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Springreiterin Emilie Stampfli will mit Alessa Z an der EM hoch hinaus

Ab Mittwoch startet Springreiterin Emilie Stampfli in Spanien an der EM der jungen Reiter. Mit ihrer Zangersheide-Stute peilt sie die Finalqualifikation an. Unterstützung erhält die Solothurnerin unter anderem vonseiten ihrer Trainerin Heidi Hauri.

Carla Stampfli
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Emilie Stampfli reitet ihr Pferd Alessa Z nun seit drei Jahren.

Emilie Stampfli reitet ihr Pferd Alessa Z nun seit drei Jahren.

Zur Verfügung gestellt

Obwohl es für Emilie Stampfli schon die sechste Teilnahme an einer Europameisterschaft ist, freut sich die 19-Jährige auf ihren Einsatz mit Alessa Z und dem Schweizer Team im spanischen Vejer de la Frontera. «Für mich ist die EM jedes Mal etwas Spezielles. Es ist immer wieder schön, diese Atmosphäre zu geniessen», erklärt die Solothurnerin. Eine Art Premiere ist es für Stampfli aber trotzdem: In diesem Jahr startet sie zum ersten Mal in der Altersklasse der Jungen Reiter, wo die Hindernisse im Vergleich zu den Junioren höher und der Parcours etwas schwieriger ist.

Dass sie mit der 10-jährigen Zangersheide-Stute diesen neuen Herausforderungen bestens gewachsen ist, zeigte sie mit dem zehnten Platz am Drei-Sterne-CSI-Turnier im März in Arezzo, einem vierten Rang am CSIO-Nationenpreis in Deutschland, der Silbermedaille am CS in Aarberg sowie weiteren Top-Platzierungen an verschiedenen nationalen Turnieren. Die Selektion für die EM lag nach diesen Resultaten in der Luft, aber «erst Anfang Juli wurde bekannt, wer definitiv an die EM gehen kann», klärt Stampfli auf. Mit ihr starten auch vier weitere Springreiter der Schweizer Equipe in der Altersklasse der Jungen Reiter. Darunter der Zürcher Martin Fuchs und die Schwyzerin Annina Züger, die 2012 mit dem Team die Silbermedaille gewonnen haben. Welche Athleten im Team-Wettkampf vertreten sein werden, entscheiden Equipenchef Albert Lischer sowie Nachwuchscoach und Olympia-Silbermedaillengewinner Willi Melliger nach dem Qualifikationsumgang vor Ort.

«Ich versuche einfach mein Bestes zu geben und würde gerne in den Final einziehen. Eine Medaille zu gewinnen wäre natürlich schön», fügt die Solothurnerin schmunzelnd an. Möglich ist alles, hat sie doch 2012 mit Alessa Z, die vom Solothurner Hans Schori gezüchtet wurde, den 14. Rang erreicht. «Ich reite sie nun seit drei Jahren. Mittlerweile kenne ich sie viel besser und habe ein gutes Gefühl mit ihr.» Als letzte Vorbereitung für die europäischen Titelkämpfe bestritt sie vor knapp zwei Wochen ein Grand-Prix-Turnier der Elite. «Ich machte zwar einen Fehler, war aber trotzdem zufrieden», erläutert die frischgebackene Maturandin der kantonalen Sportklasse.

Der Fahrplan stimmt, Alessa Z ist nach ausreichender Erholung für ihren dritten EM-Einsatz bereit. Nebst Lischer und Melliger wird auch ihre Trainerin Heidi Hauri mit nach Spanien reisen und sie während der Einsätze unterstützen. Vielleicht wird die Olympia-Bronzemedaillengewinnerin von 1984 ihren Schützling nicht nur in den Final springen sehen, sondern am Sonntag gar vom Siegerpodest strahlen.