Badminton
Tabellenleader Solothurn mit einer 1:7-Schlappe gegen Team Argovia

Weil das Team bereits an der Tabellenspitze liegt, fiel es den Spielern schwer die Spannung bei der letzten Partie aufrechtzuerhalten. Damit die Chancen nun für den Schweizer-Meister-Titel intakt sind, müssen die Solothurner das Halbfinal gewinnen.

Katharina Aerni
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Joshua Panier, Team Solothurn.
Sanya Herzig, Team Solothurn.
Monika Fischer, Team Solothurn.
Monika Fischer, Team Solothurn
Christian Boesiger, Solothurn.

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Wagner

Die Solothurner hatten für einmal das Nachsehen. Sie fingen eine 1:7-Niederlage ein. Obwohl fairerweise betont werden muss, dass die meisten Partien der acht Spiele recht ausgeglichen waren und den Nordwestschweizern oft nur das Quäntchen Glück zum Sieg fehlte. Auch musste das Team um Captain Carlos Prieto seine englische Spitzenspielerin Sarah Milne ersetzen.

Damit nicht genug: Im Frauen-Doppel verletzte sich auch noch Monika Fischer (Oberschenkelzerrung). Zudem lief es dem Routinier und ehemaligen Olympiateilnehmer Christian Bösiger nicht wunschgemäss. Er musste nach einem hart umkämpften Einzel gegen Andrew Dabeka fürs Männer-Doppel Forfait geben. Seine Achillessehnen-Beschwerden machten sich wieder bemerkbar.

Die Solothurner Fans munterten ihr Team zwar immer wieder mit «Hopp-Solothurn-Rufen» auf – vergeblich. Es überraschte deshalb nicht, als im Männer-Doppel das Aargauer Heim-Team mit Andrew Dabeka und Joel Gayle den ersten Satz souverän für sich entschied. Dann begann die grosse Aufholjagd der Solothurner. Der Österreicher Michael Lahnsteiner und Titon Gustaman kämpften sich heran und lieferten sich mit den Aargauern ein Hitchcock-Finale. Schliesslich setzten sich die beiden Solothurner durch.

Das Publikum war begeistert von einem qualitativ hochstehenden Match, das kaum hätte spannender verlaufen können. Da fragt man sich, warum eine solch attraktive Sportart nur ein Schattendasein fristet. Solothurns Teamcaptain Carlos Prieto: «Es war schwierig, die Spannung beim letzten Spiel aufrechtzuerhalten, weil wir bereits an der Tabellenspitze sind.» Bei den Playoffs anfangs April gilt es jedoch ernst. «Dann müssen wir den Halbfinal gewinnen, damit die Chancen für den Schweizer-Meister-Titel intakt sind.»

Der bisherige Saisonverlauf ist erfreulich. Denn letztes Jahr hatte das Prieto-Team noch um den Abstieg gezittert - nicht zuletzt, weil sich der Österreicher Michael Lahnsteiner für Olympia qualifizierte. Somit musste Junior Joshua Panier auf dessen Position Nummer 1 spielen. Doch bei den Playoffs beginnt das Ganze wieder bei Null. Wie die Spiele am Sonntag gezeigt haben, ist es an der Spitze der vier besten NLA-Teams eng. Captain Prietos Fazit vom Sonntag: «Wir spielten zwar eine gute, konstante Saison, doch bei den Playoffs gelten andere Gesetze. Insbesondere die Tagesform der Spielerinnen und Spieler wird entscheiden.»

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