Swiss League
Ein Hattrick-Junior, fleissige Assists-Punktesammler und stille Schaffer: Der EHC Olten schiesst Winterthur 9:2 ab

Der EHC Olten erfüllt gegen Schlussdrittel Winterthur dank 5:0-Schlussdrittel die Pflicht und gewinnt 9:2 - trotz verletzt fehlendem Stan Horansky.

Silvan Hartmann
Drucken
Teilen
Der EHC Olten empfängt im Kleinholz den EHC Winterthur. Bereits vor einer Woche trafen die Powermäuse auf den gleichen Gegner und gewannen souverän mit 5:2.
22 Bilder
Auch dieses Mal gelingt den Oltner ein Start nach Mass. Leonardo Fuhrer jubelt bereits nach elf Minuten über seinen Treffer zum 1:0.
Zwei Minuten später können die Dreitannenstädter erneut jubeln. Torschütze Dan Weisskopf lässt sich von seinen Teamkollegen feiern.
Leonardo Fuhrer vor dem Tor von Damian Stettler.
Der Jubel nach dem 3:0. Dion Knelsen, Simon Luethi, Mason McTavish und Evgueni Chiriayev gratulieren Dan Weisskopf zu seinem Treffer.
Winterthur-Torhüter Damian Stettler hat im ersten Drittel alle Hände voll zu tun.
Evgueni Chiriayev versucht die Scheibe noch entscheidend abzulenken.
EHCO-Verteidiger Robin Schwab deckt gegen Tim Wieser den Puck ab.
Nach einem überzeugenden Startdrittel geht der EHC Olten mit einem 3:0-Vorsprung in die erste Drittelspause.
 Winti-Vertediger Ari Shane Birchler drückt Leonardo Fuhrer ins Tor.
EHCO-Topskorer Garry Nunn setzt sich im zweiten Drittel gegen Ari Shane Birchler durch.
Leonardo Fuhrer wirbelt vor dem gegnerischen Tor.
Garry Nunn mit der Scheibe im gegnerischen Drittel.
Cyril Oehen wird von Rihards Puide bedrängt.
Oltens Diego Schwarzenbach gegen Torhüter Damian Stettler und Samuele Pozzorini.
Das Tor zum 4:1. Damian Stettler wird von McTavish in der Ecke bezwungen.
Jubel bei Torschütze Mason McTavish und seinen Teamkollegen. Der Youngster glänzt im Kleinholz mit einem Hattrick.
Jubel beim EHC Olten, Enttäuschung bei Winterthur nach dem 5:2 durch Mason McTavish.
Drei Minuten später klingelts erneut im Winterthurer Kasten. Diego Schwarzenbach versenkt die Scheibe zum 6:2.
Mason McTavish (vorne) jubelt über das Tor zum 8:2. Der Torschütze ist Garry Nunn, der drei Minuten später noch zum 9:2-Endstand trifft.
Die Powermäuse legen im Schlussabschnitt einen Sturmlauf hin und erzielen fünf Treffer.
Am Ende feiern Fredrik Söderström und sein Team einen souveränen 9:2-Heimsieg. Damit setzen die Oltner ein dickes Ausrufezeichen im Kampf um die Playoffs.

Der EHC Olten empfängt im Kleinholz den EHC Winterthur. Bereits vor einer Woche trafen die Powermäuse auf den gleichen Gegner und gewannen souverän mit 5:2.

freshfocus

Und dann fallen sie plötzlich rein: Innert fünf Minuten stellt der EHC Olten im Schlussabschnitt von 4:2 auf 8:2 und erfüllt gegen den Tabellenletzten EHC Winterthur mit einem 9:2-Sieg letztlich die Pflicht.

Mehr als das war es aber dann aber auch doch nicht. Denn die Powermäuse bauten nach einem effizienten 3:0-Startdrittel stark ab, sodass der Mittelabschnitt gegen ein mageres Winterthur, das bloss mit elf Stürmern antrat und auf gewichtige Teamstützen verzichten musste, mit 1:2 verloren ging. «Ich bin zufrieden mit dem Start und dem dritten Drittel. Aber ich sagte den Spielern in der zweiten Pause: Es liegt in unserer Verantwortung, uns mit einem solchen zweiten Drittel nicht zu begnügen. Umso glücklicher bin ich damit, was wir danach zeigten», bilanzierte Trainer Fredrik Söderström nach dem Spiel zufrieden und hielt fest, dass es weitere wohltuende drei Punkte sind. «Ich würde nicht behaupten, dass wir unser Selbstvertrauen komplett zurückgewonnen haben. Aber wir sind auf einem guten Weg, wieder dorthin zu gelangen, wo wir diesbezüglich mal standen.»

