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Souveräner 4:1-Heimsieg: Der EHC Olten holt gegen die GCK Lions den 7. Sieg in Serie

Der EHC Olten kommt gegen die GCK Lions trotz Fehlstart zu einem souveränen 4:1-Sieg. Ein starkes, spielwitziges Mitteldrittel reichte den Powermäusen zum neunten Sieg im zehnten Meisterschaftsspiel.

Silvan Hartmann
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Der EHC Olten geht auch gegen die GCK Lions als Sieger vom Eis.

Der EHC Olten geht auch gegen die GCK Lions als Sieger vom Eis.

Marc Schumacher / freshfocus

Erst zum zweiten Mal nach dem Visp-Heimspiel wird der EHC Olten in dieser Saison zu Beginn einer Partie mit einem Rückstand konfrontiert: GCK-Toptalent Kyen Sopa tanzt die Oltner Hintermannschaft aus und netzt ein (5.). Dies wenige Sekunden, nachdem Simon Rytz im Tor auf einen Befreiungsschuss aus der neutralen Zone untypische Unsicherheiten zeigte. Doch die Mannschaft schluckt den Fehlstart spielend leicht hinunter, hatten die Oltner doch bereits zuvor drei, vier hochkarätige Chancen verzeichnet, sodass es bloss eine Frage der Zeit ist: Schliesslich lupft Dominic Forget die Scheibe – begleitet mit einer Portion Glück – über GCK-Goalie Meier zum verdienten Ausgleich (15.).

Joel Scheidegger zeigt eine überaus starke Partie und ist Oltens Verteidigungsminister.

Joel Scheidegger zeigt eine überaus starke Partie und ist Oltens Verteidigungsminister.

Marc Schumacher / freshfocus

Der EHC Olten findet in der ersten Pause den in dieser Saison bekannten Spielwitz wieder zurück und powert im zweiten Drittel ohne Rast. Und dennoch braucht es letztlich zwei überragende Einzelaktionen, damit das Drittel doch zugunsten des Heimteams endet. Skorte der EHCO in dieser Phase vier, fünf, ja sechs Tore, die Lions hätten sich nicht darüber beklagen dürfen. Und so ist es Nunn, der nach einem (einmal mehr) starken Knelsen-Bully sofort abschliesst und sein Team – Marke Extraklasse – ins hohe Eck in Führung bringt. Nur drei Minuten später spielt Horansky durch das Zentrum einen Backhand-Pass etwas gar nonchalant, kommt aber dank einer Knelsen-Intervention wieder an die Scheibe, setzt sich durch und düpiert Torhüter Meier auf der Fanghandseite.

Der EHC Olten braucht eine kämpferische Leistung, um die unbequemen GCK Lions zu besiegen - im Bild: EHCO-Stürmer Dominic Weder.

Der EHC Olten braucht eine kämpferische Leistung, um die unbequemen GCK Lions zu besiegen - im Bild: EHCO-Stürmer Dominic Weder.

Marc Schumacher / freshfocus

Im Schlussabschnitt flacht das Spiel stark ab. Viele Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten schleichen sich ein, sodass aufgrund unzähliger Icings kaum ein Spielfluss zustande kommt. Lars Leuenberger mag nach 46 Minuten dem Geschehen nicht mehr folgen und beansprucht mit einer gefährlichen Zweitoreführung im Rücken sein Timeout. Seine Botschaft? «Ich wollte nicht, dass wir wieder das gleiche wie am Dienstag in Winterthur erleben (2:3-Anschlusstreffer nach 3:1-Führung) und sagte dem Team, dass alles gut ist, aber wir nicht auf das Verwalten dieser Führung umstellen dürfen und spielbestimmend bleiben müssen», so Leuenberger nach dem Spiel auf die Nachfrage, was er seinen Spielern mit auf den Weg gab.

Zweifachtorschütze Stan Horansky (r.) ist vor Alexander Braun am Puck.

Zweifachtorschütze Stan Horansky (r.) ist vor Alexander Braun am Puck.

Marc Schumacher / freshfocus

Das Gesagte fruchtet, der EHC Olten agiert wieder aggressiver gegen die unbequemen Lions, sechs Minuten nach dem Timeout fruchtet es in Form des spielentscheidenden 4:1-Treffers: Horansky fälscht mit dem Körper einen Scheidegger-Schuss unhaltbar ab. Es ist der Schlusspunkt auf eine Partie, die der EHC Olten wiederum viel höher hätte für sich entscheiden können.

Mit der letztlich souveränen Leistung und dem 4:1-Heimsieg gegen die GCK Lions kommt der EHC Olten zum siebten Sieg in Serie und zum insgesamt neunten Sieg in zehn Spielen. Platz eins, am meisten Tore geschossen, am wenigsten erhalten. Wahrhaftig gute Zahlen.

Der EHC Olten jubelt mit den 2239 Zuschauern.

Der EHC Olten jubelt mit den 2239 Zuschauern.

Marc Schumacher / freshfocus

Telegramm

Olten – GCK Lions 4:1 (1:1, 2:0, 1:0)

Kleinholz. – 2239 Zuschauer. – SR Fausel/A. Wiegand, Grau/Pitton. – Tore: 5. Sopa (Backman) 0:1. 15. Forget (Mosimann, Hasani) 1:1. 29. Nunn (Knelsen) 2:1. 32. Horansky (Ausschluss Capaul) 3:1. 52. Horansky (Scheidegger, Knelsen) 4:1. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Olten, 6-mal 2 Minuten gegen GCK Lions.

Olten: Rytz (Racciatti); Antonietti, Scheidegger; Lüthi, Schmuckli; Heughebaert, Weisskopf; Maurer; Horansky, Knelsen, Nunn; Hasani, Forget, Mosimann; Wyss, Weder, Lhotak; Oehen, Schwab, Muller.

GCK Lions: Jeffrey Meier (De Boni); Capaul, Burger; Noah Meier, Braun; Büsser, Landolt; Widmer; Sopa, Backman, Hayes; Marchand, Schlagenhauf, Graf; Truog, Mettler, Berri; Spring, Bächler, Steiner.

Bemerkungen: Olten ohne Fuhrer, Hüsler (beide verletzt), Matthys (angeschlagen), Nater, Gurtner sowie Portmann (überzählig; Einsätze in MySports-League).

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