Fussball
Subingen souverän: Ein Verteidiger sorgte für die Musik

Wenn Biberist den Ball zirkulieren liess, dann sah das ganz hübsch aus. Aber die nötige Entschlossenheit fehlte. Subingen wirkte dagegen sehr effizient und gewann deshalb den Spitzenkampf der Solothurner 2. Liga verdient 6:0.

Hans Peter Schläfli
Merken
Drucken
Teilen
Subingen kantert Biberst mit 6:0.

Subingen kantert Biberst mit 6:0.

Zur Verfügung gestellt

In der 10. Minute der erste Streich: Freistossflanke Andreas Linder von links, in der Mitte ist Florian Gasche zur Stelle und macht per Kopf das 1:0 für Subingen. In der 34. Minute war es wieder Linder, der die Flanke schlug, aber diesmal war es ein Eckball. Und wieder lief der erst 19-jährige Gasche in den richtigen Slot, und sein Kopfball bedeutete bereits das vorentscheidende 2:0.

„Das zweite Tor kam genau zum richtigen Zeitpunkt, als Biberist besser in Spiel gefunden hatte und zu dominieren begann“, analysierte am Ende Remo Kissling, der Präsident des FC Subingen. Trotzdem habe ihn Biberist etwas enttäuscht. „Es ist ja nicht so, dass wir eine absolute Übermannschaft haben. Aber ohne überheblich zu sein denke ich, dass das 6:0 durchaus verdient ist.“

Biberist nicht chancenlos

Optisch war Biberist gar nicht derart unterlegen, wie es das Schlussresultat vermuten liesse. Die Gäste griffen durchaus gefällig an. Ihre Ballstafetten gingen über viele Stationen, aber mehr in die Breite als in die Gefahrenzone. Immerhin verzeichnete Biberist bei einem Kopfball von Roman Rüegsegger kurz vor der Pause eine gute Chance, aber der Ball ging knapp daneben.

Aber irgendwie fehlte der letzte Zwick, da war zu wenig Entschlossenheit hinter dem Ball. Wer die Torszenen gezählt hatte, musste jedenfalls dem Subinger Präsidenten recht geben. Das Schlussresultat war verdient. Und so stellte man sich auf dem Affolter die Frage, ob die Biberister als Wintermeister wohl gemeint hatten, dass es nun einfach so locker weitergeht mit den Erfolgen?

Entscheidung nach der Pause

Kurz nach der Pause fiel bereits die definitive Entscheidung, als Alessandro Fragale im Nachschuss das 3:0 erzielte. In der 59. ging Patrik Jäggi etwas ungeschickt einen Zweikampf gegen Subingens Topskorer Fragale und es gab einen Penalty. Der Gefoulte trat selber an und knallte den Ball über die Latte. Diesen Fehler machte Fragale wieder gut, indem er die gesamte Biberister Defensive schwindlig dribbelte und dann den Ball dem besser postierten Benjamin Brunner zuschob, der ohne Mühe das 4:0 erzielte.

„Jetzt nehmen wir uns nochmals zusammen, das kann es doch nicht sein“, rief Biberists Goalie Samuel David seinen Vorderleuten zu, nachdem Pascal Winistörfer im Spaziergang das 5:0 gelungen war und sich ein Debakel in Grenchner Dimensionen abzuzeichnen begann. Es nützte nur beschränkt, denn der eingewechselte Samoell Prenaj schoss in der Schlussphase auch noch das 6:0.

Subingen – Biberist 4:0 (2:0)

Affolter. - 200 Zuschauer. - SR von Arx.

Tore: 10. Gasche 1:0. 34. Gasche 2:0. 53. Fragale 3:0. 65. Brunner 4:0. 69. Winistörfer 5:0. 87. Prenaj 6:0.

Subingen: Fiore; D. Misteli, Gasche, Linder, Kummer; Brunner, Büttler (82. M. Misteli), Koch, Müller; Fragale, Winistörfer (75. Prenaj).

Biberist: David; S. Keller, Imbach (72. Stuber); Senn (76. Koeninger), N. Keller; Feder, Thurnheer, Dakaj, Jäggi; Rüegsegger, Krasniqi (68. Özdemir).

Verwarnungen: 43. Thurnheer, 58. Jäggi (beide Foul). - Platzverweis: 90 Turnheer (Foul, gelb-rot).