Für die Erstliga Classic war es ein Spiel auf sehr hohem Niveau. Die Solothurner bestätigten gegen die U21-Equipe der Zürcher Grasshoppers ihre Leaderposition mit einer eindrücklichen Gesamtleistung.

«Wir haben nicht unverdient gewonnen, denn wir waren ein Stück besser als der Gegner», hielt Solothurns Trainer Dariusz «Darek» Skrzypczak fest. Ihre Sattelfestigkeit und Selbstsicherheit bewiesen die Platzherren gegen einen Gast, der gekommen war, sein Können dominant in einen Sieg umzuwandeln.

Chattons Ausgleich mental wichtig

Obwohl die Truppe von Hakan Yakin mit ihrem Tempospiel druckvoll startete und bereits in der elften Minute in Führung ging, blieben die Ambassadoren unbeeindruckt. Dem Tor ging ein Freistoss voraus, den Oliveira in die Solothurner Mauer setzte, der schliesslich bei Yesilcayir landete und dank einem Ablenker unhaltbar für Jeffrey Grosjean wurde.

«So früh in Rückstand zu geraten ist nicht einfach, aber nach einer Viertelstunde haben wir uns gefunden und wir sind von Minute zu Minute besser ins Spiel gekommen», merkte Skrzypczak an. In der Folge konnten die Einheimischen ihre Abwehr höher stellen und kam zu verschiedenen Chancen.

Diese Tendenz wurde durch den Ausgleich von Chatton unterstrichen (42.). Stauffer spielte von links nach rechts zu Veronica und dieser dem nachmaligen Torschützen zu. «Dieses Tor war für uns sehr wichtig im mentalen Bereich und schloss eine super Aktion ab», sagte der Solothurner Teamchef. Doch auch GC blieb vorher nicht ohne Möglichkeiten.

Chatton doppelte nach

Der weitere Verlauf nach dem Seitenwechsel blieb anspruchsvoll. «In der Pause besprachen wir, was wir verbessern müssen nach dem Sprichwort, nach 90 Minuten müssen wir ein Tor mehr haben als der Gegner», gab Skrzypczak die Marschrichtung vor. Der hohe Rhythmus ermöglichte beiden Seiten weitere Abschlüsse.

Vor einem stark aufspielen Torhüter Jeffrey Grosjean überzeugte die ganze Defensive. «So konnten wir unsere Stärke, das schnelle Umschalten auf die Offensive sehr gut ausspielen», sah es Skrzypczak. Das Führungs- bzw. Siegestor hatte seinen Ursprung in einer mehr minütigen Phase der Einheimischen im Vorwärtsgang (77.).

Wieder war Veronica der Passgeber von rechts zu Chatton. Der Doppeltorschütze stand beim linken Pfosten goldrichtig: 2:1. Die Zürcher liessen nichts unversucht, um wenigstens einen Punkt zu holen. Dadurch kamen beide Equipen noch zu ihren Möglichkeiten. Emotionen und Einsatz fehlten ebenso wenig.  Konditionell hielten ebenfalls beide durch.

«Wir sind 90 Minuten hin- und zurück gerannt, das hat mich positiv überrascht», freute sich der polnische FCS-Trainer. Und mit Blick in die Zukunft, respektive das nächste Spiel beim bereits um acht Punkte distanzierten Zweiten Münsingen sagte er: «Wir setzen uns nicht unter Druck».

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