Florian Dählers Tor 35 Sekunden nach Beginn des Mitteldrittels zur erstmaligen Führung für die Huttwil Falcons wies den Bernern in der ersten Partie des Playoff-Finals der 1. Liga Zentralgruppe den Weg. Die überlegenen Falken entschieden den mit Spannung erwarteten Auftakt, vor 681 Zuschauern, schliesslich deutlich mit 5:1 für sich.

Die Playoff-Finalserie zwischen den Huttwil Falcons und dem EHC Zuchwil Regio ist auch das Duell zwischen Falken-Coach Alfred Bohren und seinem Vorgänger Stefan Gerber. Zur Erinnerung: Gerber scheiterte in der Saison 2008/09 erst in der Verlängerung des fünften und entscheidenden Spiels der Playoff-Finalserie gegen den EHC Wiki-Münsingen und wurde danach überraschend durch Alfred Bohren ersetzt. Lediglich drei Tage nach Beendigung seiner hart umkämpften und erst in der Verlängerung des fünften Spiels entschiedenen Halbfinal-Serie gegen den EHC Wiki-Münsingen vermochte jedoch der EHC Zuchwil Regio mit den Platzherren nicht ganz mitzuhalten.

Huttwil, das schnellste Team

Während das Startdrittel, trotz deutlichem Chancenplus der Falken, noch mit einem Unentschieden endete, verlief der Mittelabschnitt vor Zuchwil-Hüter Matthias Rust teilweise turbulent. Nach der erstmaligen Führung befanden sich die Falken mit wenigen Ausnahmen stets im Vorwärtsgang. Angriffswelle um Angriffswelle überrollte die Gäste und es war nur eine Frage der Zeit, bis weitere Treffer fallen würden. Bis zu Thomas Studers 3:1 in der 38. Minute dauerte es jedoch noch nahezu 17 Minuten.

Die Huttwil Falcons sind zweifellos das schnellste und tempofesteste Team der Zentralgruppe. Dies musste im Halbfinal bereits der SC Lyss erkennen. Die Seeländer sind seit Jahren die Kloten Flyers der 1. Liga. Aber dem Angriffswirbel der Falken vermochten auch die Lysser nicht ganz zu widerstehen. Ähnlich erging es den Solothurnern gegen die ausgeruhten Huttwiler. Für Falken-Coach Alfred Bohren war die Pause von einer Woche kein Nachteil. «Es ist ein Vorteil, dass wir nach den Halbfinalspielen eine Pause hatten, denn diese hatten wir dringend nötig. Ich vermutete, dass es ein paar Minuten dauern würde, bis wir danach unsern Rhythmus finden, aber wir fanden ihn rechtzeitig.»

Zu Beginn des Schlussdrittels machten Rolf Portmann (44.) und Sandro May (47.) mit ihren beiden Treffern zum 4:1 und 5:1 schnell alles klar. Für die Huttwil Falcons macht es inzwischen kaum mehr etwas aus, dass sie im Verwerten ihrer Möglichkeiten oft etwas sündigen. Wer sich so viele Chancen erspielt, kommt früher oder später immer zu seinen Toren. Keine Pause gibt es für die etwas müde wirkenden Zuchwiler. Am Donnerstag Abend geht die Serie in die nächste Runde.