Supercup

Supercup im Unihockey : Die Qual der Wahl in der Offensive der Wiler-Ersigen

Marco Louis (rechts) spielte in der Vorbereitung auf dem Level von vor drei Jahren, als er in der NLA fünfzig Skorerpunkte realisierte.

Im Supercup vom Samstag misst sich der amtierende Meister und grosse Favorit Wiler-Ersigen mit dem Cupsieger Tigers Langnau um 19:00 Uhr in der Saalsporthalle in Zürich. Wiler spielte eine starke Vorbereitung und scheint für den Supercup bereit zu sein.

Zwei Wochen vor dem Auftakt in die neue Meisterschaft wird in der Saalsporthalle in Zürich bereits der erste Pokal vergeben. Im Supercup trifft Meister SV Wiler-Ersigen auf Cupsieger Tigers Langnau.

Den Emmentalern bietet sich erstmals die Möglichkeit, den Supercup zu gewinnen. Für den SV Wiler-Ersigen dagegen ist es die vierte Teilnahme in fünf Jahren. 2015 setzte sich der Rekordmeister gegen Alligator Malans durch und 2017 gegen GC. Im Vorjahr unterlag das Team von Trainer Thomas Berger Köniz.

Nicht nur aufgrund dieser Erfahrung ist Wiler-Ersigen der grosse Favorit. Mit den finnischen Toptransfers Joonas Pylsy und Krister Savonen scheint der SVWE besser aufgestellt als je zuvor. Captain Tatu Väänänen warnt aber vor dem Spiel: «Wir wissen, dass Tigers Langnau eine Cup-Mannschaft ist, und sind darauf vorbereitet.»

Der Supercup erhöhe die Vorfreude auf den eigentlichen Saisonstart. «Für uns Spieler ist es toll, gleich ein solches Spiel mit vielen Zuschauern und Emotionen bestreiten zu dürfen», sagt Väänänen.

Knappe Niederlagen gegen internationale Top-Teams

Vor ihrem Aufeinandertreffen testeten die Konkurrenten ihre Form an Vorbereitungsturnieren. Und dies sehr erfolgreich. Die Langnauer, die in der vergangenen Saison den Einzug in die Playoffs der NLA verpasst hatten, gewannen den Tigers Cup. Dank Siegen gegen den letztjährigen Halbfinalisten Köniz (6:5), den Beinahe-Absteiger Thun (9:1) und einem 4:2 gegen Tatran Stresovice. Im Final wartete erneut der tschechische Rekordmeister. Langnau setzte sich mit 7:6 durch.

Wiler bewies bei den Latvian Open wie schon bei den Czech Open eine starke Frühform. Im Final rang der SVWE dem aktuellen Champions-Cup-Sieger Tampere aus Finnland ein 5:5 ab und musste sich erst im Penaltyschiessen geschlagen geben.

Déjà-vu im Penaltyschiessen 

Ein kleines Déjà-vu; auch im Final von Prag gegen den schwedischen Topverein Falun stand es 5:5 nach drei Dritteln und Wiler zog im Shootout den Kürzeren. In Lettland war die Konkurrenz noch einmal deutlich stärker. So ist die Leistung noch höher einzustufen. Der SV Wiler-Ersigen scheint bereit für den Supercup am Samstag in Zürich (19 Uhr).

Gegen den finnischen Serienmeister Tampere zeigte die Mannschaft von Trainer Thomas Berger das beste Spiel der ganzen Vorbereitung. In Prag gegen Falun war es vor allem eine Willensleistung gewesen, gegen Tampere dagegen lieferte der SVWE eine spielerische Glanzleistung ab.

Das Startdrittel kann fast als perfekt eingestuft werden. Wiler kontrollierte das Spiel und präsentierte sich im Abschluss effizient – die 3:1-Führung war mehr als verdient. Auch als die Finnen im Mitteldrittel den Ausgleich schafften, hatte Wiler eine Reaktion bereit und zog mit Toren von Bischofberger und Dudovic wieder auf 5:3 weg. Die Berger-Truppe war dem Sieg sehr nahe, verpasste es aber im letzten Abschnitt, in Überzahl kurz vor Schluss die Partie endgültig zu entscheiden. Im Penaltyschiessen scheiterten dann alle drei Wiler-Schützen.

Dudovic und Louis sind die Gewinner der Vorbereitung

Pointiert formuliert kann man festhalten, dass das Team nach der Vorbereitung nur ein Problem hat: das Penaltyschiessen. Das lässt einiges erhoffen für die neue Saison. Auch hinsichtlich des Champions Cup hat der SVWE mit den Leistungen gegen Falun und Tampere eine Duftmarke gesetzt.

Die Gewinner der Vorbereitung sind der 19-jährige Michal Dudovic, der an beiden Turnieren bester Torschütze des Teams war. Zudem Marco Louis, der wieder auf dem Level von vor drei Jahren agiert, als ihn über fünfzig Skorerpunkte gar in den Kreis der Natiaspiranten aufrücken liessen.

Zusammen mit Neuzugang Pylsy bildete das Trio eine Sturmlinie, die auf gleichem Niveau wie die letztjährige Toplinie mit Rentsch, Känzig und Claudio Mutter spielen kann. Mit dem Altmeister Hofbauer und Aggressivleader Affolter fehlten gegen Tampere sogar noch zwei Stammspieler. So kann man durchaus davon sprechen, dass das Wiler-Trainerduo in der Offensive die Qual der Wahl hat.

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