Streethockey

Streethockey-Derby bringt durchzogene Zwischenbilanz

Grenchen-Limpachtaler Torschütze Lars Henzi ist nicht zu stoppen.

Grenchen-Limpachtaler Torschütze Lars Henzi ist nicht zu stoppen.

Im Streethockey-Derby setzte sich Grenchen-Limpachtal mit 8:6 gegen Bettlach durch. Für Bettlach sieht die erste Zwischenbilanz mit nur zwei Siegen nun durchzogen aus. Vor allem die Disziplin muss sich verbessern.

Das sah lange nach einem langweiligen Sonntagnachmittag aus, obwohl das Derby zwischen Bettlach und Grenchen-Limpachtal doch sonst immer für Emotionen sorgte. Die Grenchner begannen krass überlegen, Lars Henzi zauberte immer wieder mit seiner Stocktechnik und so lagen die Gäste zur Hälfte der Spielzeit mit fünf Toren vorne.

Für die grosse Show sorgte aber ein Bettlacher. «Dann gehe ich halt nach Hause, wenn du weiter alles so gegen mich entscheidest», sagte Petr Rybon in der 12. Minute wütend zu Schiedsrichter Marco Friedli, als er beim Stand von 0:3 eine kleine Strafe kassierte. Und weil der Tscheche in Diensten von Bettlach weiter schimpfte wie ein Rohrspatz, kassierte er nach einer Viertelstunde auch gleich noch eine zehnminütige Disziplinarstrafe. Rybon schien seine Ankündigung wahr zu machen und verschwand in den Katakomben des Schulhauses Einschlag. Doch nach der ersten Pause sass er wieder auf der Ersatzbank, als wäre nichts gewesen. So verschwand Schiri Friedli in den Katakomben, um das Reglement zu studieren. «Da ein solcher Fall nicht reglementiert ist, darf Rybon weiterspielen», liess Friedli daraufhin den gesunden Menschenverstand walten. Mit zwei Minuten Verspätung konnte es weitergehen

Ungestüme Angriffe

Zur zweiten Pause stand es 1:6 und viele überlegten sich schon, ob es nicht schlauer wäre, jetzt nach Hause zu gehen. Ausser dem ewigen «Gstürm» zwischen den beiden Erzrivalen und mit den Schiedsrichtern war gar nichts los.

Aber dann, zum Start des letzten Drittels, legte Bettlach plötzlich einen Zacken zu. Grenchen-Limpachtal liess sich von der Hektik zu ungestümen Angriffen verleiten, statt gemütlich den Vorsprung zu verwalten. Mit Kontern kam Bettlach Tor um Tor näher, und mit dem 6:8 waren immer noch fast vier Minuten übrig. Zu mehr reichte es aber nicht mehr, denn da setzten die Grenchner endlich die Anweisungen von Trainer Simon Kunz um, der gefordert hatte: «Jetzt macht doch endlich wieder die Drecksarbeit in der Verteidigung und stürmt nicht alle nach vorn.»

«Es war unnötig, wie wir da im letzten Drittel immer wieder auf dem falschen Bein erwischt worden sind», analysierte Kunz am Schluss. «Die Pflichtaufgaben haben wir bisher erfüllt, aber die beiden Niederlagen gegen Oberwil und Belp haben wehgetan. Umso wichtiger war der heutige Sieg.»

Auch für Bettlach sieht die erste Zwischenbilanz mit nur zwei Siegen durchzogen aus. Um auf den angestrebten vierten Platz vorzurücken, muss vor allem die Disziplin besser werden, denn zu viel Kraft wurde mit Reklamieren vergeudet.

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