Jubel bei Melanie Mathys und ihren Partnerinnen Selina Zimmermann (Nidwalden) und Vroni Bitzi (Luzern). Über die lange Distanz im Wildwasser-Rennen klassierte sich das Trio zwar hinter Italien aber vor den favorisierten Deutschen und Slowenen. Mit der zweifachen Junioren-Europameisterin Melanie Mathys und Selina Zimmermann verfügte das Team über zwei starke Fahrerinnen. Die dritte Starterin Vroni Bitzi war aber klar schwächer einzustufen und wies in den Rennen jeweils einen deutlichen Rückstand auf. Aus diesem Grund rechnete der Betreuerstab nicht mit einer Medaille.

Rückstand in Silber umgemünzt

Immerhin: Für das Teamrennen hatte das flache und fast stehende Wasser im slowenischen Solkan einen grossen Vorteil für das Schweizer Team. Ausserdem konnte das Trio aufgrund der guten Einzelränge von Mathys und Zimmermann als Letzte starten und war so über ihren aktuellen Rang informiert. Sie gerieten im oberen Teil aber schnell in Rückstand und bei der zweiten Zwischenzeit hatten sie bereits mehr als zehn Sekunden Rückstand auf einen Medaillenrang.

Erst im flachen Schlussteil konnte die Mannschaftstaktik effizient umgesetzt werden und das Frauenteam setzte zu einer fulminanten Aufholjagd an, welche die Silbermedaille einbrachte. Mit der Medaille im Team endet die erfolgreiche Junioren-Karriere von Mathys, wie sie begonnen hat – mit einem Triumph. Als gerade mal 15-Jährige überraschte sie an der Heim-WM 2009 alle und gewann ihren ersten Weltmeistertitel. Nun schloss sie Juniorenkarriere mit dem Gewinn beider EM-Titel und der Team-Silbermedaille ab.