Solothurner Cupfinal

Subingen erkämpft sich dank geschlossener Teamleistung den Pokal

Mit einer starken Leistung sämtlicher Mannschaftsteile gelang es Subingen, Oltens gefürchtete Offensive in den Griff zu bekommen, sich im Mittelfeld mehrheitlich durchzusetzen und schliesslich verdient den Solothurner Cupfinal mit 3:1 zu gewinnen.

Viel war in letzter Zeit die Rede von Oltens «magischem Dreieck» mit Hasan Osaj, Saban Jakupovic und Luca Schifferle. Subingen zeigte im Solothurner Cupfinal, wie man die drei Ballkünstler entzaubert: In der konzentrierten Raumdeckung der Viererabwehr wurde die hängende Spitze Osaj durchgereicht, ohne ihm Raum zu lassen, und so förmlich «abgelöscht».

Subingen kam so im Mittelfeld zu einem Mann mehr, was sich in einer spielerischen Überlegenheit ausdrückte, die überraschte. Dazu kam, dass Trainer Patrik Schüpbach mit Routinier Andreas Linder einen weiteren Mittelfeldspieler ganz vorne als Stürmer aufstellte, der den Ball halten kann. Dagegen wirkte Olten im Spielaufbau geradezu blass, obwohl mit Marco Mirarchi ein Hoffnungsträger wieder einmal von Anfang an eingesetzt werden konnte.

Traumstart für Subingen

In der 9. Minute deckte Simon Büttler einen Querpass hart an der Grenze zum Foul so ab, das Altay Kahraman frei zum Schuss kam und es hiess 1:0. Oltens Goalie Thomas Husi lenkte wenig später einen Schuss an die Lattenoberkante ab, sonst wäre es bereits 2:0 gestanden.

In der 25. Minute spürte Saban Jakupovic - wie so oft mit seinem sechsten Sinn - dass da ein Verteidiger ein unkontrolliertes Tackling versuchen wird. Er legte sich den Ball etwas vor und fiel über das gestreckte Bein von Nico Probst. Den fälligen Freistoss von der Strafraumgrenze zirkelte Jakupovic gleich selber zum 1:1 ins Tor und liess seinen gestreckten Salto zur Feier des Tages folgen.

Subinger Dominanz

Am Spielgeschehen änderte sich trotzdem nichts. Subingen blieb bestimmend, und so war das 2:1 durch Linder, der eine schöne Kombination abschloss, absolut verdient. Sogar die Entscheidung hätte noch vor der Pause fallen können, als Alessandro Fragale drei Oltner aussteigen liess und Kahraman bediente. Mario Panzeri konnte aber auf der Linie mit einem Fallrückzieher retten.

In der zweiten Hälfte erwarteten die rund 1400 Zuschauer - über den ganzen Tag verteilt seien es sogar 2500 gewesen, meldeten die Organisatoren - einen intensiveren Einsatz der eigentlich favorisierten Oltner, um das Ding noch herumzureissen. Subingen behielt aber alles im Griff, bis Roman Grossenbacher in der 62. Minute an der Strafraumgrenze Topskorer Schifferle etwas gar grob rempelte und der souveräne Schiedsrichter Jeffrey Weber einen strengen, aber akzeptablen Penalty pfiff. Jakupovic schnappte sich den Ball und liess nicht wie üblich Osaj schiessen. Heraus kam ein jämmerlicher Rohrkrepierer eines Penaltys, den Goalie Luciano Fiore abwehren konnte. Trainer Fredy Schmid regte sich total auf, dass sich sein Teamleader in dieser Situation nicht durchsetzte. «Osaj hätte sicher verwertet und der Match hätte ganz anders herauskommen können», meinte Schmid am Ende.

So folgte die definitive Entscheidung nur wenig später: Fabian Kummer entwischte bei einem Bilderbuchkonter über die linke Seite und spielte einen derart exakten Pass auf den Fuss des mitgelaufenen Fragale, dass der keine Mühe hatte, das 3:1 zu erzielen.

Faire verlierer

Olten bemühte sich weiter und verzeichnete kurz vor Schluss noch einen Lattenschuss, aber es war nichts mehr auszurichten. «Der Gegner war besser und hat verdient gewonnen», zog denn auch FCO-Trainer Schmid sein faires Fazit. Derweil jubelten die Subinger und schrien sich vor Freude fast die Lunge aus den Leibern. An diesem Auffahrtsdonnerstag stimmte bei ihnen einfach alles, weshalb sie am Ende den Pokal in die Höhe stemmen durften.

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