Vom 30. August bis zum 1. September 2013 findet in Burgdorf das mit Spannung erwartete Eidgenössische Schwingfest statt. Karl Wägli selbst ist erst seit März 2012 Teil dieses Organisationskomitees und wollte sich damit eigentlich eine Beschäftigung zulegen in Hinsicht auf die Pensionierung. «Dass es so eine zeitaufwendige Tätigkeit werden würde, hatte ich mir bei der Zusage nicht gedacht», erzählt Wägli.

Sponsoren im Fokus

Das Team um ihn herum war schon gebildet und arbeitet ehrenamtlich zusammen seit 2009. «Meine Tätigkeit beinhaltet vorwiegend die Mitarbeit im Sponsoring und in der Festplatzgestaltung insbesondere in der Signaletik», erklärt der Abteilungsleiter. Ausserdem ist er mitverantwortlich für den Festführer in Sachen textlicher Aufbau und auch in der Umsetzung der vertraglich festgehaltenen Werbeflächen der Sponsoren. Für diese Tätigkeiten hat man ihm eine Werbeagentur zur Seite gestellt, die sich um den Verkauf der Inserate im Festführer kümmert.

Konzepte für die Budgets

Der Arbeitsprozess an sich verläuft wie bei allen Events ähnlich: In der Abteilung muss für jeden budgetrelevanten Bereich ein Konzept erarbeitet werden. Dieses Konzept wird über die Geschäftsleitung an das Präsidium des OK weitergeleitet und dort nach allen relevanten Gesichtspunkten für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest beurteilt. Dies im Beisein des Bereichsverantwortlichen.

«Wird nach diesen Schritten ein Konzept durch das Präsidium zur Umsetzung freigegeben, folgt die Umsetzung in der Abteilung», fasst Wägli zusammen. Doch wie vermarktet man den grössten Event in der Schweiz? Mit bis zu 52 000 Zuschauern, die in einer extra gebauten Arena Platz nehmen können, sucht er derzeit seinesgleichen. «Dieser Anlass ist an Popularität kaum zu übertreffen, die Attraktionen und die Arena sind Publikumsmagneten», weiss der Marketingverantwortliche.

Kulturelle Attraktion

Neben den sportlichen Anlässen wie Schwingen, Hornussen und Steinstossen sei es aber auch eine kulturelle Attraktion. Am Eröffnungstag findet ein Umzug statt, bei dem die ländliche Emmentaler Kultur zelebriert wird.

Interesse an Zahlen

Als Marketingverantwortlicher interessiert sich Wägli natürlich auch für Zahlen. «Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest erfreut sich derzeit einer sehr grossen Popularität, dieses Jahr erwarten wir bis zu 300 000 Besucher», schätzt Wägli die bevorstehende Situation ein. Ob der Popularitätshöhepunkt in Burgdorf erreicht sein wird, ist sich Karl Wägli nicht sicher. Man dürfe nicht vergessen, dass die Witterungsverhältnisse ebenfalls eine grosse Rolle spielen. «Für das nächste Eidgenössische in Estavayer-le-Lac könnte sich der Zuschauerstrom stabilisieren – diese Möglichkeit besteht durchaus», bilanziert der Schwingfan. Doch mit einem Budget von 25 Millionen Schweizer Franken darf man mit der Entwicklung des grössten Events der Schweiz doch zufrieden sein.