«Heute stimmte die Einstellung und meine Mannschaft ist kompakt so aufgetreten, wie ich mir das wünsche», sagte am Ende des Spitzenkampfes Erich Hert – der als strenger Kritiker bekannt ist. So fand Subingens Trainer auch diesmal etwas, was zu verbessern wäre: «Es dauerte zu lange, bis wir das zweite Tor machten. Als der Match noch nicht definitiv entschieden war, vergaben wir zu viele Chancen. Und so etwas kann sich rächen.»

Gegen Mümliswil ging aber die Subinger Rechnung prächtig auf. In der ersten Halbzeit hielten die Guldentaler optisch gut mit und zeigten auch ein paar schöne Angriffe, aber so richtig gefährlich wurden sie eigentlich nie. Auf der anderen Seite kam es in der 14. Minute an der Strafraumgrenze vor dem Tor von David Kaufmann zu einem Handsfreistoss. Fabian Kummer schlenzte den Ball ins nahe Eck, wo er vom Innenpfosten ins Netz zum 1:0 sprang. Der Mümliswiler Goalie konnte nur zuschauen.

Im Minutentakt zu besten Chancen

Für den Rest der ersten Halbzeit neutralisierten sich die beiden Teams im Mittelfeld, der Spitzenkampf wurde langweilig. Erst als eine Stunde absolviert war, wurde der Favorit das nächste Mal gefährlich. Aber dann kam Subingen plötzlich im Minutentakt zu besten Chancen, die aber – wie von Hert kritisiert – serienweise vergeben wurden. «Uns fehlt etwas die Breite im Kader und wenn der Gegner spielerisch überlegen ist, dann geht uns irgendwann die Substanz aus», analysierte Mümliswils Trainer Bruno Kaufmann den Einbruch seiner Mannschaft.

So führte ein Abspielfehler in der Vorwärtsbewegung zur Entscheidung. Alessandro Fragale liess sich das 2:0 alleine vor dem Tor nicht entgehen. Der Damm war gebrochen, die Subinger Maschinerie lief wie geölt und die Tore fielen eines nach dem anderen. Den Schlusspunkt setzte allerdings Kevin Widmer, der das Mümliswiler Ehrentor aus sehr spitzem Winkel schoss.

«Nachdem meine Mannschaft in den letzten Runden erlebt habt, dass es nicht genügt, nur ein wenig Fussball zu spielen, war sie heute konzentriert und jeder akzeptierte die Zweikämpfe», meinte Erich Hert am Ende.

Mit dem 5:1-Sieg gegen das bisherige Überraschungsteam Mümliswil hat der grosse Favorit die Verhältnisse in der Solothurner 2. Liga wieder ins rechte Licht gerückt. "Den Ausfall unseres gefährlichsten Stürmers Reto Schärmeli können wir nicht einfach wegstecken", bestätigte dies Bruno Kaufmann. «Wir kamen kaum zu Torchancen und Subingen hat verdient gewonnen.»

Subingen – Mümliswil 5:1 (1:0)

Affolter. - 250 Zuschauer. - SR Bohren. - Tore: 14. Kummer 1:0. 66. Fragale 2:0. 68. Prenaj 3:0. 79. Brunner 4:0. 84. Fragale (Foulpenalty 5:0. 85. Widmer 5:1. 

Subingen: Bracher; Koch, Misteli, Linder, Müller; Brunner, Wiedmann, Xhema, Kummer; Fragale, Prenaj.

Mümliswil: Kaufmann; Kamber, Kanwar, Schalt; R. Disler, Kohler, J. Ackermann, J. Disler, Widmer; D. Ackermann, Reichlin.

Verwarnungen: 32. Wiedmann, 42. Misteli, 52. R. Disler (alle Foul).