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Start-Ziel-Sieg: WM-Bronze-Gewinner Reto Müller gewinnt den 43. GP Olten

Die 100 Runden von Olten waren bis zum Schluss spannend – trotz des Start-Ziel-Siegs des Schaffhausers Reto Müller, seines Zeichen WM-Bronze-Gewinner.

Reto Müller untermauerte seine Siegesambitionen beim Oltner 100-Runden-Rennen bereits beim ersten Wertungssprint. Der WM-Dritte vom Vorjahr in der U19-Kategorie entschied diesen für sich und holte damit die ersten sechs Punkte. Lukas Rüegg (4), Yves Lütolf (3), Dominik Merseburg (2) und der 25-jährige Niedergösger Severin Sägesser (1) ergatterten die weiteren Punkte.

Der Schaffhauser Reto Müller schaffte es auch bei den folgenden vier Sprints unter die vordersten fünf. Müller wurde Zweiter am Ende der 20. Runde, Dritter nach der 30. und Vierter nach vierzig Runden ums Oltner Bifangschulhaus. Mit seinem zweiten Sprintsieg zur Rennhälfte vergrösserte der 19-Jährige sein Polster auf die Konkurrenz. Müller führte im Zwischenklassement nach fünfzig Runden und 42,5 Kilometern mit 21 Punkten. Jan-André Freuler und Mario Spengler mit je 13 Zählern sowie Giacomo Ballabio mit 11 lagen dahinter.

Impressionen vom 43. GP Olten

Rund 40 Amateur- und Elitefahrer spulten beim 43. GP Olten exakt 100 Runden im Säliquartier ab.

Zu Beginn der zweiten Rennhälfte kams zu einer entscheidenden Zäsur. Initiiert von den drei Ausreissern Freuler, Spengler und Leppert bildete sich eine zehnköpfige Spitzengruppe. Mit dabei auch die Vordersten des Zwischenklassements. Die Ausreisser arbeiteten gut zusammen und konnten dadurch nicht nur die nächsten Sprintwertungen unter sich ausmachen, sondern sogar dem Feld 850 Meter abknöpfen und dieses überrunden.

Rennen bis zum Schluss offen

Reto Müller, der am Ende nur bei zwei Sprints ohne Ausbeute bleiben sollte, war nach achtzig Runden zum dritten Mal der Schnellste. Zehn Runden später schnappte sich zum zweiten Mal Müllers ärgster Widersacher auf den Sieg, der 25-jährige Schwyzer Jan-André Freuler, das Punktemaximum. Müller mit 30 Punkten, Freuler mit 24 und Spengler mit 18 - dies die Ausgangslage vor dem letzten Sprint. Da dieser doppelt zählt, blieb das Rennen bis zum Ende offen. Der Leader zog beim Schlusssprint zwar seinen zweiten Nuller ein, triumphierte aber trotzdem im Oltner Bifangquartier. Es war ein Start-Ziel-Sieg, um den der 19-jährige Ostschweizer aber bis zum Finish schwitzen musste.

Jan-André Freuler musste sich in der Endabrechnung mit Platz zwei begnügen. Nico Selenati vom Team MG Project wurde im Schlusssprint Dritter und schnappte Mario Spengler dadurch noch den dritten Platz weg. Der Niedergösger Severin Sägesser, der sich der Ausreissergruppe hatte anschliessen können, beendete das Rennen auf dem achten Platz. Bei den Frauen gewann Vera Adrian das Rennen mit einer Runde Vorsprung vor Kathrin Hammes. Crystel Matthey fuhr mit zwei Runden Rückstand auf den dritten Podestrang. Carmen Bucher vom Tri Team Oensingen wurde Vierte. Bei den U19-Junioren setzte sich Mauro Schmid vom VC Steinmaur, in der U17-Kategorie Henry Lawton. Bei den Juniorinnen gewann Victoria Stelling.

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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