2.Liga inter
Subingen gerät nicht in Panik

Der Präsident des FC Subingen Remo Kissling ist vom Potenzial der Mannschaft überzeugt. «Wir bleiben unserer Philosophie treu, mit möglichst vielen eigenen Spielern in der 2. Liga inter bestehen zu wollen.»

Hans Peter Schläfli
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Subingen stellte in der nun doch schon zwölfjährigen Geschichte der 2. Liga inter als einziger Solothurner Verein eine Mannschaft, die an dieser undankbaren Spielklasse nicht zerbrochen ist. «Wir waren uns immer bewusst, dass es schwierig ist. Jedes Solothurner Team, das aufgestiegen ist, musste kämpfen», sagt Präsident Remo Kissling. «Wir bleiben unserer Philosophie treu, mit möglichst vielen eigenen Spielern in der 2. Liga inter bestehen zu wollen. Weil wir nicht um jeden Preis auswärtige Verstärkungen geholt haben, stimmt der Teamgeist und alle haben Spass am Fussball, auch wenn einmal ein Match verloren geht. Selbst wenn es Ende Saison nicht reichen sollte und wir absteigen, bin ich überzeugt, dass sich Subingen nicht in die lange Reihe der Solothurner Mannschaften stellen muss, die auseinanderfallen und gleich noch weiter durchgereicht werden.»

Abstieg ist noch kein Thema

Noch will Kissling aber nichts von einem möglichen Abstieg wissen -– obwohl Subingen in der Gruppe 5 unter dem ominösen Strich liegt. «Ich bin nicht 100-prozentig zufrieden», sagt der 31-jährige Ingenieur, «7 Punkte aus 9 Spielen, das ist nicht genug. Wichtige Punkte haben wir zum Saisonstart verschenkt, insbesondere die Niederlage gegen Herzogenbuchsee tut bis heute richtig weh, denn damals hatten wir deutlich mehr Torchancen.» Der Sieg gegen Küsnacht sei am vergangenen Wochenende besonders wertvoll gewesen. Eine weitere Niederlage hätte möglicherweise die Moral geknickt. Tabellenmässig sehe es zwar noch immer nicht rosig aus, so Kissling, «aber der Glaube und die Überzeugung, dass wir es packen können, sind da.»

Heute sollen gegen das Team Aargau U21 (18 Uhr) weitere Punkte aufs Konto kommen. «Sie sind einigermassen in unserer Reichweite, ich denke, wir können diese drei Punkte buchen», sagt der Optimist.

Verein ganzheitlich stärken

Jetzt ist die richtige Zeit zur Analyse, um in der Winterpause reagieren zu können. Sind Verstärkungen möglich? Versprechen kann Kissling nichts: «Wir sind wachsam und schauen uns um, aber das tun alle anderen Vereine auch. Je mehr Punkte die Mannschaft bis zur Winterpause holt, umso einfacher ist es, einen neuen Spieler zu überzeugen.» Der Vereinspräsident hat aber nicht nur sportliche Ziele, er möchte den FCS als Ganzes stärken. «Wir hatten immer eine gute Vereinsführung und eine positive Kultur. Das macht den Erfolg aus, und das pflegen wir. Das beginnt bei der Klubwirtschaft, geht über die gut ausgebildeten Trainer hin bis zum ‹Verein der Freunde› und dem ‹Verein der Ehemaligen›.»

Damit es weiterhin viel Positives zu berichten gibt, habe man sich dem Pilotprojekt des Schweizer Fussballverbandes angeschlossen, das unter der Bezeichnung «Club Corner» den Vereinen spezielle Computerprogramme, zum Beispiel für die Mitgliederverwaltung und die Vereinsbuchhaltung anbieten will. Remo Kissling: «Um auch in Zukunft zu den führenden Fussballklubs der Region zu gehören, wollen wir die gesamte Administration des FC Subingen professionalisieren.»

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