Nicht überraschend ist es nichts geworden mit dem elften Saisonsieg in Folge für Solothurn beim nun abgelösten Zweiten Münsingen. Mit diesem leistungsgerechten 1:1 konnten beide Kontrahenten ihre Ungeschlagenheit wahren. Bis zuletzt waren beide Teams gewillt, die drei Punkte auf ihre Seite zu ziehen. Aaretaler wie Aarestädter kamen zu ihren Chancen. Auch nach dem Platzverweis von Hasanovic – zwei gelbe Karten wegen Foulspiels 19. und 75. – wichen die Gäste nicht von ihrer Spielidee ab.

«Es ist für uns normal, dass wir gewinnen wollen, auch wenn wir einen Spieler weniger sind», erklärte ihr Trainer Dariusz «Darek» Skrzypczak. Zu dieser Einstellung passten die beiden Wechsel in der 78. wie der letzte in der 87. Minute: mit Micolli, Schrittwieser und Sandmeier ersetzten drei unverbrauchte Offensivkräfte positionsbezogen Hunziker, Veronica und Chatton.

«Diese Wechsel habe ich gemacht, weil wir unter allen Umständen gewinnen wollten», so Solothurns Trainer. Nur weil Schrittwieser den Pfosten traf (85.) und Sandmeier zweimal (88., 91.) knapp verfehlte, blieben die viel Schwung einbringenden Ergänzungsspieler erfolglos. Aber auch Münsingen hatte seine Möglichkeiten.

Du Buissons Führungstreffer

Dass es kein fussballerischer Hochgenuss wie gegen GC II werden dürfte, war klar. «Gegen Münsingen ist es immer Kampf und Krampf, das haben wir gewusst», bestätigte Skrzypczak. Mittelfeldgeplänkel mit Vorteil für die Berner erbrachten die ersten Minuten. «Nach 20 Minuten haben wir unser Spiel gefunden und unser Tor gemacht, dies war eine sehr schöne Aktion», stellte der Gäste-Coach fest.

Veronica spielte rechts zu Chatton, der Münsingen-Hüter Karrer anschoss und von ihm  sprang der Ball zum aufmerksam links aufgelaufenen Captain Du Buisson – 0:1 (38.). Danach gerieten die Platzherren aus dem Tritt. „Leider haben wir das 0:2 nicht gemacht, Hunziker traf nur den Pfosten“, bedauerte Skrzypczak. Dieser Chance ging ein Vorstoss von Arifi voraus (44.).

Zweiter Pfostenschuss statt 1:2

Der Doppelwechsel von Münsingen – mit Thalmann und  Murina für Hubacher und Erzinger tauschte Trainer Kurt Feuz sein zentrales  Mittelfeld aus – brachte mehr Druck und Gefahr ins Spiel der Einheimischen. Ihr Ausgleich durch Christen kam nicht unerwartet (69.).

«Ich hätte gerne das Video zum 1:1 gesehen, denn vermutlich ging ihm ein Foul voraus, wobei wir genügend Zeit für ein weiteres Tor hatten», will Skrzypczak diese Aussage nicht als Ausrede gelten lassen. «Wir können mit diesem Resultat leben, obwohl wir viel zum Gewinnen gemacht haben und alle Möglichkeiten hatten», unterstrich der Pole seinen Ehrgeiz.

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