Die Oltner brachten diesen 9:2-Sieg auch ohne ihren neuen Hoffnungsträger Stan Horansky zustande. Die Ambri-Leihgabe verletzte sich an der Hüfte, weshalb Kent Daneel neben Othmann und Schirjajew in die zweite Reihe rutschte und Fogstad Vold als 13. Stürmer auflief. Wie lange Horansky ausfällt, soll sich heute in einem Untersuch herausstellen.

Das Gute: Statt Horansky sprangen andere in die Bresche und übernahmen Verantwortung. Da war etwa Mason McTavish, dem erstmals in der Swiss League ein Hattrick gelang und zurecht zum Mann des Spiels gekürt wurde. Da waren auch fleissige Assists-Sammler, wie etwa Verteidiger Simon Lüthi mit 5 Pässen, allesamt in Überzahl gespielt. Da waren aber auch wiederum die Importspieler zur Stelle, Knelsen (1 Tor, 3 Assists) und Garry Nunn (2 Tore, 3 Assists). Und da waren vor allem auch die unzähligen stillen Schaffer, wie etwa Oehen, Fuhrer oder Othmann, die mit viel Einsatzbereitschaft die kämpferische Fleissarbeit erledigten.

Den Spielwitz vermissen lassen: 16 Schüsse in die Beine des Gegners

Dem EHC Olten ist trotz 9:2-Sieg vorzuwerfen, dass er noch weit entfernt ist von Playoffeishockey und liess gleichzeitig mit dem Puck am Stock den so wichtigen Spielwitz vermissen. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Abschlüsse der Powermäuse nicht weniger als 16 Mal geblockt wurden.

Für Simon Lüthi, der sich nicht daran erinnern könne, in der Profikarriere jemals fünf Assists in einer Partie gespielt zu haben, ist klar: «Diese Leistung wird in den Playoffs nicht reichen. Wir müssen uns auch in den nächsten Spielen noch einmal steigern.» Wer eine solche Aussage nach einem 9:2-Sieg tätigt, der strebt nach mehr. Und will den höheren Ansprüchen ein Stück weit gerechter werden. Noch würde man nicht als Erstes in der Kabine auf die Resultate der Direktkonkurrenten blicken. «Klar beginnt man mal zu rechnen. Aber wir müssen unsere Arbeit erledigen», so Lüthi.

Der Blick auf die Tabelle verrät, dass der EHC Olten Platz 6 mit zwei Punkten Vorsprung auf La Chaux-de-Fonds verteidigt. Und weil Thurgau gegen Ajoie verlor, liegt vier Spiele vor Schluss sogar noch Platz 5 im Bereich des Möglichen. Am Samstag reist der EHC Olten zu den GCK Lions. Es ist angesichts der derzeitigen Situation nicht mehr als eine herausfordernde Pflichtaufgabe.

Telegramm

Olten - Winterthur 9:2 (3:0, 1:2, 5:0)

Kleinholz. – Keine Zuschauer. – SR: Fluri/Nikolic, Pitton/Wermeille. – Tore: 10. Fuhrer (Wyss, Schwarzenbach) 1:0. 14. Weisskopf (Philipp Rytz, Wyss). 15. Nunn (Lüthi, Knelsen; Ausschluss Steinauer) 3:0. 28. Haldimann (Bozon) 3:1. 33. McTavish (Knelsen, Lüthi; Ausschluss Bozon) 4:1. 34. Puide (Wieser; Ausschluss Wyss) 4:2. 51. McTavish (Maurer, Nunn) 5:2. 53. (52:23) Schwarzenbach (Fuhrer, Wyss) 6:2. 53. (52:53) McTavish (Lüthi, Knelsen) 7:2. 56. Knelsen (Nunn, Lüthi; Ausschluss Bozon) 8:2. 59. Nunn (Knelsen, Lüthi; Ausschluss Hess) 9:2. – Strafen: 6-mal 2 Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Stämpfli) gegen Olten, 9-mal 2 Minuten gegen Winterthur.

Olten: Matthys (Stauffacher); Stämpfli, Lüthi; Elsener, Philipp Rytz; Maurer, Weisskopf; Nater; McTavish, Knelsen, Nunn; Othmann, Schirjajew, Daneel; Schwarzenbach, Fuhrer, Wyss; Weder, Schwab, Oehen; Fogstad Vold.

Winterthur: Stettler (Gianola); Engeler, Sigg; Pozzorini, Birchler; Steinauer, Bachofner; Raggi; Bozon, Hess, Haldimann; Brace, Wieser, Puide; Braus, Allevi, Lekic; Krayem, Oana.

Bemerkungen: Olten ohne Horansky, Rexha, Simon Rytz, Hüsler (alle verletzt). Winterthur ohne Burkhalter, Bleiker, Torquato, Arnold (alle verletzt).

Partie verpasst? Lesen Sie den Spielverlauf hier im Liveticker nach:

Aktuelle Nachrichten