Tennis
Stärkster Europäer: Mischa Lanz brilliert in den USA

Erfolgsmeldung aus dem Nachwuchstennis zum Jahresende: Der Hägendörfer Mischa Lanz (12) erzielte an zwei Turnieren in den USA starke Leistungen und war an der U12-Orange-Bowl, der inoffiziellen WM, der stärkste Europäer.

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Anfang Dezember reiste Mischa Lanz mit der Schweizer Delegation an das Nike Junior Masters in Sandpiper, Florida. Nachdem er bei den Boys U12 die erste Runde souverän gewann, musste er gegen die Nummer zwei des Tableaus antreten. Nach kurzer Zeit lag er 1:6, 1:5 im Hintertreffen, kämpfte sich aber mit einer aussergewöhnlichen Leistung Game um Game zurück und holte sich den zweiten Satz mit 7:5.

Stehende Ovationen erhalten

Trotz der Parforce-Leistung reichte es am Schluss nicht zum Sieg gegen den starken Israeli Yshai Oliel. Im Consolation Field (dem Trosttableau der früh Ausgeschiedenen) erreichte Lanz das Endspiel, in welchem er dem Tschechen Thomas Machac 3:5, 4:5 knapp unterlag. Die Zuschauer honorierten die Leistung der beiden Spieler, welche auf äusserst hohem Niveau spielten, am Schluss mit denkwürdigen Standing Ovations.

Den zweiten Auftritt hatte der Hägendörfer an der Orange Bowl, welche mit 128 Spielern aus allen Ländern sehr stark besetzt war. Obwohl Mischa Lanz von der ersten Runde an meist gegen körperlich überlegene Topspieler aus Kolumbien, den USA, Brasilien und Korea kämpfen musste, erreichte er den Viertelfinal und war damit unter den besten acht Spielern der Welt – und gleichzeitig letztverbliebener und damit bester Europäer. Dann jedoch endete die Erfolgsstory im Hauptturnier, nicht zuletzt durch eine Kaltfront mit sehr starkem Wind. Gegen den aus Aruba stammenden Patrick Sydow resultierte eine Zweisatz-Niederlage. Sydow seinerseits verlor in der Folge den Final gegen Yshai Oliel, welcher Lanz am Nike Junior Masters bezwungen hatte.

Ein starker Gesamtauftritt

Am nächsten Tag konnte Mischa Lanz im Viertelfinal des Consolation-Tableaus nochmals starten und sein Können mit weniger Wind unter Beweis stellen. Dabei gewann er gegen den Amerikaner Fresen nach hartem Kampf mit 7:6 und 6:4. Gleichentags trat Lanz auch noch gegen den Taiwanesen Ho Chen-Jui (1,82m!) an, und da machte sich der Kräfteverschleiss dann bemerkbar: 2:6 und 1:6. Was bleibt vom Ausflug in die USA ist, nicht zuletzt, die wertvolle Erkenntnis, dass Mischa Lanz, ohne gesundheitliche Probleme, 13 Spiele auf höchstem Niveau absolvieren und dabei hervorragende Leistungen zeigen konnte.

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