Swiss League
Alles nur eine Frage der Einstellung: Schliesst der EHC Olten die erste Runde mit 9 Siegen ab?

Der EHC Olten beendet in dieser Woche gegen Winterthur und die GCK Lions die erste von fünf Meisterschaftsrunden – mit 28 von möglichen 30 Punkten?

Silvan Hartmann
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Silvan Wyss beisst sich durch und geht für den Erfolg des Teams voran.

Silvan Wyss beisst sich durch und geht für den Erfolg des Teams voran.

Marc Schumacher / freshfocus

Nur noch die beiden Spiele in Winterthur (heute, 20.00 Uhr) und das Heimspiel gegen die GCK Lions (Samstag, 17.30 Uhr) stehen aus, dann wird der EHC Olten die erste von insgesamt fünf Qualifikationsrunden abgeschlossen haben und gegen jedes Swiss-League-Team einmal gespielt haben. Der EHC Olten hat in den acht absolvierten Partien bewiesen, dass er mit dieser aktuellen Mannschaft zur Spitze der Liga gehört. Als hätte er kein Rezept in der Hand gehalten, wie diese dominanten Powermäuse zu schlagen wären, lobte Thurgau-Trainer Stephan Mair nach dem 4:1-Sieg des EHCO am Samstag leicht resigniert: «Das war die bislang stärkste Mannschaft, auf die wir getroffen sind.»

Tatsächlich nimmt der EHC Olten überaus verdient Position eins in der Swiss League ein, mehr als vier Verlustpunkte auf die Konkurrenz. Am Ende dieser Woche locken nicht für möglich gehaltene 28 von erreichbaren 30 Zählern. Dafür braucht es aber gegen die Aussenseiter Winterthur und die GCK Lions zwei Bestätigungen der bisherigen Leistungen, die durchs Band weg gefielen. Nur zwei Punkte gaben die Oltner bislang ab - und selbst in jenem Auswärtsspiel (2:3 nach Vrl.) gegen Aufstiegsaspirant Kloten hätten die Powermäuse nach einer 2:0-Führung als Sieger vom Eis gehen müssen.

Wyss: «Wir sind uns nicht zu schade, Fehler des andern auszubügeln»

Zweifellos – es harmoniert im Kleinholz. Das beweist auch etwa Stürmer Silvan Wyss am Montagmorgen aufs Neue, der kaum vom Eis zu bringen ist. Ja, er komme derzeit besonders gerne zur Arbeit, bestätigt er schmunzelnd und fügt an: «Wir arbeiten vor allem alle sehr hart, das gefällt mir besonders gut», sagt der Kämpfer vor dem Herrn, der sinnbildlich für die Oltner Harmonie steht: Silvan Wyss, der gewiss auch schon kaltblütigere Tage vor dem Tor erlebte und erst einen Skorerpunkt verbuchen konnte, steckt seinen Kopf nicht in den Sand, geht voran, erledigt Shift für Shift die knochenharte Zermürbungsarbeit, die in einem Teamkonstrukt genauso wichtig zu werten ist wie etwa Tore.

Grosse Freude beim EHC Olten über einen gelungenen Saisonstart.

Grosse Freude beim EHC Olten über einen gelungenen Saisonstart.

Marc Schumacher / freshfocus

Als Aussenstehender fällt insbesondere auf, wie spielend leicht jeder im Team seine für ihn vorgesehene Rolle gefunden und akzeptiert hat. Wyss sagt dazu: «Wir haben einen grossen Teamgeist, wir haben es gut in der Garderobe. Jeder weiss, was er vom anderen erwarten darf und darum sind wir uns auch nicht zu schade, aus Überzeugung Fehler des andern auszubügeln.»

Nach dem beinahe perfekten Spiel gegen Thurgau bleibt nun bloss eine Frage: Wie nur hält man diese enorm hohe Intensität aufrecht? Dass spielerische Qualität vorhanden ist, hat der EHCO mehrfach bewiesen. Trainer Lars Leuenberger ist sich sicher: Es ist bloss eine Frage des Charakters, alles nur eine Frage der Einstellung.

Silvan Wyss: «Wir dürfen uns nur nicht zufriedengeben, in den Trainings weiter hart arbeiten und am besten gar nicht gross darüber nachdenken, gegen wen wir spielen. Denn wir haben uns nun das Selbstvertrauen aufgebaut, dass wir uns nur selbst schlagen können. Umso wichtiger ist es, dass wir in jedem Spiel mental bereit sind, weiterhin die Beine bewegen und dem Gegner unser Spiel aufzwingen.»

Gelingt dies dem EHC Olten, sollte doch eigentlich den 28 von 30 Punkten aus 10 Partien nichts im Wege stehen.

Jubelnde Oltner, hier nach dem Sieg in Sierre. Ob sie auch drei Punkte in Winterthur einfahren können?

Jubelnde Oltner, hier nach dem Sieg in Sierre. Ob sie auch drei Punkte in Winterthur einfahren können?

Pascal Muller/Freshfocus

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