Alle strengten sich an, der Einsatz stimmte, aber Köniz war trotzdem deutlich besser und gewann verdient mit 4:1. Das Fazit aus Sicht des FC Subingen ist ernüchternd: Der Mannschaft fehlt das gewisse Etwas, das es bräuchte, um sich in der undankbaren Liga durchsetzen zu können.

Es wiederholt sich alle paar Jahre: Nicht zum ersten Mal erlebt Subingen als Solothurner Meister nach der Aufstiegsfeier die grosse Ernüchterung, weil die Qualität für die 2. Liga inter einfach nicht ganz reicht. Die erste halbe Stunde verlief der Match zwar recht ausgeglichen, aber wer genau beobachtete, der bemerkte bereits in dieser ausgeglichenen Phase, dass Köniz technisch feiner spielte und dass die Ballstafetten der Berner etwas zügiger liefen.

Und so fiel auch das 0:1. Der Ball zirkulierte von links nach rechts, alle Subinger kamen einen Schritt zu spät und am Ende kam Dennis Wyder zum Schuss, den er mühelos in die Maschen senden konnte, weil auch Torhüter Pascal Schwaller noch nicht die beste Position in der Goalieecke erreicht hatte.


Es hätte für die Subinger noch schlimmer kommen können, denn gleich darauf traf Luc Gutbub den Pfosten. Auf der anderen Seite ging dann aber auch ein von Peter Csima getretener Freistoss von der Mauer abgelenkt an den Pfosten. Wäre das 1:1 gefallen, hätte der Match vielleicht auch anders herauskommen können.

Nach einer Stunde war alles klar

Nach der Pause nahm das Schicksal aber seinen Lauf. Igor Andrejevic schoss das 2:0 und der Könizer hat mittlerweile mit seinem sechsten Saisontor gleich oft getroffen wie alle Subinger zusammengezählt. Dann lancierte Dennis Wyder einen unwiderstehlichen Konter zum 0:3 und gleich darauf traf auch noch Benny Nguyen zum 0:4. In der Folge schaltete Köniz einen Gang zurück und Subingen bekam die Sache wieder in den Griff.

Dann kam Marc Affolter im Strafraum zu Fall und Alain Kocher verwertete den streng gepfiffenen Penalty zum Ehrentreffer. Sowohl Peter Csima als auch Gianluca Moser trafen danach noch den Pfosten. Das Schlussresultat hätte also etwas knapper ausfallen können, doch die Niederlage wäre trotzdem nicht mehr abzuwenden gewesen.

«Der Unterschied ist zu gross»

«Köniz war klar besser als wir», analysierte Subingens Trainer Dominik Ellenberger. Schuldzuweisungen machte er keine, denn alle Subinger gaben ihr Bestes. Gleichzeitig gab es aber auch niemanden, den man lobend herausheben müsste, denn keiner spielte makellos und fehlerfrei. «Was uns fehlt, ist einer, der einmal aus dem Nichts heraus ein Tor schiessen kann», sagte er. Eigentlich war mit José Pichardo ein solcher Knipser von Birsfelden zu Subingen gestossen, doch der Stürmer verletzte sich im ersten Match schwer am Knie und fällt bis auf Weiteres aus.

«Die Verletztenliste ist lang und es fehlt uns an Qualität. Der Unterschied von der Solothurner 2. Liga zur 2. Liga inter ist zu gross.» Ellenberger sah aber auch Positives: «Marc Affolter und Patrick Riesen sind von Koppigen aus der 3. Liga gekommen und haben sich bestens eingefügt, ebenso der Solothurner Junior Gianluca Moser.» Trotzdem ist klar: Wenn sich Subingen in der Winterpause nicht in jeder Reihe mit einem Mann verstärken kann, ist der Abstieg nicht zu vermeiden.