Nach dem angekündigten Rücktritt des langjährigen Präsidenten Rolf Lüdi ist es im Verein zu personellen Rochaden gekommen. Der bisherige Interclub-Verantwortliche, Stefan Glauser, tritt in die Fussstapfen von Lüdi. Dessen Sohn Daniel, übernimmt seinerseits den Posten von Glauser. An der Ausrichtung des Vereins ändern die Mutationen indes nichts. «Wir wollen den Verein so weiterführen, wie bisher», sagt Glauser, der seit zwölf dem Vorstand des TCG angehört.

Der Klub setzt voll auf Identifikation. Sportliche und finanzielle Abenteuer haben in den Überlegungen der Vereinsleitung keinen Platz. Die Zugehörigkeit zur Nationalliga C ist das höchste der Gefühle. «Um eine Liga höher zu spielen, müssten wir auswärtige- oder ausländische Spieler verpflichteten. Das widerspricht unserer Philosophie», beteuert Teamcaptain Tobias von Burg. Ein Markt ist hierfür ist durchaus vorhanden und wirkt verführerisch. «Anfragen gibt es immer wieder», erklärt von Burg. Jüngster Interessent war ein Spieler aus Deutschland, der pro Einsatz 600 Franken verlangte. «Unsere Antwort können Sie sich ja vorstellen», so von Burg, der neben der Captainfunktion auch die Nummer 3 im Team ist.

Die fünftstärkste Kraft im Land

Beim TC Grenchen setzt man vielmehr auf Nachhaltigkeit. In den vergangenen Monaten wurde das Klubhaus aufwendig saniert und aufgewertet. Entstanden ist eine Überdachung für die Zuschauer, welche am Samstag ihren Zweck mehr als erfüllte. Ausserdem wurden Terrasse und Küche vergrössert und modernisiert. Das Klubheim an der Staadstrasse dürfte damit nebst den sportlichen Aktivitäten, gesellschaftlich noch stärker ins Zentrum rücken. Der 1949 gegründete Verein beherbergt über 400 Mitglieder, verteilt auf 17 Interclubteams. Gemessen an der Anzahl Mannschaften ist der TC Grenchen die fünfgrösste Kraft in der Schweiz.

Die Zielsetzung für die angelaufene NLC-Meisterschaft ist schnörkellos formuliert. «Erreichen der Aufstiegsspiele und damit so schnell wie möglich weg aus der Abstiegszone», sagt Interclub-Chef Daniel Lüdi (24). Den ersten Schritt machten er und sein Team am Samstag. Die Partie gegen Dietikon musste wegen des anhaltenden Regens zwar länger unterbrochen werden. Abends um halb sieben hatten die Grenchner mit einem 5:4 den Sieg im Trockenen. Apropos Wetter: Eine bessere Wahl traf Lüdis Vater Rolf. Der abtretende Klubpräsident weilte am Wochenende auf der Mittelmeerinsel Ibiza bei Sonnenschein und sommerlichen 21 Grad Celsius.