330 Finisher konnte die LSG Olten unter der Regie ihres OK-Präsidenten Bruno Bosco im Ziel auf dem Allerheiligenberg begrüssen. Die Teilnehmer bekundeten ihr Bedauern, dass die 37. Auflage die letzte gewesen sein soll. Grund dafür ist, dass der OK-Präsident zurücktreten will. Eine Nachfolge ist nicht in Sicht, niemand will den Belchen-Berglauf organisieren.

Belchen Berglauf 2018

Belchen Berglauf 2018

Beim voraussichtlich letzten Belchen-Berglauf wiederholte Mekonen Tefera seinen Vorjahressieg.

Dafür gab es jüngst in Hägendorf beim Tüfelsschlucht-Berglauf Entwarnung. Mit Martin Däster wurde ein neuer Chef gefunden. Der langjährige OK-Präsident Anton Stocker wird das OK-Team weiter unterstützen. «Mit dem Lostorfer Froburg-Berglauf haben wir sogar einen neuen Kandidaten für die Jura Top Tour 2019 erhalten», freut sich Chef Rolf Schoy.

Sieger verpasst Sprintwertung

Der 26-jährige Äthiopier Mekonen Tefera, der seit bald fünfeinhalb Jahren in Herrenschwanden bei Bern lebt, hatte am letzten Mittwoch am Emmenlauf in Utzenstorf einen neuen Streckenrekord aufgestellt. Am Belchen-Berglauf doppelte er am Sonntag nach und gewann vor dem Jurassier Jérémy Hunt und dem Riggisberger Simon Zahnd.

Dabei verbesserte Tefera den zwei Jahre alten Streckenrekord von Berglauf-Schweizer-Meister Christian Mathys um 19 Sekunden. «Gestern wurde ich am Inferno-Halbmarathon im Berner Oberland hinter einem deutschen Läufer noch Zweiter», sagte Tefera nach dem Sieg. «Ich wollte nach meinem Erfolgserlebnis im letzten Jahr unbedingt am letzten Belchen-Berglauf starten. Ich fände es sehr schade, wenn es diesen attraktiven Lauf nicht mehr geben würde.»

Auf die Taktik angesprochen meinte Tefera: «Ich war von Anfang an zusammen mit Jérémy Hunt an der Spitze. Er holte die Sprintwertung nach 4,8 Kilometern auf dem Rumpel. Ich wusste gar nicht so genau, wo diese Sprintwertung ist. Kurz darauf konnte ich Jérémy entscheidend distanzieren.» Bis ins Ziel nahm er seinem ersten Verfolger noch mehr als eine Minute ab.

Überraschungssiegerin

In Abwesenheit der sechsfachen Belchen-Berglauf-Siegerin Martina Strähl und der Gewinnerin von 2015, Petra Eggenschwiler, die am Vortag am Inferno Triathlon Zweite wurde, gab es am Sonntag eine neue Siegerin am Belchen: Maja Indermühle. Die 28-jährige Stadt-Bernerin war über ihren ersten Erfolg als Bergläuferin wohl selber am meisten überrascht. «Eines meiner besten Resultate bisher war der 18. Platz am GP von Bern in meiner Altersklasse», so Indermühle.

Und zum Sieg sagte sie: «Nach der Passage auf dem Rumpel übernahm ich die Führung, die ich bis ins Ziel nicht mehr abgab.» Hinter Indermühle liefen Simone Hertenstein aus Liestal und Chantal Bernet von der organisierenden LSG Olten auf die weiteren Podestplätze. Als zweitbeste Solothurnerin hinter Bernet kam die Luterbacher Langstreckenspezialistin Tanja Amiet auf den sechsten Platz im Overallklassement. Die Jura Top Tour geht am kommenden Sonntag, 26. August, mit dem 28. Weissensteinlauf in Solothurn in die achte und zweitletzte Runde.