2. Liga Fussball
Subingen lässt gegen Blustavia die ersten Punkte liegen

In einem durch viele individuelle Fehler geprägten Match ringt Blustavia dem Favoriten Subingen in der 2. Liga ein verdientes 1:1 ab.

Hans Peter Schläfli
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Yves Galey und der SC Blustavia ärgerten den FC Subingen am vierten Spieltag.

Yves Galey und der SC Blustavia ärgerten den FC Subingen am vierten Spieltag.

Hans Peter Schläfli

Für 90 Minuten verdrängte die Sonne den Dauerregen in der Solothurner Hauptstadt und Subingen begann bei idealen Verhältnissen so, wie man es von einem Favoriten erwarten kann: angriffig, dominant und torgefährlich. «Wir waren zu nervös und meine jungen Spieler hatten wohl etwas Angst vor dem starken Gegner», analysierte am Ende Blustavias Trainer Arben Gjidoda den schlechten Start seines Teams.

Doch der Leader der Solothurner 2. Liga vergab eine Chance nach der anderen. Selbst solche: Als Blustavias Goalie Besnik Fetaj mit der Hand den Fuss von Kevin Künzler traf, entschied Schiedsrichter Uğur Yücetürk nach einer Viertelstunde zu Recht auf Penalty. Doch Aaron Sperisen traf nur den Pfosten und es blieb beim 0:0. Dieser verschossene Penalty hatte im Spiel der Subinger einen Knick zur Folge und Blustavia wurde besser. Die grösste Chance bot sich Christian Oetterli nach einer guten halben Stunde, aber er scheiterte nach guter Vorarbeit von Yves Galey an Subingens Goalie Pascal Schwaller.

Kurz vor der Pause ging es wieder auf der anderen Seite heiss zu und her. So scheiterte zuerst Mitgel Largiadèr alleine vor Goalie Fetaj und dann schoss auch noch Leonardo Baschung aus bester Position über das Tor. Eine Subinger Führung wäre zu diesem Zeitpunkt nicht nur verdient, sie wäre sogar zwingend nötig gewesen.

Blustavias kurze Führung

Die zweite Halbzeit begann wieder mit einer leichten optischen Überlegenheit der Hauptstädter. Es brauchte dann aber einen kapitalen Fehler, um für Aufregung zu sorgen. Subingens Goalie Schwaller spielte einen schlechten Pass auf die linke Seite zu Fabian Kummer, der nur mit grosser Mühe verhindern konnte, dass der Ball ins Aus ging. Dann versuchte Kummer den Rückpass zu seinem Goalie – was Oetterli vorausgeahnt hatte. Blustavias spekulierender Topskorer fing den Ball ab und schoss eiskalt zum 1:0 ein. Doch die Freude dauerte nicht lange. Bei einer Flanke von rechts stand Blustavias Verteidiger Alessandro Choque falsch und der Ball landete in Kevin Künzlers Füssen, der gleich darauf zum 1:1 ausgleichen konnte.

So prägten auf beiden Seiten die Fehler ein sehr spannendes, aber qualitativ nicht gerade hochstehendes Spiel. Subingen hatte zwar deutlich mehr Chancen, durfte sich aber glücklich schätzen, dass Denis Perkolaj kurz vor Schluss das 2:1 für Blustavia vergab. Trotzdem war mit dem Schlusspfiff verhaltener Jubel bei Blustavia zu hören. «Der Verein will ganz auf den eigenen Nachwuchs bauen und die junge Mannschaft muss noch viel lernen», lautete die Analyse des Trainers Gjidoda. Er sei zuversichtlich, dass der SC Blustavia im Kampf gegen den Abstieg bestehen könne.

Subingen kann mehr

Auf der anderen Seite war man ob des Unentschiedens nicht begeistert. «Wir haben die Monate, als sich der Abstieg aus der 2. Liga inter abzuzeichnen begann, bereits die neue Saison vorbereitet», erklärte Subingens Trainer Dominik Ellenberger den guten Start. «Mit der heutigen Leistung bin ich aber nicht zufrieden. Wir können mehr, und das müssen wir auch zeigen, wenn wir wie geplant an der Spitze mitmischen wollen.»
Bemerkenswert auch das trotz des vorangegangenen Regens ausgezeichnet bespielbare Terrain im Mittleren Brühl. Dies erscheint vor allem deshalb interessant, weil der Schweizer Fussballverband das am 29. August im benachbarten Stadion vorgesehene U19-Länderspiel gegen die Slowakei trotz bestem Wetter wegen unbespielbaren Rasens kurzfristig nach Freiburg verlegen musste.