Tennis

Tamara Arnold kehrt zurück zu den Wurzeln

Tamara Arnold mit Trainer Marek Szklarecki.

Tamara Arnold mit Trainer Marek Szklarecki.

Nach zwei Jahren im nationalen Leistungszentrum von Swiss Tennis in Biel kehrt Tamara Arnold zurück in die Region Olten. Neu trainiert sie bei Marek Szklarecki im Tenniscenter Trimbach.

Bei der Zusammenarbeit zwischen Swiss Tennis und Tamara Arnold hat es zuletzt für beide Seiten nicht mehr gepasst. Es gab vermehrt Diskussionen über Turnierpläne, Trainer und die spielerische Entwicklung. Hinzu kam, dass nach der langen Verletzungspause im letzten Jahr die Resultate nicht mehr wie gewünscht ausfielen.

Bei Tamara Arnold kamen Zweifel auf, das Selbstvertrauen litt. «All diese Faktoren haben schlussendlich dazu geführt, dass es für meine Zukunft keinen Sinn mehr gemacht hat, in Biel weiter zu trainieren», erzählt Tamara Arnold beim Treffen im Restaurant des Tenniscenters Trimbach.

Erste Erfahrungen in Trimbach

Hier – unweit ihres Wohnorts Kappel entfernt – hat Tamara Arnold ihre neue Trainingsbasis gefunden. Für die 17-Jährige ist es eine Rückkehr zu ihren Wurzeln, hat sich doch im Tenniscenter Trimbach ihre allerersten Erfahrungen im Umgang mit Racket und Tennisball gemacht.

Tamara Arnold und ihre Familie haben mehrere Optionen im In- und Ausland geprüft, bevor sie sich entscheiden haben, wo die Tenniskarriere weitergehen soll. «Dabei zeigte sich bald, dass es am besten ist, wenn wir die Organisation des Trainings und der Turniere wieder selber in die Hand nehmen», sagt Vater Rolf Arnold.

Im Wissen darum bemühte sich Marco Meyer, der Leiter des Tenniscenters Trimbach, Tamara Arnold nach Trimbach zu locken. Auch Coach Marek Szklarecki sah in der Zusammenarbeit mit Tamara Arnold eine Chance, sich als Trainer im Leistungssport einen Namen zu machen. «Es ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Aber noch viel wichtiger ist, dass es menschlich sofort gepasst hat», so Rolf Arnold.

Seit wenigen Wochen trainiert Tamara Arnold nun in Trimbach unter der Leitung von Marek Szklarecki. Aufschlags- und Konditionstrainings absolviert sie mehrheitlich selbstständig, dazu kommen verschiedene Sparringeinheiten und Trainingsmatches mit Spielern aus der Region. «Diese Art des Trainings ist natürlich eine kleine Umstellung im Vergleich zu Biel, wo alles am selben Ort war. Aber gerade die Abwechslung gefällt mir. Ich muss mich an verschiedene Orte und verschiedene Spieler anpassen, das ist sicher hilfreich», sagt Tamara Arnold, die weiterhin gleich viel trainiert wie zuvor in Biel.

Nächster Schritt ans College?

Aufgrund fehlender finanzieller Unterstützung, um voll auf die Karte Tennis setzen zu können, arbeitet die 17-Jährige daran, ihre Englischkenntnisse zu verbessern und einen Abschluss auf amerikanischem Hochschulniveau zu erreichen. Dies mit dem Hintergedanken, allenfalls im nächsten oder übernächsten Sommer an ein College in Amerika zu wechseln, um dort an ihrer Karriere weiterzuarbeiten. «Noch ist nichts definitiv, aber an einem College in Amerika Tennis zu spielen und daneben eine gute Ausbildung zu machen, würde mich schon reizen», sagt Arnold, die aber nach wie vor eine Profikarriere anstrebt.

Bevor es aber soweit ist, an einen Wechsel nach Amerika zu denken, möchte Tamara Arnold sobald wie möglich ihr WTA-Ranking verbessern. Den ersten Schritt hat sie vor knapp zwei Wochen in Sion gemacht, als sie sich zum ersten Mal für das Halbfinale eines Profiturniers qualifiziert hat. «Dieser Erfolg war super für mein Selbstvertrauen und hat mir einen Riesenschub gegeben», so Tamara Arnold.

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