Unihockey

Strafe liess Finalträume platzen

Die beiden auffälligsten Spieler im Duell: Alfred Kurtesi blockt den Schuss von Mümliswils Fabio Mutti.

Die beiden auffälligsten Spieler im Duell: Alfred Kurtesi blockt den Schuss von Mümliswils Fabio Mutti.

Unihockey Mümliswil unterliegt dem Kantonsrivalen Nuglar im Cup-Halbfinal mit 12:19. Eine 5-Minuten-Strafe im Schlussabschnitt wussten die Schwarzbuben eiskalt auszunützen und das Spiel somit zu entscheiden.

Diese Klatsche haben die Guldentaler definitiv nicht verdient. Mümliswil und Nuglar lieferten sich im Halbfinal des Schweizer Cups während 44 Minuten ein Derby auf Augenhöhe. Dann kam die aus Sicht des Heimteams verhängnisvolle 45. Minute: Beim Stand von 10:11 traf Probst seinen Gegner mit dem Schläger unglücklich im Gesicht und bekam dafür eine Fünfminuten-Strafe aufgebrummt. Diese nutzten die Schwarzbuben eiskalt aus und zogen dank fünf Powerplay-Toren uneinholbar auf 16:10 davon. Für Mümliswil platzte in diesen Minuten der Traum von der Cupfinal-Teilnahme am 5. März in der Berner Wankdorf-Halle.

«Die Fünfminuten-Strafe war unser Genickbruch», konstatierte Mümliswils Trainer Steven Nussbaumer nach dem Cup-Out. «Streng nach Reglement muss der Schiedsrichter diese Strafe geben, ein guter Schiedsrichter hätte aber etwas mehr Fingerspitzengefühl gezeigt. Ich denke, so wie er stand, konnte er die Aktion gar nicht richtig sehen. Deshalb war die Strafe überrissen.» Auf den Rückstand von sechs Toren konnte sein Team in den letzten zehn Minuten verständlicherweise nicht mehr reagieren. «Unsere Motivation und Moral waren gebrochen, nach der Strafe hat nichts mehr zusammengepasst bei uns», so Nussbaumer.

Stimmungsvolle Kulisse

Während der ersten beiden Drittel hatte es für die Gastgeber noch sehr gut ausgesehen. Die stimmungsvolle Kulisse mit beinahe 500 Zuschauern schien die Gastgeber zu beflügeln. 4:2 führte Mümliswil nach den ersten zwanzig Minuten. Und auch im zweiten Abschnitt konnte Mümliswil mehrmals vorlegen, doch Nuglar blieb hartnäckig und liess sich nicht abschütteln. Im Gegenteil: Acht Sekunden vor der zweiten Drittelspause glichen die Gäste zum 9:9 aus, nach nur zehn Sekunden im letzten Abschnitt gingen sie erstmals in Führung und machten dann dank eines bestechenden Powerplays den Sack zu. «Wir haben 40 Minuten lang mehr für das Spiel gemacht und waren das klar bessere Team», trauerte Nussbaumer der verpassten Chance nach. «Leider konnten wir nicht davonziehen. Weil wir viel zu viele unnötige Gegentore kassiert haben. Schade, es hat wohl einfach nicht sollen sein.»

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