1. Liga

Solothurns Revanche in Buochs geglückt – das 2:1 gegen die Nidwaldner ist der vierte Sieg in Folge  

Altin Osmani (rechts) schoss den Ausgleichstreffer für Solothurn.

Die Revanche für die erste Niederlage in der letzten Saison im vergangenen März in Buochs ist Solothurn geglückt. Ohne eine berauschende Darbietung geboten zu haben, kehrten die Besucher den Rückstand nach knapp einer Viertelstunde durch zwei stehende Bälle zum vierten Sieg in Folge. Insgesamt ist dieses Auswärts-2:1 als Arbeitssieg zu klassifizieren.

Spielerische Höhepunkte konnten beide Protagonisten nicht setzen. „Aus diesem Grund war es ein Arbeitssieg: Der Platz sah von aussen gut aus, war aber sehr uneben, ein Kombinationsspiel für beide Mannschaften nicht möglich, sodass wir probierten einfach zu spielen mit langen Bällen“, begründet Solothurn-Trainer Dariusz „Darek“ Skrzypczak diese nie attraktive Begegnung.

Osmanis Freistossausgleich

Beide Teams strebten eine frühe  Führung an. Dieses Unterfangen gelang den Nidwaldnern in der 14. Minute mit einem der seltenen gelungenen Angriffe. Gegen Sturmspitze Haxhimurati unterlief Innenverteidiger Hasanovic den Ball.

Den anschliessenden Zweikampf gegen den herauslaufenden Gästehüter Jeffrey Grosjean gewann die einheimische Sturmspitze ebenfalls. Nachdem der Albaner den Ball unter Kontrolle brachte, zielte er ins verwaiste Tor zum 1:0. „Das war ein guter Angriff des Gegners“, anerkennt der Pole sportlich.

Die Solothurner versuchten den Tritt zu finden. Überzeugende Aktionen gelangen nicht. Es fehlten Zug und Tempo. Das Spiel hinterliess einen verfahrenen Eindruck ohne Linie. Trotzdem gaben sich beide Kontrahenten bemüht. Mehr lag bis zum Ausgleichstreffer der Ambassadoren nicht drin (43.).

Ausgangspunkt war ein Foul mit gelber Karte von Marquez an Schrittwieser. Osmani erwischte Buochs-Hüter Hönger mit einem geschickt gedrifteten Freistoss aus rund 25 Metern knapp unter der Längslatte – 1:1. „Osmani kann das und hat es super gemacht“, dazu Skrzypczak. 

Hasanovics viertes Tor auf Eckbälle

Einfluss auf das Mannschaftsgefüge der Solothurner hatten die Auswechslungen.  Diejenige in der 33. Minute war unfreiwillig. Henzi musste nach einem Zusammenprall mit seinem Mannschaftskollegen Hunziker im Bereich der Mittellinie (27.) mit Kopfbeschwerden durch Schrittwieser ersetzt werden.

Nach der Pause kam Koch nach Goldau bereits zu seinem zweiten Teileinsatz (67. für Osmani) nach seinem verspäteten Trainingseinstieg im Sog seiner beruflichen Weiterbildung, während Du Buisson nach seiner Rückkehr vom Sprachaufenthalt in Neuseeland bereits zehn Tage später Stauffer ersetzte (79.). „Wir haben jetzt ein Luxusproblem, denn mit Koch und Du Buisson stehen uns zwei weitere Leute mit Erfahrung und Klasse zur Verfügung“, freut sich Skrzypczak.

Diese Einwechslungen hatten jeweils interne Umstellungen zur Folge, die festigend wirkten und für mehr Fluss sorgten. Sie zeigten zudem auf, dass die Innerschweizer defensiv nicht unverwundbar waren. So konnte  Hunziker in der 56. Minute von links einen der zehn Solothurner Eckbälle treten.

Am entfernteren Pfosten schoss der aufgerückte Hasanovic zuerst Hönger an, bevor er den nach vorne abgewehrten Ball im zweiten Anlauf zum Siegtreffer verwertete. Es war bereits sein viertes Saisontor auswärts alle in der Innerschweiz und auf Eckbälle: zuvor bei Luzern II sowie in Schötz und Goldau. 

Nervöser wie spannender Schluss

Allerdings war der Sieg mit dieser Wende nicht gesichert. Die Nidwaldner gaben nicht auf, waren jedoch zu ideenlos. „Dieser Druck machte das Spiel nervös und spannend und obwohl es bei uns immer noch am letzten Pass fehlt und wir hier nicht viel kombinieren konnten, gewannen wir nicht unverdient“, beschliesst Solothurns Teamchef seine Analyse.

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