1. Liga

Spitzenkampf gegen Luzern II: Anstatt 2:2 hiess es 1:3 zu Ungunsten Solothurns

Hans-Peter Zaugg zeigte sich nach der Niederlage sportlich: «Luzerns Sieg war nicht unverdient».

Hans-Peter Zaugg zeigte sich nach der Niederlage sportlich: «Luzerns Sieg war nicht unverdient».

Zum 8. Spieltag der Saison 2016/17 empfängt der FC Solothurn (17:30 Uhr) den FC Luzern II zu einem ersten Spitzenspiel. Drittplatzierter gegen Zweitplatzierter lautet die Affiche. Mit dem 4:1-Auswärtssieg in Zug konnten sich die Solothurner in der Spitzengruppe etablieren.

«Fairerweise muss man sagen, dass, über das ganze Spiel gesehen, Luzern nicht unverdient gewann», anerkannte Solothurns Trainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg sportlich. Trotz Zwei-Tore-Rückstand nach 48 Minuten hätte der Endstand in diesem echten Spitzenkampf auch 2:2 anstatt 1:3 nach 93 Minuten lauten können. Die Ambassadoren bleiben jedoch erster Verfolger des Spitzenduos, weil auch Münsingen mit dem 0:0 in Buochs und der nächste Gegner Baden beim 1:3 bei Thun II ebenfalls Punkte abgaben.

Offside oder nicht?

Diskussionsstoff lieferte die erste Nachspielminute. Nach einem Angriff der Platzherren über mehrere Stationen wurde Hasanovics Versuch in Corner abgelenkt. Luzern brachte diesen nicht weg. Solothurn setzte unerbittlich nach. Die Situation war unübersichtlich. Schliesslich konnte Dembélé den Ball über die Torlinie befördern.

Der spanische Schiedsrichter De Burgos Bengoechea anerkannte diesen Ausgleichstreffer jedoch nicht, weil sein Assistent Mendez Mateo ein  Offside gesehen haben will. In der Beurteilung herrschte Uneinigkeit, war es eine neue Aktion oder nicht. Die Ambassadoren liessen sich nicht unterkriegen und nahmen volles Risiko. Dies ermöglichte den Leuchtenstädtern noch das schliesslich zu hohe 1:3 durch Kameraj auf Ulrich ins verwaiste Solothurner Tor.

Eigenfehler in der eigenen Hälfte

Für Zaugg waren diese Schlussminuten nicht die Ursache für die erste Saisonniederlage: «Ich denke, wir haben vor den beiden Toren Eigenfehler mit Ballverlusten in der eigenen Hälfte gemacht, die nicht passieren dürfen und vom Gegner mit seiner Schnelligkeit und Qualität ausgenützt wurden.» Ebenso entscheidend war für den Solothurner Trainer die Phase nach dem 0:2 bis zum Anschlusstreffer. «Die Körpersprache zeigte mir, dass die Mannschaft nicht mehr daran glaubte, dass man noch etwas machen kann, denn wir haben zu wenig gemacht», räumte er ein.

Der technisch versiert, athletisch, mit einem Konzept und kompakt aufgetretene Luzerner Nachwuchs wusste zu überzeugen. «Sie sind in jeder Beziehung zu recht vorne, wobei für uns wichtig war zu sehen, dass bei uns nicht sehr viel fehlt», stellte Zaugg fest. Nach dem Anschlusstreffer – Zayas konnte sich auf der linken Aussenbahn lösen und Bisevac in die Gasse spielen, mit flachem Abschluss Richtung rechtem Torpfosten (72.) – blieben Probleme bei den Zentralschweizer nicht verborgen.

Der Gastgeber konnte sich Chancen erarbeiten, hat in dieser Saison auch die Spieler dazu,  verpasste aber ein besseres Resultat, weil er gedanklich und im Kopf nicht über die ganze Spielzeit mithielt. Dies wirkte sich bei diesem hohen Tempo, den intensiven, jederzeit fairen Zweikämpfen und dem dem Gegenspieler knapp zugestandenen Raum im Umschaltvermögen auf neue Situationen aus.

Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen:

Liveticker: Solothurn - Zug II

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