Volleyball
SV Olten: Harter Arbeitssieg und Pflichterfolg bringen fünf Punkte

Der SV Olten beweist in der NLB-Doppelrunde vom Wochenende gegen Münchenbuchsee (3:2) und Chênois II (3:0) Stehvermögen.

Daniel Vega
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Die Oltner Widmer und Lobsiger verunsichern den Genfer Kovar (rechts) am Netz.

Die Oltner Widmer und Lobsiger verunsichern den Genfer Kovar (rechts) am Netz.

HR.Aeschbacher

Im Samstagsspiel empfingen die Oltner den VBC Münchenbuchsee. Mit den routinierten Bernern erhielten die Dreitannenstädter, wie im Vorfeld bereits vermutet, einen harten Brocken serviert. Der erste Satz verlief typisch «oltnerisch». Immer wieder konnte man sich eine komfortable Führung erspielen, die jedoch aufgrund von schlechten Annahmen und unerzwungenen Angriffsfehlern aus den Händen gegeben wurde. Als bei 19:19 die zweite 4- Punkte-Führung verspielt worden war, nahm Coach Schmidt ein Timeout. Offensichtlich zeigte dieses die erhoffte Wirkung, sodass der 25:23-Satzerfolg gebucht werden konnte.

Im zweiten Durchgang waren die Gäste offensichtlich besser im Spiel und fanden die Ordnung. Schnell wurde das Heimteam unter Druck gesetzt und mit konstantem Spiel auf Distanz gehalten. Von einem zunächst kleinen Rückstand vermochten die Berner den Vorsprung auf acht Zähler auszubauen, was gleichbedeutend mit dem lockeren Satzausgleich war. Auch im folgenden Durchgang lag das Oltner Kollektiv stets mit drei bis vier Punkten in Rückstand, ehe der Satz bei 22:22 ausgeglichen werden konnte. Dann zeigten die Gastgeber in der entscheidenden Phase Nerven. Mit 24:26 verloren die Oltner den dritten Satz und standen mit dem Rücken zur Wand.

Zunächst in Rücklage, kämpften die Oltner im vierten Abschnitt um den Einzug ins Tiebreak. Zur Satzmitte vermochten sie den Rückstand in einen 4- Punkte-Vorsprung umzumünzen. Hatte man in der Vorwoche noch mit der Schiedsrichterleistung zu hadern, mussten die Gastgeber diesmal ehrlicherweise eingestehen, dass vermutlich eine Kompensation zu Gunsten der Oltner stattfand. In einigen Ballwechseln, hätten die Unparteiischen gut und gerne auch für die Gäste entscheiden können. Auch dieser Umstand führte zu unsauberen Abschlüssen der Gegner, was für Olten im einen 25:20-Satzerfolg mündete.

Das Tiebreak startete völlig entgegen den Vorstellungen des Heimteams mit einem 1:4-Rückstand, ehe der Motor richtig warm wurde. Der anfängliche Rückstand konnte in eine Führung umgemünzt werden und der Seitenwechsel vollzog sich dann bei 8:6. Bis 11:7 und 14:12 konnten die Oltner die Führung beibehalten, ehe nach einem Sideout zum 14:13 Patrick Steffen mit einem wuchtigen Linienangriff den Sieg für die Oltner besiegelte.

Problemloses Sonntagsspiel

Gegen Schlusslicht Chênois II zeigten sich beim SVO keine Abnützungserscheinungen vom Vortag. Die wie gewohnt auswärts dezimiert, mit nur acht Spielern, angetretenen Genfer, vermochten im ersten Satz keine Akzente zu setzen. Lediglich die Aufholjagd von 22:16 zum 22:21 liess auf einen Patzer der Oltner deuten. Doch rechtzeitig fing sich das Heimteam und vermochte den Satz mit 25:21 für sich zu entscheiden. Während des zweiten Satzes vermochten die Genfer lange Zeit das Spiel offen zu halten. Erst spät vermochte sich das Heimteam entscheidend abzusetzen und den Genfern mit dem 25:21 den letzten Zahn zu ziehen.

Für den dritten Satz nahm Coach Schmidt einige Rochaden vor. Solide und ohne grosse Gegenwehr der Genfer vermochten die Oltner den Satz zu Ende zu spielen (25:19). «Wir können auf ein erfolgreiches Wochenende zurückblicken, mit fünf Punkten aus zwei Spielen. Dennoch ist in dieser Gruppe alles derart eng, dass wir uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen können», meinte ein gelöster Assistenztrainer Naydowski.

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