Fussball
Subingen unterliegt Zürich in einem rassigen Spiel mit vielen Emotionen

Trotz Herzblut, Kampf und Leidenschaft verliert der FC Subingen in der 2. Liga inter ein emotionales Spiel, mit je einer roten Karten auf beiden Seiten, gegen das Spitzenteam von Red Star Zürich schlussendlich deutlich mit 2:4.

Dominik Wyrsch
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Subingens Fabian Kummer (links) setzt sich gegen seinen Widersacher Randy Nyafli durch.

Subingens Fabian Kummer (links) setzt sich gegen seinen Widersacher Randy Nyafli durch.

Marcel Bieri

Trotz einer roten Karte gegen Kahraman in der 14. Minute konnten die Subinger gegen Red Star Zürich dank Thomi und Linder mit 2:1 in die Halbzeitpause. Nach zwei individuellen Fehlern vermochten die Zürcher aber das Spiel aber noch zu drehen und gewannen schlussendlich etwas schmeichelhaft mit 2:4.

Es ging gleich hoch zu und her auf dem Sportplatz Affolter in Subingen. Nicht etwa die favorisierten Zürcher, sondern die Einheimischen starteten besser in dieses Spiel. Nach zehn Minuten kombinierten sich die Subinger über mehrere Stationen durchs Mittelfeld und lancierten den schnellen Kummer steil, dessen Hereingabe verwertete Thomi mit einem satten Schuss zum 1:0 für die Wasserämter.

Wenige Zeigerumdrehungen später kam aber das Unheil auf der Gegenseite. Facchinetti wurde steil im 16er angespielt und passte zur Mitte, wo Hasic alleine vor dem Tor von Kahraman etwas ungestüm angegangen wurde. Beide Spieler verpassten den Ball, doch traf Kahraman den Zürcher leicht und der Schiedsrichter entschied auf Penalty. Zudem wurde Kahraman mit Rot vom Feld verwiesen. Scherrer verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 1:1-Ausgleich.

Wer nun aber gedacht hatte, die Zürcher würden die Solothurner fortan dominieren, der sah sich getäuscht. Obwohl mehr am Ball waren es die Schützlinge von Trainer Schüpbach, die energischer vor das Tor von Torwart Elsener drangen. Immer wieder wurde der schnelle Thomi gesucht. So auch in der 25. Minute, als dieser mit dem Ball in den Strafraum eindringen konnte und von Scherrer ebenfalls etwas ungestüm angegangen wurde. Der Subinger Stürmer liess sich nicht zweimal bitten, nahm diese Offerte dankend an und liess sich fallen.

Der nicht immer auf der Höhe des spielerischen Niveaus agierende Schiedsrichter zeigte sofort auf den Punkt. Subingens Captain Linder versenkte den Foulelfmeter souverän zur Pausenführung. Subingen stand auch nach der Pause souverän in der Defensive und gestand Red Star aus dem Spiel heraus keine nennenswerten Chancen zu. Wenn Sie dann einmal zum Abschluss vor dem Tor von Subingens Petrovic kamen, war dieser immer zur Stelle.

Nach einem Foul 35 Meter vor dem Tor konnte Fabbricatore den Freistoss Richtung Subinger Tor schiessen. Der wohl als Flanke gedachte Ball wollte Petrovic am Pfosten vorbeilassen, doch der Ball schlug im rechten oberen Winkel ein. Zum glücklichen Ausgleichstreffer in der 61. Minute. Das Geschehen änderte sich doch auch danach nicht. Red Star war mehr am Ball und die Abwehr um Captain Linder war immer Herr der Lage.

Es brauchte einen scharfen Eckball von Facchinetti, den die Subinger mehrmals nicht weg brachten. Der Zürcher Scherrer ging resolut dazwischen und traf zum schmeichelhaften 2:3. In der Folge hatte dann der eingewechselte Peixoto in der 83. Minute einen totalen Aussetzer und handelte sich wegen einer Tätlichkeit eine dumme rote Karte ein. Damit herrschte Gleichstand auf dem Feld. Facchinetti war es dann, der in der Nachspielzeit einen Konter zum 2:4 abschloss.

So gab es für Subingen trotz einer starken Leistung gegen ein Spitzenteam einmal mehr keine Punkte. Trainer Schüpbach zeigte sich ernüchtert. «Was wir in dieser Rückrunde alles einstecken müssen, ist unglaublich. Zum zweiten Mal zeigten wir über 60 Minuten trotz Unterzahl eine kämpferisch tolle Leistung. Dafür ein dickes Kompliment dem ganzen Team. Dennoch stehen wir nach zwei individuellen Fehlern wieder ohne Punkte da. Schade, die Jungs hätten es durch ihr Engagement verdient, weitere Punkte zu holen.»