Unter Beifall vieler Zuschauer auf den Aarebrücken trugen die Kanuabfahrer ihr erstes Rennen des Wintercups 2010/2011 auf einer Rundstrecke durch die Stadt Solothurn aus.

Wie bei einem Volkslauf waren die über 70 Paddlerinnen und Paddler beim Bootshaus der Solothurner Kajakfahrer alle miteinander gestartet und auf der ersten Runde durch die Stadt Solothurn zeigte sich noch ein lang gezogenes, aber kompaktes Feld.

Ende der ersten Runde gelang es dem Nidwaldner Martin Scheuber, Mitglied der Nationalmannschaft der Wildwasser-Abfahrer, sich durch fahrtaktisches Geschick von seinen Konkurrenten abzusetzen, und er erpaddelte sich auf der zweiten Runde einen ungefährdeten Tagessieg.

Mike Kurt ist Aushängeschild

Das Aushängeschild der Solothurner Kajakfahrer, der zweifache Olympiateilnehmer Mike Kurt, setzte sich für einmal ins Abfahrtsboot, um sich in dieser Disziplin mit den Besten der Schweiz zu messen.

Um den Tagessieg konnte der Slalomspezialist nicht mitkämpfen, trotzdem zeigte er sich nach dem Rennen zufrieden: «Als Slalomfahrer liegen mir so lange Rennen natürlich nicht besonders, aber mit meinem sechsten Rang und der besten Zeit aller Solothurner war es für mich ein guter Wettkampf und ich hatte Spass, mein Ausdauertraining einmal auf diese Art zu bestreiten.»

Altmeisterin nicht zu schlagen

Ihr Optimalziel erreichte die zweite prominente Solothurner Fahrerin, die Junioren-Welt- und -Europameisterin Melanie Mathys, noch nicht ganz:

Einmal mehr musste sie sich der Altmeisterin Sabine Eichenberger aus Brugg im Kampf um den Tagessieg geschlagen geben. «Obwohl ich am Start besser wegkam und bis zur ersten Wende unter der Rötibrücke vor Sabine fahren konnte, gelang es mir bei eben dieser Wende nicht, ihren Angriff abzufangen», sagte Mathys und ergänzte: «Vor allem war es mir mit all den anderen Fahrern, die gleichzeitig die beste Position suchten, nicht möglich, mich an ihre Heckwelle zu heften.» Immerhin erreichte sie als Juniorin den zweiten Platz im Frauenfeld – eine starke Leistung.