Eishockey 1. Liga

Starker Auftritt am Rhein - Zuchwil-Regio düpiert Basel

Der Zuchwiler Fabian Born (r.) ist kaum zu bremsen.

Der Zuchwiler Fabian Born (r.) ist kaum zu bremsen.

Der EHC Zuchwil Regio beweist gegen das Spitzenteam des EHC Basel-Kleinhüningen Kämpfer-Qualitäten und gewinnt auswärts mit 5:2.

Zu erwarten war ein derart souveräner Auswärtssieg des EHC Zuchwil Regio beim ambitionierten EHC Basel/KLH nicht wirklich. Mit einem Sieg gegen die Gäste aus dem Kanton Solothurn hätten die Basler die Tabellenspitze übernommen.

«Wir haben sehr gut harmoniert und eine sehr gute Teamleistung abgeliefert», nennt Zuchwil-Stürmer Fabian Born einen Grund für den letztlich klaren 5:2-Erfolg seiner Truppe. Der Langenthaler steht in seiner achten Saison bei Zuchwil Regio und ist damit der Dienstälteste seiner Equipe.

Drei Skorerpunkte

Nach einem ausgeglichenen und torlos verlaufenen ersten Drittel gingen die Einheimischen im Mitteldrittel zwei Mal mittels Distanzschüssen von Spreyermann und Pfennich in Führung. «Wir konnten allerdings gut und wirkungsvoll auf die Gegentreffer reagieren», sagt Born. 53 Sekunden nach dem 1:0 war es der 27-jährige KV-Angstellte gleich selbst, der den Ausgleich markierte.

Beim zweiten Mal dauerte es etwas länger, ehe Marco Müller sein Solo über das gesamte Eisfeld mit dem 2:2 krönte. Noch im Mitteldrittel gelang Kaj Leuenberger mit dem Glück des Tüchtigen - sein Pass wurde von einem Basler Schlittschuh ins eigene Tor abgelenkt - das bereits matchentscheidende 3:2 zugunsten Zuchwils.

«Unsere Absicht war es», so Born, «einfach aufs Tor zu arbeiten. Das haben wir sehr gut getan. Darum, und weil wir den Sieg am Ende mehr wollten als der Gegner, haben wir gewonnen.» Mit zwei weiteren persönlichen Assists beim vierten und fünften Zuchwiler Tor erhöhte der ehemalige SCB-Junior, der bei seinem Stammverein Langenthal als Aktiver nie wirklich eine Chance bekam, auf total sechs Skorerpunkte. Damit ist Born die diesbezügliche Leuchte seiner Truppe, sprich der Topskorer.

Zuhause gegen Adelboden

Das Kollektiv könnte noch zur grossen Stärke des EHC Zuchwil Regio in dieser Saison werden. «Die Mannschaft ist ausgeglichener als in den letzten Jahren», stellt Routinier Born fest. Und: «Die neuen, jungen Spieler haben sich problemlos integriert.» Insofern sind da ein paar Häuptlinge durch Indianer ersetzt worden, was sich bezogen auf die Durchschlagskraft der Mannschaft eher als förderlich zu erweisen scheint.

Dennoch: Die Liga ist derart ausgeglichen, dass es keine leichte Gegner mehr gibt. «Wenn wir eine ähnliche Leistung abrufen wie in Basel, sollte wir am Samstag gegen Adelboden gewinnen. Wenn nicht wird es allerdings sehr schwierig», so Born. Schlusslicht Adelboden ist am Samstag um 18.15 Uhr der nächste Gegner des EHC Zuchwil Regio im heimischen Sportzentrum.

Telegramm:

EHC Basel – EHC Zuchwil Regio 2:5 (0:0; 2:3; 0:2)

St. Jakob Arena. - 521 Zuschauer. - Schiedsrichter: Dereda; Cadonau, Zimmermann - Tore: 23. Spreyermann (Cola) 0:1. 24. Born (Vogt, Messerli) 1:1. 26. Pfennich (Spreyermann) 2:1. 32. M.Müller 2:2. 38. Leuenberger 2:3. 51. Röthlisberger (Born, Bättig) 2:4. 59. Vogt (Born) 2:5 - Strafen: 5-mal 2 Minuten Basel und 4-mal 2 Minuten gegen Zuchwil.

EHC Basel: Osterwalder; Gfeller, Cederbaum; Maurer, Schnellmann; Lent, Fluri, Bichsel; Tuffet, Wüthrich, Mombelli; Pfennich, Cola, Spreyermann; Guantario, D. Rohrbach, Zinkl; Fritz, R. Müller, Morand.

EHC Zuchwil Regio: Zaugg; Kühni, Bösiger; Minder, Hojac; Röthlisberger, Anderegg; Steiner, M.Müller, Leuenberger; Messerli, Vogt, Born; Sahli, T. Rohrbach, Bättig; Nydegger, Scherrer

Bemerkungen: Torschüsse: 26:37 (11:9; 5:22; 10:6). Rony Spreyermann bei Basel und Marco Müller bei Zuchwil als Bestplayers ausgezeichnet. 57. Timeout Basel. Basel ohne Gusset (Elite B) und Voegelin, Asal und Cueni (verletzt).

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