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Endlich! Der EHC Olten beendet mit einem 5:2-Sieg gegen Schlusslicht Winterthur die Negativserie

Der EHC Olten findet mit einem 5:2-Sieg beim Tabellenschlusslicht Winterthur zum Siegen zurück. Es ist gleichzeitig ein geglücktes EHCO-Debüt von Assistenztrainer Rolf Schrepfer.

Silvan Hartmann
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Nach acht Niederlagen in Serie will der EHC Olten gegen Winterthur endlich wieder gewinnen.
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Die Oltner starteten druckvoll in die Partie.
Jerome Portmann im Zweikampf mit Nico Engeler.
Mason McTavish deckt gegen Winterthur-Verteidiger Engeler die Scheibe ab.
Oltens Dominic Weder in Aktion im ersten Drittel.
Winterthurs Fabio Arnold gegen David Stämpfli und Torhüter Silas Matthys.
Silas Matthys pariert einen Abschluss von Fabio Arnold.
Der Führungstreffer für Olten. Garry Nunn lässt Joel Messerli keine Chance.
Dominic Weder umkurvt das gegnerische Tor.
Joel Sigg bedrängt EHCO-Topskorer Garry Nunn.
Evgueni Chiriayev lenkt den Puck noch entscheidend ab und erzielt das Tor zum Schlussstand von 5:2.
2:2-Torschütze Mason McTavish mit einem Abschluss im Schlussdrittel.
Jubel bei Olten nach dem Spiel. Nach acht Niederlagen in Serie gelingt den Powermäusen gegen Winterthur der Befreiungsschlag.

Nach acht Niederlagen in Serie will der EHC Olten gegen Winterthur endlich wieder gewinnen.

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Nach 32 Tagen ohne Dreipunkte-Sieg findet der EHC Olten wieder zum Siegen zurück. Endlich, ja, endlich gelingt dem EHC Olten der langersehnte Befreiungsschlag! Und dieser 5:2-Sieg beim Tabellenschlusslicht Winterthur bedeutet gleichzeitig, dass Assistenztrainer Rolf Schrepfer das EHCO-Debüt geglückt ist. «Es tut allen gut, dass wir endlich diese Negativserie ablegen und wieder mal gewinnen konnten – vor allem auch der Seele», sagte er nach dem Spiel. Die Erleichterung war beim EHC Olten gross, auch Schrepfer konnte sie nicht verbergen. «Es macht einfach mehr Spass, glückliche Gesichter in der Garderobe zu sehen.»

Er habe eine verunsicherte Mannschaft ohne Selbstvertrauen angetroffen. «Es ist wie bei anderen Teams auch nach einer solchen Serie: Die Spieler halten die Stöcke, als wären diese 100 kg schwer, die Beine sind schwer, die Angst, Fehler zu begehen, ist gross. Ich hoffe, wir konnten das nun mit diesem Sieg ablegen.»

18 Strafminuten erschweren das EHCO-Leben

Dahinter bleibt aber trotz Befreiungsschlag vorerst ein grosses Fragezeichen zu setzen. Denn so komfortabel sich der Sieg gegen das Schlusslicht im Telegramm liest, so beschwerlich war der Weg für die Oltner zu den vielgesuchten drei Punkten.

Der EHC Olten, notabene das ligaschwächste Team der letzten zehn Spiele, startete behäbig. Zwar nutzte Garry Nunn Oltens erstes Powerplay zur Führung aus, doch danach begingen die Powermäuse sträfliche individuelle Fehler, weshalb man sich nach 24 Minuten mit einem 1:2-Rückstand konfrontiert sah.

Schrepfer zeigte sich insbesondere in dieser schwierigen Phase auf der EHCO-Bank als aktiver Unterstützer, mal war er der emotionale Pusher, mal gab er mittels Taktiktafel Hinweise im 1-zu-1-Gespräch – etwas, das zuletzt im EHCO-Umfeld besonders vermisst worden war. «Das ist mein Naturell. Wir wollen die Spieler besser machen und manchmal hilft es, den Spieler sogleich auf seinen Fehler aufmerksam zu machen. Wir wollen ja alle gewinnen», meinte Schrepfer.

Und zu diesem «Gewinnen» kam der EHCO schliesslich mit einer Leistungssteigerung im Mitteldrittel, in dem man zurückfand zum gradlinigen, simplen Spiel: Erst glich McTavish mit seinem zweiten EHCO-Tor aus, worauf Schirjajew und Neuzuzug Schwab zum 4:2 erhöhten. Doch statt weiter daran anzuknüpfen und etwas für das mehr als angeschlagene Selbstvertrauen zu tun, machten sich die Oltner mit Strafen das Leben selber schwer. Insgesamt bekam der EHCO neun (!) Zweiminuten-Strafen aufgebrummt. «Gegen besonders starke Gegner gewinnt man dann solche Spiele nicht. Die vielen Strafen müssen wir unbedingt noch abstellen», hielt Schrepfer fest.

Hoffnungsträger Horansky erst am Samstag dabei

Herausgestrichen werden dürfen die Leistungen der zuletzt viel kritisierten Importspielern. Sowohl Knelsen (4 teilweise zauberhafte Assists!) wie auch Nunn (1 Tor, 2 Assists) waren endlich wieder einmal die erwarteten Leistungsträger.

Der EHC Olten empfängt nun am Samstag die GCK Lions. Er wird es wohl erstmals mit B-Lizenzspieler Stanislav Horansky tun. Der Oltner Hoffnungsträger wurde gestern noch nicht eingesetzt und stösst erst heute zum Team, nachdem er erst kürzlich bei Ambri noch eine Quarantäne abzusitzen hatte und deshalb mit den «Return-to-Play»-Empfehlungen der Liga noch nicht einsatzbereit war.

Telegramm

Winterthur - Olten 2:5 (1:1, 1:3, 0:1)

Zielbau Arena. – Keine Zuschauer. – SR Müller/Potocan, Bichsel/Haag. – Tore: 9. Nunn (Schirjajew, Knelsen; Ausschluss Brace) 0:1. 14. Wieser (Brace, Arnold) 1:1. 24. Bleiker (Puide) 2:1. 30. McTavish (Knelsen) 2:2. 33. Schirjajew (Nunn, Knelsen) 2:3. 35. Schwab (Oehen) 2:4. 53. Schirjajew (Knelsen, Nunn; Ausschluss Bozon) 2:5. – Strafen: 4-mal zwei Minuten gegen Winterthur, 9-mal zwei Minuten gegen Olten.

Winterthur: Messerli (ab 40.00 Gianola); Engeler, Sigg; Pozzorini, Birchler; Steinauer, Raggi; Bachofner, Sluka; Bozon, Hess, Haldimann; Brace, Wieser, Arnold; Braus, Allevi, Oana; Bleiker, Puide, Krayem.

Olten: Matthys (Racciatti); Stämpfli, Lüthi; Elsener, Philipp Rytz; Maurer, Weisskopf; Suleski; McTavish, Knelsen, Nunn; Othmann, Schirjajew, Wyss; Schwarzenbach, Fuhrer, Oehen; Fogstad Vold, Weder, Portmann; Schwab.

Bemerkungen: Olten ohne Rexha, Simon Rytz, Stauffacher, Hüsler (alle verletzt), Horansky, Heughebaert, Nater, Gurtner, Daneel, Halberstadt (alle überzählig) sowie Paupe (abwesend).

Partie verpasst? Lesen Sie den Spielverlauf hier im Liveticker nach:

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