Biberist
Stars ohne Allüren geben gerne zurück

Weltklasse Zürich gastierte einmal mehr in Biberist. Aushängeschild bei „Jugend trainiert mit Weltklasse“ Zürich in Biberist waren der Speerwerfer Andreas Thorkildsen (NOR) und der Olympia-Vierte über 200 Meter, Wallace Spearmon (USA).

Olivier Winistörfer
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«Jugend trainiert mit Weltklasse» in Biberist
12 Bilder
Wallace Spearmon gibt Tipps für den Start
Amdres Thorkildsen aus Norwegen lässt den Speer fliegen.
Thorkildsen ist zweifacher Olympiasieger.
Jonas Fringeli aus dem Jura
Beim Kugelstossen.
Die Schweizer Leichtathletin Lea Sprunger

«Jugend trainiert mit Weltklasse» in Biberist

H. U. Mülchi

Aufgeregt waren am Dienstagabend die Kinder auf der Bleichematt in Biberist. Alle warteten sie auf ihre Stars. Die 115 Kinder konnten es kaum erwarten, dass die Helden, welche sie sonst im Fernsehen verfolgen, per Helikopter und Auto ankommen würden. Als der Helikopterr dann näher kam, sah man die Mädchen und Jungs die Köpfe in den Himmel strecken.

Als die Superstars, der zweifache Olympiasieger im Speerwerfen Andreas Thorkildsen aus Norwegen und der US-Amerikaner Wallace Spearmon, der in London den vierten Platz im 200-Meter-Sprint holte, ausstiegen, wurde die Jungschar ganz schüchtern. Auch bekannte Schweizer Leichtathletik-Grössen, Léa Sprunger aus der Waadt etwa und Jonas Fringeli aus dem Jura, waren im Vorfeld von Weltklasse Zürich gekommen, um mit den Kindern im Rahmen von «Jugend trainiert mit Weltklasse» zu trainieren.

Ohne Starallüren

Die Spitzensportler legten in keiner Minute Starallüren an den Tag. Sie alberten mit den Kleinen rum und motivierten immer wieder, noch mehr zu geben, und Spass zu haben. «Ich bin hier, weil ich etwas zurück-geben will. Die Kinder sind es wert», erklärt Spearman. Genau so sieht es auch Thorkildsen: «Wir wollen den Kindern etwas beibringen und auch weitergeben.»

Markus Steiner, OK-Präsident des Anlasses, ist deshalb auch überglücklich: «Diese Sportler kommen aus eigener Motivation zu uns, verlangen kein Geld, keine Sonderbehandlung. Es ist einfach schön, dass es solche Sachen noch gibt. Vor allem, dass es in Biberist durchgeführt wird.» Es sei nicht selbstverständlich, dass das Dorf diese Ehre erhalte, erklärt er weiter: «Die Leichtathletik kämpft in unserer Region und bekommt kein Stadion oder Platz, um alle Disziplinen durchzuführen.

Dass Weltklasse Zürich an uns festhält, auch für das nächste Jahr, zeigt aber, dass wir eine gute Jugendarbeit verrichten.» Auch Edi Waldvogel, ehemaliger Schweizer Spitzenathlet und Vater der Leichtathletik-Nachwuchsförderung, ist stolz auf den Event: «Dieser Anlass, den ich mitbegründet habe, wird mich überdauern. Da bin ich mir sicher. Das sehe ich schon nur, wenn ich in die Augen der Kinder schaue.»

Spearmons Tipp

Nachdem jedes Kind ein Autogramm von seinen Idolen erhalten hatte, verabschiedeten sich die internationalen Stars und stiegen wieder in den Helikopter, um in den Abendhimmel zu schweben, und die Kinder mit tollen Erinnerungen zurückzulassen. Den zentralen Tipp, um ein grosser Athlet zu werden, erhielten sie jedenfalls schon von Spearmon: «Trainiert hart und hört auf eure Eltern, die haben oft recht.»