Die Absicht, den Spitzenkampf dominieren zu wollen, war bei Grenchen von der ersten Minute an zu erkennen. Der Verfolger liess den Ball geduldig in den eigenen Reihen zirkulieren. Das sah gut aus, aber die Beobachter, die genauer hinschauten, bemerkten auch, dass diese Dominanz nur ausserhalb der Gefahrenzone bestand.

Subingen hinten alles im Griff

Subingen hatte hinten alles im Griff und bediente sich einer ganz anderen Taktik. Kaum hatte der Leader den Ball erobert, ging es mit zwei, drei Pässen über die Flügel dorthin, wo man Tore schiessen kann. Und so liess Kevin Künzler in der 8. Minute Dominique Sutter aussteigen.

Im Alleingang schoss der Subinger Topskorer das 1:0. Und bis zur Pause hätte Künzler noch mindestens zwei Tore nachlegen sollen.

Die Grenchner spielten weiter quer, als wüssten sie nicht, wo die Tore stehen. Manchmal brauchten sie bis zu acht Pässe, nur um über die Mittelline zu kommen. Und nach vier weiteren Alibizuspielen war der Ball wieder näher am eigenen Strafraum als an der Gefahrenzone des Gegners.

Das nächste Ungemach zeichnete sich für Grenchen ab, als Kliment Nastoski in der 40. Minute unvermittelt den Platz verliess und sich auf der Bank die Schuhe auszog. «Ich wollte meiner Mannschaft helfen, obwohl ich unter einer Bänderverletzung am rechten Fuss leide», sagte der ehemalige mazedonische Profi. «Leider war es zu früh, die Schmerzen sind zu stark.»

Nach einer Stunde fiel die Vorentscheidung

Die Grenchner Raumdeckung wirkte zu locker. Zu spät wurde die Verantwortung für die Gegenspieler übernommen. Und so fanden die Subinger immer eine Anspielstation. Mit gut tempierten Zuspielen in die offenen Schnittstellen brachte der Leader seine Leute in Abschlusspositon und so gelang Leonardo Baschung nach einer Stunde mit dem verdienten 2:0 die Vorentscheidung.

Der FCG riskierte alles und spielte nur noch mit drei Verteidigern. Exakt zweimal sorgte die verstärkte Offensive der Gäste für ein Raunen bei den vielen Zuschauern. Doch dann war da noch Subingens Bollwerk, Goalie Pascal Schwaller, der nichts zuliess.

Schiedsrichter Markus von Känel machte einen guten Job und er beobachtete in der 82. Minute aus nächster Nähe ein grobes Foul, für welches er Péter Csima ohne zu zögern mit der roten Karte bestrafte. Dieser korrekte Platzverweis brach den Widerstand der Grenchner und Subingen wickelte danach den verdienten Sieg ohne Probleme in trockene Tücher.

Verdienter Sieg

«Subingen hat verdient gewonnen», analysierte Grenchens Co-Trainer Jasar Ajdini nach dem Schlusspfiff, «wir waren heute ungefährlich.» Auf der anderen Seite dankte Dominik Ellenberger seinen Spielern dafür, dass sie seinen Plan so perfekt ausgeführt hatten. «Das 4-1-4-1 mit Christian Moser als zusätzlichem Defensivspieler im Mittelfeld hat genau so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt hatte», erklärte der Subinger Trainer sein erfolgreiches Konzept.

«So konnten wir Grenchens Nummer 10 Fabrizio Laus aus dem Spiel nehmen. Dank schnellem Umschalten sind wir immer wieder gefährlich geworden und wir hätten den Match eigentlich schon vor der Pause gewinnen können.»