Unihockey WM

Souveräner Pflichtsieg der Schweizer zum Auftakt

Matthias Hofbauer und Nico Scalvinoni jubeln über den Schweizer Sieg im ersten Gruppenspiel gegen Estland.

Matthias Hofbauer und Nico Scalvinoni jubeln über den Schweizer Sieg im ersten Gruppenspiel gegen Estland.

Das Schweizer Unihockey-Nationalteam hat zum Auftakt der WM in Göteborg die Pflicht erfüllt und Estland klar mit 7:3 bezwungen. Den Torreigen eröffnete Christiph Hofbauer von Wiler-Ersigen. Nun wartet mit Tschechien ein weitaus grösseres Kaliber.

Die Schweizer liessen von Beginn weg keine Zweifel aufkommen über die Stärkeverhältnisse. Bereits nach eineinhalb Minuten sowie Treffern von Christoph Hofbauer und Michael Zürcher lagen die Schweizer 2:0 vorne. Der Widerstand des Aussenseiters war somit frühzeitig gebrochen.

Auch wenn die Schweizer die weiteren Treffer nicht mehr in der selben Kadenz erzielten, der sechste Sieg im sechsten Aufeinandertreffen mit Estland stand ausser Frage. Sechs verschiedene Spieler teilten sich die sieben Treffer; das letzte Tor war ein Eigentor Estlands. Nach dem 6:0 in der 35. Minute schalteten die Schweizer vor 1538 Zuschauern einen Gang zurück, das letzte Drittel verloren sie gar mit 1:2.

Tschechien als Gradmesser

Dass die Schweizer, bei denen zahlreiche Spieler im Vorfeld mit Verletzungen zu kämpfen hatten, gegen Ende nicht mehr mit der letzten Konsequenz agierten, war verständlich. Denn ein Gradmesser waren die Esten wie erwartet nicht.

Dieser folgt für die Mannschaft von Petteri Nykky mit Sicherheit am Montag im zweiten Gruppenspiel gegen Tschechien. Die Osteuropäer und die Schweizer duellieren sich seit Jahren hinter Schweden und Finnland um den 3. Rang in der Hierarchie des internationalen Unihockeys - öfters zum Vorteil der Schweiz.

Oftmals Mühe in letzter Zeit

Allerdings haben die Tschechen nach der völlig missglückten letzten WM vor zwei Jahren in der Schweiz (nur Platz 7) in Göteborg etwas gut zu machen. Und von den sechs Testspielen seit den Titelkämpfen 2012 gewannen die Schweizer nur gerade eines. Verläuft die WM nach Papierform, geht es in diesem Spiel um den Gruppensieg und darum, welches Team im Halbfinal Topfavorit und Gastgeber Schweden aus dem Weg gehen kann.

Schweiz - Estland 7:3 (3:0, 3:1, 1:2)

Scandinavium, Göteborg (Sd). - 1538 Zuschauer. - SR Fordell/Vuola (Fi). - Tore: 2. (1:07) Christoph Hofbauer (Antener) 1:0. 2. (1:30) Zürcher (Mendelin) 2:0. 18. Stucki (Engel) 3:0. 33. (32:00) Scalvinoni (Matthias Hofbauer) 4:0. 33. (32:29) Maurer (Antener) 5:0. 35. Schmocker (Mendelin) 6:0. 38. Tamme (Thomsson/Ausschlüsse Scalvinoni, Zürcher) 6:1. 53. (52:20) Tamme (Kallion) 6:2. 54. Eigentor Pass 7:2. 60. (59:35) Kallion (Pass) 7:3. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 1mal 2 Minuten gegen Estland.

Schweiz: Hitz; Gerber, Kuchen; Stucki, Bolliger; Meier, Schmocker; Graf; Fankhauser, Matthias Hofbauer, Scalvinoni; Engel, Christoph Hofbauer, Antener; Zimmermann, Zürcher, Mendelin; Maurer, Friolet.

Estland: Saastamoinen; Salm, Strömfelt; Pass, Tamme; Kurmiste, Komi; Markus, Thomsson, Woiduma; Veersalu, Kallion, Tasa; Maalt, Koiv, Kase; Savi, Matsukevits, Kasenurm.

Bemerkungen: Schweiz ohne Meier (Ersatztorhüter). Timeout Estland (38.).

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