Weissensteinlauf
Strähl übernimmt Alleinherrschaft beim Weissensteinlauf

Martina Strähl und Christian Mathys sind die grossen Gewinner des 22. Weissensteinlaufs in Solothurn. Bester regionaler Mann war Aron Maria Rudolf als Achter.

Manfred Dysli
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Gewinnt trotz Bauchweh: Martina Strähl aus Oekingen. Roland Jaus

Gewinnt trotz Bauchweh: Martina Strähl aus Oekingen. Roland Jaus

Beim traditionsreichen Weissensteinlauf der Weissenstein Runners gab es mit Christian Mathys und Martina Strähl die erwarteten Sieger. Im Finallauf der achtteiligen Jura-Top-Tour starteten 521 von 553 gemeldeten Läuferinnen und Läufern zum längsten Lauf bei der Kantonsschule Solothurn.

Im 14,1 km langen Rennen mit 1020 Meter Höhendifferenz wiederholte der letztjährige Berglauf-Schweizer-Meister Christian Mathys (Biel-Bienne Athletics) seinen Vorjahressieg am Solothurner Hausberg mit Erfolg vor dem Liestaler Andi Herzig und den beiden Jurassiern Gilles Bailly und Jérémy Hunt, die Hand in Hand ins Ziel liefen.

Die Jury rangierte schliesslich Bailly vor seinem Halbbruder Hunt als Gesamtdritter. Zu seinem erneuten Triumph am Weissensteinlauf meinte der schnellste Swiss-Pilot Christian Mathys. «Das war ein guter Test zwei Wochen vor der Langdistanz-Berglauf-WM in Interlaken.

Denn zuerst forderten mich die zwei Jurassier Bailly und Hunt, und darauf im steilen Asphaltstück oberhalb des Bahnhofs in Oberdorf auch noch Herzig. Zufrieden bin ich aber auch, dass ich heute 45 Sekunden schneller war als im Vorjahr.»

Rudolf schnellster Solothurner

Fünfter wurde der Langenthaler Fabian Kuert, der die Qualifikation für die Langdistanz-WM beim Selektionsrennen in Gstaad nur um einen Rang verpasst hatte. Schnellster Solothurner wurde der 26-jährige Triathlet Aron Maria Rudolf als Achter im Gesamtklassement. Als 13. testete auch der Gerlafinger Nordisch-Kombinierer Tim Hug seine Fitness.

Im Frauenrennen war die zweifache Berglauf-Europameisterin Martina Strähl aus Oekingen erneut eine Klasse für sich. Sie ist nun bei den Frauen mit sechs Triumphen die alleinige Rekordhalterin. Nach ihrem souveränen Sieg vor der mehrfachen OL-Schweizer-Meisterin Bettina Steiger aus Maisprach, die ebenfalls für die Berglauf-WM in Italien in einer Woche selektioniert wurde, meinte Martina Strähl als Erstes im Ziel.

«Heute lief es mir bis auf die letzten drei bis vier Kilometer recht gut, ehe ich Bauchweh verspürte. Das sind Nachwehen von einer Magen- und Darminfektion», ist Strähl überzeugt. «Im Vergleich mit dem Belchen-Berglauf in Olten vor zwei Wochen lief es mir heute aber viel besser.» Drittschnellste Frau am Weissenstein war Andrea Huser, die Gewinnerin des diesjährigen Gigathlons in Olten und frühere Marathon-Europameisterin mit dem Mountainbike.

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