas rutschigeren Belag des TC Sonnenberg. Aber es ist ganz klar: Sonnenberg war deutlich stärker als wir.»

Diese deutliche Niederlage ist für die Trimbacher natürlich alles andere als optimal. Denn die Angelegenheit zwischen den sieben NLA-Klubs ist in diesem Jahr äusserst ausgeglichen, so dass in der Endabrechnung jeder Punkt zählt. Entsprechend ist die Devise für die Trimbacher klar: Gut erholen und dann am Dienstag im letzten Gruppenspiel dieser Saison Zuhause gegen die unbequemen Neuenburger möglichst viele Punkte holen. «Gegen Neuenburg kommt die Stunde der Wahrheit. Wir werden um jeden Punkt kämpfen und wenn es gut läuft, reicht es für die Finalrunde», blickt Peter Gubler voraus.

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