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Nicht aus der Fassung zu bringen: Der EHC Olten holt gegen Thurgau den 14. Saisonsieg im 16. Spiel

7. Triumph im 7. Heimauftritt der Saison: Der EHC Olten kommt gegen Thurgau trotz 7 Verletzten zu einem verdienten 4:1-Sieg und bleibt damit im Kleinholz weiterhin ungeschlagen. Mann des Spiels: Hattrick-Torschütze Stan Horansky.

Silvan Hartmann
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Stan Horansky erzielt drei der vier Tore.

Stan Horansky erzielt drei der vier Tore.

Marc Schumacher / freshfocus

Nicht weniger als sieben Verletzte hat der EHC Olten derzeit zu beklagen, von denen vier Verteidiger sind. Nun könnte man darüber lamentieren, dass die Verletzungshexe sich etwas gar wohlfühlt und nicht mehr aus dem Kleinholz will. Der EHC Olten jedoch geht mit diesem erschwerten Umstand mit beeindruckender Leichtigkeit um – der Oltner Sieges-Zug rollt unentwegt weiter: Auf den 5:0-Derby-Kantersieg vom Freitag liess der EHC Olten am Sonntag gegen den HC Thurgau einen 4:1-Sieg folgen.

Der EHC Olten durfte zum 14. Mal als Sieger vom Eis.

Der EHC Olten durfte zum 14. Mal als Sieger vom Eis.

Marc Schumacher / freshfocus

Genauso wie die 2761 Zuschauenden, die zum Schluss einmal mehr ihren EHC Olten mit stehenden Ovationen feierten, war auch Lars Leuenberger mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Der EHCO-Trainer merkte an, dass Thurgau ligaweit hinter Olten am wenigsten Schüsse auf sein Tor zulässt und sagte:

«Es war nicht einfach, sie haben gut verteidigt. Ich bin froh, dass wir trotzdem einen Weg gefunden haben, Tore zu schiessen.»

Und das tat vor allem einer: Stan Horansky, der nach 37 Minuten seinen Hattrick komplettiert hatte. Allgemein war Oltens erste Sturmlinie mit Knelsen und Nunn an der Seite des Slowaken einmal mehr in bestechender Form. Bereits nach drei Minuten vollendete Horansky eine äusserst sehenswerte Passstafette.

Thurgaus Defensive riegelt ab

Als dann Muller nach einer eher fragwürdigen Goaliebehinderung auf die Strafbank musste, nutzte dies Thurgaus Derungs in Überzahl und gegen den Spielverlauf mit seinem 14. (!) Saisontreffer resolut aus. Hingegen belohnte Horansky seine Teamkameraden für ein engagiertes Startdrittel mit der 2:1-Führung, in dem er noch vor der ersten Pause im Slot abstaubte.

Dominic Weder im Zweikampf gegen Patrick Parati.

Dominic Weder im Zweikampf gegen Patrick Parati.

Marc Schumacher / freshfocus

Doch in der Folge tat sich der EHC Olten immer schwerer, nennenswerte Chancen zu verzeichnen, da Thurgaus Defensive oft bereits in der Mittelzone Oltens Laufwege schloss. Und so hatten sich die Powermäuse bis zur 37. Minute gedulden müssen, ehe Horansky zum vorentscheidenden 3:1 erhöhte.

Im Schlussabschnitt spielte der EHC Olten die Zweitore-Führung exzellent herunter. Antonietti rundete den verdienten Sieg mit einem ansehnlichen Empty Netter, hinter der eigenen Grundlinie stehend über das ganze Spielfeld, in den Schlussminuten ab.

Ruppige Spielweise: Oltens Robin Schwab kommt die Thurgauer Härte von Nico Lehmann zu spüren.

Ruppige Spielweise: Oltens Robin Schwab kommt die Thurgauer Härte von Nico Lehmann zu spüren.

Marc Schumacher / freshfocus

Verstärkung aus der MySports-League: Einer von Basel, zwei von Huttwil

Nachdem sich Cyril Oehen am Donnerstag im Training und Dan Weisskopf im Freitagsspiel verletzten, musste Sportchef Marc Grieder reagieren: Mit Basel-Verteidiger Jan Wieszinski sowie den Huttwil-Stürmern Michael Lüdi und Hannes Kobel konnte Lars Leuenberger wieder 22 Spieler aufstellen. «Sie haben es gut gemacht», bilanzierte er. Insbesondere Michael Lüdi als Center der vierten Linie trat frech auf und verzeichnete zwei, drei hochkarätige Chancen.

Ob sie auch in den nächsten Spielen zum Einsatz kommen, wird wohl nicht zuletzt auch von Dan Weisskopfs Diagnose abhängig gemacht. Er wird heute Montag genauer untersucht.

Klar ist: Dieser EHC Olten lässt sich auch mit sieben Verletzten nicht so einfach aus der Fassung bringen: 14. Saisonsieg im 16. Spiel und 7. Triumph im 7. Heimauftritt der Saison – Platz 1. Eine Machtdemonstration vor eigener Kulisse! «So soll es sein», sagt Leuenberger schmunzelnd zu den absoluten Traumzahlen. Und macht Werbung für sein Team: «Die Stimmung war schon heute super. Aber es wäre cool, wenn wir die Hütte mal vollbringen würden. Die Spieler haben es verdient.» Und dies am liebsten ohne Verletzungshexe im Stadion.

Telegramm

Olten - Thurgau 4:1 (2:1, 1:0, 1:0)

Kleinholz. – 2761 Zuschauer. – SR Fausel/Salonen, Bichsel/Meusy. – Tore: 3. Horansky (Nunn, Knelsen) 1:0. 11. Derungs (Ausschluss Muller) 1:1. 19. Horansky (Knelsen, Antonietti) 2:1. 37. Horansky (Nunn, Antonietti) 3:1. 58. Antonietti (Rytz; ins leere Tor) 4:1. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Olten, 3-mal 2 Minuten gegen Thurgau.

Olten: Rytz (Matthys); Antonietti, Wyss; Lüthi, Schmuckli; Scheidegger, Nater; Wieszinski; Horansky, Knelsen, Nunn; Lhotak, Forget, Mosimann; Muller, Weder, Hasani; Portmann, Lüdi, Schwab; Kobel.

Thurgau: Rüegger (ab 21. Minute: Janett); Parati, Soracreppa; Schmutz, Bircher; Törmänen, Kühni; Forrer, Moor; Derungs, Palmberg, Ang; Hollenstein, Hobi, Spannring; Petrig, Rundqvist, Binias; Lehmann, Fritsche, Bischofberger.

Bemerkungen: Olten ohne Oehen, Fuhrer, Heughebaert, Weisskopf, Maurer, Gurtner, Hüsler (alle verletzt).

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