NLB-Handball
Spitzengruppe oder Mittelfeld - Der TV Solothurn trifft auf Steffisburg

Die Handballsaison ist gestartet und die Herbstmesse Solothurn ist in vollem Gang. Eigentlich untrügliche Zeichen dafür, dass der Herbst da ist. Doch gemäss Wetterprognose sieht es danach aus, als ob der unverwüstliche Spätsommer auch das vierte Saisonspiel des TV Solothurn, gegen den TV Steffisburg, noch miterleben möchte.

Gaudenz Oetterli
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Der TV Solothurn trifft auf Steffisburg

Der TV Solothurn trifft auf Steffisburg

Hanspeter Schläfli

Es ist für alteingesessene Solothurner schon fast ein bizarres Bild, das sich dieser Tage in ihrer Stadt zeigt. Der Chestele-Muni ziert wieder den Märetplatz, die vielen Restaurants bewerben die Wild-Saison und vor dem Baseltor breitet sich die Zeltstadt namens HESO aus. Herbst, könnte man meinen. Aber irgendwie fehlt da etwas für Solothurn sehr typisches: der Nebel.

Für die HESO ist das Wetter natürlich ein Segen. Der Spätsommer beschert der Herbstmesse absolute Rekord-Besucherzahlen, so auch der grossen sportlichen Attraktion der Messe, dem HESO-Säulirennen. Für die Hallensportart Handball hingegen verheisst diese Konstellation von HESO und sommerlichen Temperaturen nicht gerade ein volles Haus. Und so sehnt man sich doch ein bisschen nach dem sonst so typisch mittelländischen Nebel.

Steffisburg mit schlechtem Saisonstart

Nicht neblig, sondern eher düster sieht es auf Seiten des TV Steffisburg aus. Die Berner sind – man darf es sicherlich so sagen – miserabel in die Saison gestartet. Im ersten Spiel setzte es eine hauchdünne 29:30-Niederlage gegen Horgen ab. Und auch in der letzten Partie gegen den diesjährigen NLB-Mitfavoriten STV Baden war für die Oberländer ebenfalls nichts zu holen (18:25). Beides sind Niederlagen gegen starke Gegner, die so auch mal passieren können. Dass Steffisburg aber gegen den Aufsteiger HS Biel gleich mit 18 Toren unterging, wirft einige Fragen auf.

Im letzten Jahr war der TV Steffisburg eine der wenigen Mannschaften, welche den TVS in dieser starken Saison bezwingen konnte. Nach erst drei Meisterschaftsspielen und mit der aktuellen Tabellenlage stellt sich also die Frage, wie stark die Berner tatsächlich sind. Sie sind nämlich bei weitem nicht die Einzigen, die in dieser jungen Spielzeit noch keine Punkte geholt haben. Auch bei Birsfelden, Stans und den Yellow/Pfadi Espoirs stehen bisher drei Niederlagen zu Buche.

Nicht verschont vom Verletzungspech

Der TV Solothurn tut sicherlich gut daran, die Oberländer nicht zu unterschätzen. Die Niederlagen waren sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass das Team von Coach Dominic Bleuer auf mehrere Stammkräfte verzichten musste. Im letzten Spiel auch auf den in Solothurn bestens bekannten Roman Scheidegger, der auch eine Zeit lang für den TVS auflief.

Auch der TV Solothurn blieb vom Verletzungspech nicht verschont. Mit Nicolo Moggi und Sandro Sieber fehlten den Ambassadoren in den letzten Wochen der nominell erste Kreis und ein sehr erfahrener NLB-Spieler am Flügel. Und obwohl der TVS diese Ausfälle dank des breiten Kaders auffangen kann, beraubt es Trainer Marco Kurth doch einiger Optionen. Sowohl Moggi, wie auch Sieber, konnten diese Woche wieder ins Training einsteigen.

Ob es für einen Einsatz am Samstag gegen Steffisburg reicht, ist jedoch noch unklar. Klar ist jedoch die Ausgangslage für die Heimmannschaft: Mit einem Sieg hält der TV Solothurn den Anschluss an die Spitzenteams in der Tabelle, bei einer Niederlage wird er ins Mittelfeld zurückfallen. Und ein Unentschieden, naja... Wie man in Sportlerkreisen immer so schön sagt, das hilft sowieso niemandem.