1. Liga

Solothurns verdienter Ausgleich in der Nachspielzeit

Das Team von Hanspeter Zaugg holt gegen YB II einen Punkt.

Das Team von Hanspeter Zaugg holt gegen YB II einen Punkt.

Der FC Solothurn rettet mit einem Tor in der Nachspielzeit einen Punkt gegen die Young Boys II. Die zweite Mannschaft und der FC Solothurn trennen sich 3:3.

Hervorragende Moral bewies Solothurn im Stade de Suisse. Bis zuletzt aufopfernd kämpfend, holten die Ambassadoren gegen den YB-Nachwuchs  einen 1:3-Rückstand auf. Dieses Unentschieden war hoch verdient. Zwei Einwechselspieler zeichneten in der 92. Minute für dieses dritte Tor verantwortlich. Den Doppelpass mit Osaj schloss Zayas mit einem Flachschuss ab.

Zweimal in Rückstand

Nicht wunschgemäss gelang den Gästen die erste Halbzeit. Die Berner liessen den Rotweissen anfänglich kaum Luft und verleiteten sie zu Fehlern. So gelangten die Gelbschwarzen zum Führungstreffer (25.). Hasanovic konnte den durchbrechenden Ciftci nur  mit einem Foul stoppen. Den Elfmeter versenkte Dangubic souverän. „Wir haben uns das Leben durch dumme Ballverluste selbst schwer gemacht, die die schnellen YBler nützten“, stellte FCS-Trainer Hanspeter „Bidu“ Zaugg fest. Trotzdem liess das Engagement der Solothurner nicht nach. Einen Freistoss dirigierte Nastoski auf die rechte Seite zu Stauffer, dessen Hereingabe die YB-Abwehr nicht unter Kontrolle brachte und dank Stauffiger und dem entfernteren Pfosten zum 1:1 führte (30.). Postwendend und pfeilschnell reagierten die Bundesstädter.  Nur eine Minute später übernahm Taveira das Zuspiel Ciftcis zur erneuten Führung. Kampf und Krampf blieben die dominierenden Faktoren.

Selmanaj vergab und traf

Zwei Kopfbälle vor dem Seitenwechsel von Hasanovic (41.) und Waylon Grosjean (44.) auf Eckbälle zeigten den Ambassadoren, dass sie nicht chancenlos blieben. Entsprechend konzentriert eröffneten sie die zweite Hälfte. Veronica lancierte aus dem zentralen Mittelfeld links Hunziker. Dieser verlagerte nach rechts zum vorprellenden Selmanaj, der jedoch das leere Tor verpasste. Die Chance des Spiels! „Unglaublich“ sagte Zaugg nur. Das Spiel wurde offener. Beide liessen sich mehr Platz. Diesen Platz nützte Ciftci in der 73. Minute: Er zwang Wagner zu einer Fussabwehr, versenkte aber den Nachschuss. Diesmal reagierten die Besucher erfolgreich und schnell. Sadiki konnte im eigenen Strafraum Selmanaj nur regelwidrig bremsen. Der Gefoulte nahm selbst Anlauf – und fallierte: Marzinos Abwehr nach vorne ermöglichte jedoch dem 19-Jährigen den Anschlusstreffer zum 3:2 (75.). „Die Mannschaft gab nicht auf und hat richtig gute Moral gezeigt und weiter nach vorne gespielt“, sah Zaugg eine wesentlich bessere zweite Halbzeit. Die Einwechslungen wirkten sich effektiv aus. Die Solothurner konnten gegen Schluss die grösseren Kraftreserven in diesem Nerven aufreibendenden Vergleich zweier Punktgleichen frei setzen – und holten sich die verdiente Belohnung ab.

YB II - Solothurn 3:3 (2:1)

Stade de Suisse. – 300 Zu­schauer. – SR: De Burgos Bengoechea (Spanien). – Tore: 25. Dangubic 1:0 (Foulpenalty), 30. Eigentor Stauffiger 1:1, 31. Taveira 2:1; 73. Ciftci 3:1, 75. Selmanaj 3:2, 92. Zayas 3:3.

YB II: Marzino; Stauffiger, Alessandrini, Sadiki, Obexer; Bisante, Aebischer; Taveira (69. Kwadwo Duah), Ciftci, Zingarelli (60. Efendic), Dangubic (81. Pinga).

Solothurn: Wagner; Kohler (84. Osaj), Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Fleury (60. Asani), Nastoski (69. Zayas); Selmanaj, Hunziker; Stauffer, Veronica.

Bemerkungen: So­lo­thurn ohne Jeffrey Grosjean, Büchli (beide verletzt), Rihs (Militär), Disler, Roth (beide abwesend), Kopp (andere Mannschaft). – 75. Selmanaj sieht seinen Foulpenalty von Marzino abgewehrt, trifft jedoch im Nachschuss zum 3:2. – Ver­war­nun­gen: 24. Hasanovic, 36. Stauffiger, 71. Asani, 74. Sadiki und 90. Alessandrini (alle Foul). – Eckbälle: 4:5 (1:2).

YB - Solothurn

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1