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Subinger Pressing zeigte Wirkung

Erste Niederlage für den FC Trimbach seit einem Jahr – Subingen gewinnt im Solothurner Cup 2:0 und steht im Final. Dort trifft der FCS auf Olten.

«Heute wird es ganz schwierig, unsere Ungeschlagenheit zu verteidigen», sagte Trimbachs Trainer Werner Ulrich vor dem Halbfinal im Solothurner Cup, und er sollte recht bekommen. Subingen gab alles, zog mit viel Aufwand ein hartnäckiges Pressing auf und Trimbach kam in der ersten Halbzeit nur selten über die Mittellinie. Subingens Verteidiger Dominic Müller fing einen Pass nach dem anderen ab und schon rollte die nächste Angriffswelle auf Goalie Lukas auf der Maur zu, der in der Startphase mehrere Unsicherheiten zeigte. Immer, wenn Benjamin Brunner über die rechte Seite nach vorne stach, wurde es gefährlich. So auch in der 26. Minute, als zwar Sandro Iandiorio den Ball mit der Fussspitze noch leicht wegspedieren konnte, dann aber Brunner doch noch so spektakulär foulte, dass der Schiedsrichter gar nicht anders konnte, als auf Penalty zu entscheiden. Topskorer Fragale nahm Anlauf, scheiterte aber mit einem kläglichen Schüsschen am Trimbacher Goalie.

Wunsch des Präsidenten nicht ganz erfüllt

Wenn Trimbach erst einmal das starke Subinger Pressing überwunden hatte, dann zeigten auch sie sehr schöne Kombinationen, die viel Gefahr vor das gegnerische Tor trugen. So war das 0:0 nach einer Stunde ein durchaus gerechter Zwischenstand. Es hätte auch 2:2 heissen können. «Es wäre schon toll, den Solothurner Cupfinal gegen Deitingen zu spielen», sagte Subingens Präsident Kissling Mitte der zweiten Hälfte, «da kämen sicher enorm viele Zuschauer.» Noch stand es 0:0, doch gleich darauf setzte sich Alay Kahraman auf dem rechten Flügel geschickt durch und flankte auf Pascal Winistörfer, der – zwar aus offsideverdächtiger Position – unhaltbar zum 1:0 einschoss. «Das ist doch fair, Trimbach wird Meister und wir Cupsieger», fuhr Kissling scherzend fort. Ob er mit seinem Optimismus recht bekommt, wird sich am Auffahrtsdonnerstag in Zuchwil entscheiden. Allerdings traf in einem Punkt die Prognose nicht zu:

Mit drei Mann in Überzahl

Nicht Deitingen, sondern Olten wird der Gegner sein. Der Sieg der Subinger kam nämlich nie mehr ernsthaft in Gefahr. Als Iandioro bei einem Konter Fragale mit einem groben Foul auf dem Weg zum 2:0 von den Beinen haute, sah der Trimbacher zu Recht die zweite gelbe Karte. Der ebenfalls schon verwarnte Baumgartner spedierte aus Verzweiflung den Ball mit der Hand ins Subinger Tor, was mit der nächsten gelb-roten Karte sanktioniert wurde. In der Nachspielzeit gab es noch direkt Rot an Ozan wegen eines groben Fouls von hinten. Mit drei Mann mehr war es dann für Subingen ein Leichtes, das 2:0 zu erzielen. Es war die erste Trimbacher Niederlage in einem Ernstkampf seit dem 15. Mai 2013.

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