Fast perfekt

Der Motor des Kronfavoriten Subingen kam nur in der Schlussphase der Vorrunde ins Stottern: drei Auswärtsniederlagen in Serie. Am Ende setzte sich das Team von Erich Hert aber mit einem grossen Vorsprung durch. Vor allem dank der nahezu perfekten Rückrunde, in der Subingen 31 von möglichen 33 Punkten holte. Die Wasserämter haben in fast allen Statistiken die Nase vorne: beste Offensive, beste Defensive, bestes Heimteam. Der Aufstieg in die 2. Liga inter ist mehr als verdient.

Grosses Spektakel

Angeführt von Liga-Topscorer Simon Affentranger verbesserte sich Fulenbach in dieser Saison vom neunten auf den zweiten Platz. Einen grossen Anteil am Erfolg hat Trainer Martin Hert, der viel Ruhe in den Verein zurückbrachte. Fulenbach stand in dieser Saison für grosses Spektakel. Die Gäuer haben ihre Torproduktion im Vergleich zur letzten Saison markant gesteigert. Mit 65 Treffern stellt Fulenbach die zweitbeste Offensive der Liga, allerdings haben auch nur drei Mannschaften mehr Gegentore kassiert.

Wintermeister

Nach dem Aufsieg 2011/12 steigerte sich Biberist in den letzten Jahren kontinuierlich: 7. Platz, 5. Platz und jetzt der 3. Schlussrang. Das Team von Vincenzo Salerno überwinterte sogar als Spitzenreiter, leistete sich in der Rückrunde aber einen Durchhänger mit drei Niederlagen in Serie. Doch mit dem Podestplatz haben die Biberister die Erwartungen dennoch mehr als übertroffen.

Cupsieger

Erfolg auf ganzer Linie für den FC Härkingen: Die Büttiker-Elf legte im Vergleich zur letzten Saison nicht nur drei Plätze zu in der Meisterschaft, sondern gewann Mitte Mai in Kestenholz auch den Solothurner Cup. Kontinuität, physische Stärke und eine solide Defensive sind die Erfolgsfaktoren der Härkinger. So richtig aufgeblüht ist in diesem Jahr Jan Büttiker, was seine elf Saisontore beweisen. Hinten hielt Innenverteidiger Yann Weilenmann den Laden zusammen. Er verpasste in dieser Saison keine Minute.

Cupfinal-Verlierer

Der verlorene Cupfinal ist für Bellach die grosse Enttäuschung der Saison. Der 5. Platz in der Meisterschaft, das beste Abschneiden seit der Saison 2005/06, tröstet aber sicher ein wenig über den verpassten Titel hinweg. Was Bellach für eine noch bessere Klassierung gefehlt hat, ist ein Knipser: Mit sechs Toren ist André Zimmermann nämlich bereits der erfolgreichste Torschütze des Teams.

Der beste Aufsteiger

Blustavia auf dem 6. Platz ist der beste Neuling der Liga. Nach dem Abstieg 2013 etablierten sich die Solothurner wieder in der obersten Regionalliga. Nach nur fünf gewonnenen Punkten aus den ersten sieben Rückrundenspielen geriet der SCB kurz in den Abstiegskampf, holte dann aber drei Siege aus den letzten vier Partien und machte im punktemässig dicht gedrängten Mittelfeld der Liga noch ein paar Plätze gut.

Von 2 auf 7

Nach dem Höhenflug in der letzten Saison stürzte Trimbach heuer auf den siebten Platz ab. Zur Halbzeit waren die Niederämter zwar noch bei den Leuten, doch in der Rückrunde resultierten nur elf Punkte. Bejtush Rrustollli übernahm das Team in der zweiten Saisonhälfte. Keine einfache Aufgabe für den ehemaligen FC-Wangen-Goalgetter: Wegen gesperrter und abwesender Spieler musste er immer wieder an der Formation schrauben.

Ziel erreicht in Debüt-Saison

Mit dem FC Iliria schaffte ein zweiter Aufsteiger den Ligaerhalt. Die Heimstärke war mehr als die halbe Miete für diesen Erfolg in der ersten Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte: 20 Punkte holten die Solothurner vor eigenem Anhang. Zudem vermochte Iliria in der zweiten Saisonhälfte zuzulegen und gewann in der Rückrunde sechs Punkte mehr als noch in der Vorrunde.

Von Verletzungen eingebremst

Mümliswil, der während der ersten acht Saisonspiele ungeschlagen blieb, beendete die Vorrunde auf dem starken 4. Platz. Dass die 30-Punkte-Marke, wie von Präsident Peter Nussbaumer vor der Saison erhofft, knapp nicht geknackt wurde, lag an den Verletzungssorgen: Stürmer Reto Schärmeli konnte nur acht Spiele absolvieren und in der Rückrunde fiel mit Nicola Ackermann auch noch der teaminterne Topscorer aus. So schoss Mümliswil am Ende von allen Teams am wenigsten Tore und holte im Jahr 2015 nur acht Zähler. In Abstiegsgefahr gerieten die Guldentaler in ihrer zweiten Saison in der 2. Liga indes nie.

Super-GAU abgewendet

In eine ungewohnte Situation kam die GS Italgrenchen, welche in den letzten Jahren jeweils in den Top 4 der Liga klassiert war: Italgrenchen beendete die Vorrunde auf dem letzten Platz, kämpfte sich aber mit neun Punkten aus den ersten vier Rückrundenpartien zurück. Am Ende reichte es dank zweier weiterer Siege gegen Härkingen und Biberist in extremis zum Ligaerhalt, obwohl Italgrenchen beide Direktduelle gegen Deitingen verlor.

Die verflixte zweite Saison

Für den FC Deitingen bewahrheitete sich die Fussball-Weisheit, wonach die zweite Saison nach einem Aufstieg immer die schwierigere ist. Nur 21 Punkte holten die Wasserämter. Zu wenig, letztes Jahr waren es deren 29. Schwach war vor allem die Abwehr mit 52 Gegentoren – nur das Schlusslicht Egerkingen kassierte noch mehr.

Zweiter Anlauf fehlgeschlagen

Der Saisonstart mit dem 3:0-Sieg gegen Fulenbach war verheissungsvoll. Doch dann kam nicht mehr viel vom Aufsteiger Egerkingen. Bereits nach der Vorrunde im Besitz der Roten Laterne, reichte es in der zweiten Saisonhälfte nur zu sechs Punkten. Egerkingen konnte zu keinem Zeitpunkt ein Wort um den Nicht-Abstieg mitreden. Somit scheiterte nach 2012/13, als die Gäuer als Vorletzter mit 22 Punkten abstiegen, auch der zweite Versuch, in der höchsten Liga Fuss zu fassen. An der Qualität der Spieler lag es nicht, eher an deren körperlicher Verfassung. Für den Vorstand wird es sehr schwierig werden, das Team nach der zweiten Relegation innert zwei Jahren zusammenzuhalten.