So schnell kann man das Publikum begeistern und den Gegner aus dem Konzept bringen: Der EHC Olten zeigte im gestrigen Spiel gegen den NLB-Meister aus Visp innerhalb von einer Minute und 29 Sekunden, wie das geht. Begonnen hat das Spektakel mit Remo Hirts Durchsetzungsvermögen in der 34. Minute. Der Oltner Stürmer konnte sich vor dem Walliser Tor gegen zwei Visper Verteidiger behaupten und die Scheibe mit letztem Effort zu seinem Sturmpartner Pascal Annen bugsieren, der alleine vor dem Tor Visp-Keeper Matthias Schoder keine Chance liess und den 2:1-Führungstreffer verbuchte.

Viele Fehlpässe erschwerten den Spielaufbau

Der EHCO drückte in der Folge weiter aufs Tor und zeigte knapp anderthalb Minuten später, wie schön Eishockey sein kann: Tyler Redenbach – der wieder einmal demonstrierte, dass er kaum von der Scheibe zu trennen ist – spielte Christian Haldimann an, der wiederum brachte den Puck blitzschnell weiter zu Pascal Krebs. Mit einem prächtigen Backhand-Schuss ins Lattenkreuz sorgte die Nummer 10 für Stimmung unter den gut 2700 Zuschauern, für ein wohltuendes Zweitorepolster seiner Farben und für Aufwind in den Reihen des EHCO. Denn zuvor war die Leistung der Grünweissen nicht tadellos. Wie schon am Samstag gegen die GCK Lions erschwerten ihnen viele Fehlpässe einen anständigen Spielaufbau.

Erster Heimsieg ohne Überstunden

Im letzten Drittel sorgten die Grünweissen früh für die Entscheidung in dieser Partie: Annen erhöhte in der 46. Minute auf 4:1. Der erste Sieg vor heimischem Publikum ohne Überstunden lag damit in Reichweite. Mit einer konzentrierten Leistung und einem souveränen und engagierten Auftritt in der Defensive brachten die Powermäuse diesen Erfolg denn auch diskussionslos ins Trockene.