Tennis

TC Solothurn steht vor dem Einzug in die Finalrunde

Der TC Solothurn steht in der NLA-Interclub-Meisterschaft trotz zwei Niederlagen gegen die Titelkandidaten Cologny und Wollerau vor seiner erstmaligen Qualifikation für die Runde der besten vier Teams.

Die Rangliste zeichnet nach der vierten Runde noch kein definitives Bild: der TC Solothurn hat nach den zwei Niederlagen am Samstag gegen Meisteranwärter Cologny (3:6) und gestern gegen den amtierenden Meister Ried Wollerau (3:6) sein Sechs-Punkte-Polster auf die Grasshoppers fast verspielt. Grund zu einem positiven Ausblick bietet jedoch der Gegner der abschliessenden 5. Runde vom Dienstag, wenn Absteiger Nyon am Herrenweg zu Gast sein wird. Die Waadtländer haben bisher nur zwei Matches aus 36 Partien gewinnen können.

Keine Verträge für Finalweekend

Solothurn-Coach und Präsident Hugo Derendinger weiss um die Rechnung, verweist aber darauf, dass «im Sport alles möglich ist und die Partien zuerst gespielt werden müssen.» Und weil die Grasshoppers gleichzeitig gegen den ebenfalls noch nicht definitiv für die Finalrunde qualifizierten Genfer Renommierclub Eaux-Vives antreten müssen, schaut er der Dienstag-Begegnung gelassen entgegen, zumal bei Punktgleichheit die Direktbegegnung zählt und die hat der TC Solothurn mit 5:4 gewonnen – gegen Eaux-Vives wie auch gegen GC. «Spielerverträge», so Derendinger, «haben wir nur für die Vorrunde abgeschlossen.» Mit der Qualifikation für die «Final Four» habe man nicht rechnen können, meint Derendinger. Bis also die Solothurner am kommenden Samstag in Winterthur gegen den Ersten oder Zweiten antreten können, bleibt noch einiges zu tun, auf und neben dem Platz.

Die drei Punkte vom Samstag gegen Cologny, das erstmals auf den Positionen 1 und 2 mit dem Argentinier Carlos Berlocq (ATP 43) und dem Spanier Guillermo Garcia-Lopez (ATP 72) angetreten war, kamen zwar nicht ganz überraschend, doch erwartet werden konnten sie aufgrund der Ausgangslage nicht. Die Solothurner Nummer 1, Matteo Viola (ATP 141) überraschte mit seinem Sieg gegen Berlocq und die beiden weiteren Punkte steuerten die Doppel-Paarungen Viola/Stefan Kilchhofer und Simon Greul/Johannes Ager bei.

Nummer 1 im Doppel geschont

Viola holte auch am Sonntag gegen Ried Wollerau nach einem packenden Drei-Satz-Sieg einen hochverdienten Punkt. Der mit Abstand beste Solothurner Punktesammler überliess dann aber im Doppel seinen Platz dem Österreicher Thomas Schiessling. Coach und Präsident Hugo Derendinger hatte schon zuvor – während den verschiedenen Einzelpartien – «Verschleisserscheinungen» ausgemacht, dennoch sprach er von «mindestens drei Punkten, die wir heute unbedingt gewinnen wollen.»

Und so kam es schliesslich, auch wenn Solothurns bisherige Doppelstärke nach Violas Verzicht und der erneuten Umstellung der Paarungen etwas ins Wanken geriet und nur gerade ein weiterer Punkt (Sieg durch Roman Vögeli und Martin Vacek) dazukam. Plan aufgegangen, hiess es bei Hugo Derendinger und seinen Mannen und die Solothurner «Multi-Kulti-Truppe», wie das Team liebevoll genannt wird, wird sich hüten, die letzte Aufgabe auf die leichte Schulter zu nehmen, denn auf dem Spiel steht der bisher grösste Erfolg in der Solothurner Interclub-Geschichte, die Teilnahme an der Finalrunde.

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